Aktualisiert: Mai 2026 | Expertise: FT Immobilien 24 | Standort: Unterföhring/München | Erfahrung: 20 Jahre Münchner Altbau- und Gewerbesegment
Gebäudeversicherung Wert 1914 Faktor berechnen – die Kurzfassung: Der Wert 1914 ist der fiktive Neubauwert eines Gebäudes ausgedrückt in Goldmark des Jahres 1914 – das Referenzjahr aller deutschen Wohngebäudeversicherungen. Formel: Wert 1914 = Wohnfläche × m²-Kennwert (Mark/m² je nach Ausstattung); multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex des Statistischen Bundesamts ergibt sich der gleitende Neubauwert (Versicherungssumme). In der Münchner Altbau-Praxis ist der Wert 1914 der wichtigste Hebel gegen Unterversicherung – ein Risiko, das nach jeder größeren Sanierung, bei Erbschaft oder beim Eigentümerwechsel akut wird. Wer in Schwabing, Haidhausen, Bogenhausen oder der Maxvorstadt eine Bestandsimmobilie besitzt, sollte den Wert 1914 alle 5–7 Jahre prüfen lassen.
Diese Seite zeigt nicht abstrakt, was der Wert 1914 ist – sie zeigt, wie er im Münchner Altbau- und Gewerbemarkt 2026 angewendet wird. Drei Profile profitieren besonders:
München hat einen außergewöhnlich hohen Anteil an Vorkriegssubstanz: rund 22 % aller Wohngebäude im Stadtgebiet stammen aus der Zeit vor 1949, in den zentralen Vierteln Schwabing, Maxvorstadt, Haidhausen und Lehel sind es bis zu 60 %. Genau diese Bauten werden über den gleitenden Neubauwert auf Basis 1914 versichert – ein System, das in den letzten drei Jahren wegen explodierender Baukosten zur scharfen Falle geworden ist.
Der Hintergrund: Der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Baupreisindex ist seit 2021 um über 35 % gestiegen. Wer seinen Wert 1914 vor 2020 ermittelt und seitdem nicht aktualisiert hat, ist in vielen Fällen strukturell unterversichert – auch wenn der Versicherer die Versicherungssumme automatisch fortschreibt. Die Fortschreibung wirkt nur, wenn der Ausgangswert korrekt war. Wurde der Wert 1914 zu niedrig angesetzt, multipliziert sich der Fehler mit jedem Jahr.
Die größten Lücken entstehen in drei Konstellationen. Erstens nach Sanierungen: Eine energetische Modernisierung, ein Dachausbau oder die Aufwertung von Bädern und Heizung erhöht den Wiederherstellungswert messbar – die Versicherungssumme bleibt aber auf altem Stand, wenn der Eigentümer den Versicherer nicht aktiv informiert. Zweitens bei Erbschaft: Übernommene Versicherungsverträge stammen oft aus den 1970ern oder 1980ern und basieren auf damaligen Bauteil-Standards – inzwischen längst veraltet. Drittens bei Gewerbeimmobilien: Hier rechnen viele Versicherer nicht automatisch mit dem gleitenden Neubauwert, sondern mit fixen Versicherungssummen, die regelmäßig manuell angepasst werden müssen. Eine ehrliche Bestandsaufnahme liefert der Beitrag zu den Versicherungen für Vermieter und Vermietung.
Der Wert 1914 ist ein fiktiver Bezugswert: Er beziffert, was die exakt gleiche Immobilie im Jahr 1914 zu Friedensmark gekostet hätte. Dieses Jahr wurde gewählt, weil es das letzte konjunkturell stabile Bezugsjahr vor der Hyperinflation der 1920er-Jahre war – seither dient es der deutschen Versicherungswirtschaft als unveränderliche Bezugsgröße.
Der praktische Nutzen: Während die tatsächlichen Baukosten jährlich schwanken (durch Tariflöhne, Materialpreise, Energiekosten, Bauvorschriften), bleibt der Wert 1914 konstant. Erst durch Multiplikation mit dem jeweils aktuellen Baupreisindex entsteht der gleitende Neubauwert – also die Versicherungssumme, mit der die Police rechnet. Das ist der eigentliche Charme des Systems: Eine einmalig korrekt ermittelte Wert-1914-Zahl bleibt unabhängig von Inflation richtig, weil der Baupreisindex die Inflation automatisch herausrechnet.
Drei Größen wirken zusammen. Der Wert 1914 selbst ist die Bauwertsumme in Mark – für ein typisches Münchner Gründerzeithaus mittleren Standards rund 950–1.300 Mark/m² Wohnfläche. Der Baupreisindex Wohngebäude wird vierteljährlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht und drückt aus, wie sich Baukosten gegenüber 1914 entwickelt haben (für 2026 voraussichtlich im Bereich um Faktor 24,0 bis 25,5, je nach Quartal). Der versicherungsspezifische Anpassungsfaktor zieht zusätzliche Tariflohnkomponenten ein und liegt regelmäßig leicht über dem reinen Bauindex. Eine vertiefende Einordnung der Bewertungslogik bietet der Beitrag zu den Faktoren der Immobilienbewertung.
Die Wert 1914 Berechnung folgt einer klaren Reihenfolge. Maßgeblich ist nicht das einfache „Wohnfläche mal Pauschal-Kennwert" – das produziert genau die Unterversicherungs-Lücken, die in Schadensfällen teuer werden. Korrekt ist die Bauteil- und Standardbasierte Ermittlung in vier Stufen.
Maßgeblich ist die Brutto-Grundfläche (BGF), nicht nur die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung. Souterrain mit Hobbyraum, Speicher mit Bodenraum und Garage zählen anteilig mit. Die korrekten Definitionen liefert der Ratgeber zur Wohnflächenberechnung nach DIN 277. Genau hier passieren die meisten Anfangsfehler – wer Souterrain und Speicher unterschlägt, baut sich eine 15–25 % Unterversicherung schon im ersten Schritt ein.
Die m²-Kennwerte 1914 stammen aus standardisierten Bewertungstabellen. Für ein Münchner Mehrfamilienhaus mittlerer Ausstattung liegen sie bei rund 950–1.150 Mark/m² Wohnfläche, bei gehobener Ausstattung (Stuck, Parkett, Marmor) bei 1.250–1.600 Mark/m². Reine Gewerbehallen kommen mit 380–650 Mark/m² aus, Bürogebäude liegen bei 850–1.100 Mark/m². Diese Spannen sind keine Schätzwerte – sie ergeben sich aus der Bauweise, dem Konstruktionsstandard und dem Ausstattungsniveau zum Zeitpunkt der ursprünglichen Errichtung, fortgeschrieben um spätere wertbildende Maßnahmen.
Hochwertige Sonderelemente werden mit Zuschlägen erfasst: Aufzug 8–12 %, Tiefgarage je Stellplatz separat, Wärmepumpe oder Holzpelletheizung 4–7 %, hochwertige Bäder mit Walk-in-Dusche 3–5 %, energetische Vollsanierung pauschal 10–18 %. Wer diese Schritte nicht im Versicherungsschein nachträgt, verliert genau diese Werte im Schadensfall. Welche Sanierungsmaßnahmen wirklich werterhöhend wirken, zeigt der Ratgeber zur energetischen Sanierung mit ROI-Rechnung. Die übergeordnete Sanierungs-Strategie nach GEG 2026 für Münchner Altbauten liefert weitere Anhaltspunkte.
Der ermittelte Wert 1914 wird mit dem aktuellen Baupreisindex multipliziert. Beispiel: Wert 1914 von 80.000 Mark × Index 24,5 = 1.960.000 € als gleitender Neubauwert 2026. Diese Zahl ist die Versicherungssumme – nicht der historische Wert. Ergänzend sollten Eigentümer prüfen, ob ihr Tarif einen Unterversicherungsverzicht enthält. Bei korrekter Wert-1914-Angabe verzichten viele Versicherer im Schadensfall auf den Einwand der Unterversicherung – ein wichtiger Schutzmechanismus, der aber an die Sorgfalt bei der Anfangsangabe gekoppelt ist.
Geben Sie Wohnfläche, Ausstattungsstandard und Sanierungs-Zuschläge ein – der Rechner zeigt Ihren geschätzten Wert 1914, den aktuellen gleitenden Neubauwert und Ihr Unterversicherungs-Risiko gegenüber einer hinterlegten Versicherungssumme.
Indikation auf Basis Ihrer Eingaben mit Baupreisindex 24,5 (Stand 2026). Eine rechtssichere Wert-1914-Ermittlung ersetzt der Rechner nicht – sie erfolgt durch eine sachverständige Bauteilbewertung.
Wer den Unterschied zwischen Wert 1914 und gleitendem Neubauwert nicht versteht, läuft in zwei typische Fehler. Fehler eins: Der Wert 1914 wird als Versicherungssumme angegeben – das ergibt eine 96 % Unterdeckung. Fehler zwei: Es wird ein „heutiger Bauwert" geschätzt, ohne die Indexlogik – das produziert 20–40 % Lücken, weil Schätzungen die jüngsten Baukosten-Sprünge nicht kennen.
Quelle: Statistisches Bundesamt Baupreisindex Wohngebäude (Mai 2026), eigene Auswertung FT Immobilien 24. Indexwert für 2026 vorläufig auf Quartalsbasis.
Die Botschaft des Diagramms: Ein vor sechs Jahren korrekt ermittelter Wert 1914 produziert heute automatisch eine deutlich höhere Versicherungssumme – aber nur, wenn die Police den gleitenden Neubauwert (Tarifkürzel oft „1914gNW") als Anpassungsmodus nutzt. Bei Verträgen mit fester Versicherungssumme passiert nichts; die Lücke wächst Quartal für Quartal. Eine Übersicht über die übergeordneten Marktdynamiken liefert der Beitrag zum Münchner Immobilienmarkt 2026.
Quelle: FT Immobilien 24 Beratungsmandate Wert-1914-Prüfung 2024–2026.
Risikokarte basiert auf geschätztem Vorkriegsbau-Anteil je Bezirk und durchschnittlichem Sanierungsstand. Die geografische Darstellung ist schematisch und ersetzt keine kartografische Quelle. Quelle: FT Immobilien 24 Marktbeobachtung Wert-1914-Prüfungen 2024–2026.
In Schwabing, der Maxvorstadt und Haidhausen liegt der Anteil der Vorkriegsbauten besonders hoch – und gleichzeitig ist der Sanierungsgrad am uneinheitlichsten. Genau diese Kombination produziert die größten Wert-1914-Lücken: Häuser mit prämiumhaft saniertem Innenausbau, aber Versicherungssummen aus den 1990ern.
Das Wert-1914-System hat einen blinden Fleck, der in München besonders relevant wird: Es bewertet die Bauteilqualität, nicht die Lagequalität. Ein gleichwertig saniertes Mehrfamilienhaus in Bogenhausen und in Aubing hat denselben Wert 1914 – während der Verkehrswert sich um den Faktor 1,8 unterscheidet. Für Versicherungszwecke ist das richtig (es geht um Wiederherstellungskosten, nicht um Marktwerte), für die Vermarktung jedoch nicht. Wer beides verstehen will, findet im Beitrag zur Bedeutung der Lage in München die ergänzende Sicht.
Ein typisches Eckhaus an der Hohenzollernstraße, Baujahr 1903, sechs Wohneinheiten, 540 m² Wohnfläche, gehobener Originalzustand mit Stuck und Kassettentüren, in den 2010er-Jahren teilsaniert. Wert 1914 nach Bauteilbewertung: 1.380 Mark/m² × 540 m² = 745.200 Mark, plus 12 % Sanierungs-Zuschlag = 834.624 Mark. Bei Index 24,5 ergibt das einen gleitenden Neubauwert von rund 20,4 Mio €. Der Versicherungsschein der Erbengemeinschaft wies 11,8 Mio € aus – eine Unterversicherung von 42 %. Für eine fundierte Begleitung ähnlicher Konstellationen siehe den Beitrag Immobilie geerbt München.
Ein 1962 errichtetes Reihenmittelhaus, 165 m² Wohnfläche, 2022 mit Wärmepumpe, neuen Fenstern, Außendämmung und Photovoltaik komplett saniert (Investitionsvolumen 285.000 €). Wert 1914 vor Sanierung: 980 Mark/m² × 165 m² = 161.700 Mark. Nach Sanierung mit 18 % Modernisierungs-Zuschlag: 190.806 Mark. Aktueller gleitender Neubauwert bei Index 24,5: rund 4,67 Mio €. Die alte Versicherungssumme stand bei 3,2 Mio € – Lücke 31 %. Welche Sanierungs-Maßnahmen den Wert 1914 wie stark bewegen, zeigt der Ratgeber zur Heizungsgesetz GEG 2024 in München.
Ein Gewerbeobjekt in Unterhaching, 480 m² Bürofläche und 1.250 m² Lagerhalle, Baujahr 1989, technisch in Schuss aber mit verschiedenen Modernisierungen seit 2010. Bei Gewerbe ist die Wert-1914-Bewertung anspruchsvoller, weil unterschiedliche m²-Kennwerte für Büro (ca. 950 Mark) und Halle (ca. 510 Mark) zusammenfließen. Ergebnis: 480 × 950 + 1.250 × 510 = 1.093.500 Mark Wert 1914, plus 8 % Modernisierungs-Zuschlag = 1.180.980 Mark. Gleitender Neubauwert: rund 28,9 Mio €. Hier zeigte sich, dass die Police mit fester Versicherungssumme von 18 Mio € seit Jahren nicht mehr angepasst worden war – ein klassischer Gewerbe-Fall, der ohne aktive Prüfung unsichtbar bleibt. Für Eigentümer in dieser Konstellation ist der Beitrag zu Gewerbeimmobilien München die richtige Anlaufstelle.
Drei Lebenslagen verlangen zwingend eine Wert-1914-Neubewertung. Bei Sanierungen reicht es nicht, den Versicherer formlos zu informieren – die wertbildenden Maßnahmen müssen quantifiziert und im Versicherungsschein dokumentiert werden. Wärmepumpe, Außendämmung, hochwertige Bäder, ausgebauter Speicher, Aufzug, Photovoltaik: jede dieser Komponenten hat einen definierbaren Wert-1914-Zuschlag, der ohne Dokumentation im Schadensfall verloren geht.
Bei Erbschaft gilt: Der Versicherungsvertrag geht auf die Erben über, aber die zugrunde liegende Wert-1914-Berechnung kann zwei oder drei Jahrzehnte alt sein. Damals waren Bäder mit halber Ausstattung Standard, heute Walk-in-Duschen und Fußbodenheizung. Die Folge: strukturelle Unterversicherung im Erbfall. Wer eine geerbte Immobilie nicht verkauft, sondern hält oder vermietet, sollte die Wert-1914-Prüfung in den ersten 12 Monaten nach Erbantritt machen lassen. Vertiefend dazu der Ratgeber Erben und Schenken im Hochpreissegment München.
Verwechslungs-Falle: Der Wert 1914 ist kein Verkehrswert und keine Verkaufsgrundlage. Er bildet ausschließlich die Wiederherstellungs-Kosten ab und ignoriert Lage, Marktstimmung, Mietfluss und Bodenwert. Für Verkaufs- oder Beleihungs-Zwecke wird parallel eine separate Bewertung benötigt – das vermittelt der Beitrag zur kostenlosen Online-Immobilienbewertung in München. Sehr häufig prüfen wir bei FT Immobilien 24 beide Werte parallel, weil sich daraus für Eigentümer wichtige Erkenntnisse ergeben: Liegt der Verkehrswert deutlich unter dem gleitenden Neubauwert, deutet das auf hohen Bodenwertanteil – ein typisches Münchner Innenstadt-Phänomen.
Bei Unternehmensimmobilien und Holdings wird der Wert 1914 zudem für die korrekte AfA-Aufteilung relevant. Die strikte Trennung zwischen Boden- und Gebäudeanteil – und damit der Bemessungsgrundlage für Abschreibungen – nutzt häufig denselben Bauteil-Datensatz, der auch für den Wert 1914 zugrunde gelegt wird. Hintergründe und Praxisfolgen liefert der Beitrag zu Wertgutachten und AfA für Vermieter 2026.
Sie besitzen einen Münchner Altbau, ein saniertes Reihenhaus, eine Gewerbeimmobilie in Oberbayern oder eine geerbte Bestandsimmobilie und wollen den Wert 1914 sachverständig prüfen lassen? Wir kombinieren Bauteilbewertung, Sanierungs-Anrechnung und aktuelle Indexlogik mit 20 Jahren Marktkenntnis. Unverbindlich, vertraulich, ohne Verkaufsdruck.
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Der Wert 1914 ergibt sich aus Wohn-/Nutzfläche multipliziert mit dem Bauwertkennwert in Mark/m² je nach Ausstattungsstandard, ergänzt um Sonderzuschläge für Sanierungen und besondere Ausstattungselemente. Multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex des Statistischen Bundesamts ergibt sich der gleitende Neubauwert als Versicherungssumme. Mehr in unserem Ratgeber zu den Faktoren der Immobilienbewertung.
Immer dann, wenn die Sanierung den Wiederherstellungswert messbar erhöht – also bei energetischer Vollsanierung, neuer Heizungstechnik (Wärmepumpe, Pellets), Dachausbau, Anbau, Aufzug-Einbau oder hochwertiger Bäder-Erneuerung. Faustregel: Ab 5 % Werterhöhung gegenüber dem Bestand sollte gemeldet werden. Ohne Meldung verfällt der Mehrwert im Schadensfall.
Bei einem Schaden wird die Versicherungsleistung anteilig gekürzt – wer 30 % unterversichert ist, bekommt im Schadensfall 30 % weniger ausgezahlt, auch bei Teilschäden. Bei Totalschaden eines Münchner Altbaus mit 4 Mio € Wiederherstellungswert und 30 % Unterversicherung fehlen schnell 1,2 Mio €. Ein vereinbarter Unterversicherungs-Verzicht schützt davor – aber nur bei korrekter Wert-1914-Anfangsangabe.
Bei Altbauten ab Baujahr 1949 oder älter, bei Mehrfamilienhäusern mit Sanierungs-Historie und bei Objekten mit über 1 Mio € Versicherungssumme lohnt sich eine sachverständige Bauteilbewertung praktisch immer. Die Investition liegt typischerweise zwischen 600 und 1.800 €, der Schutz vor Unterversicherung im sechs- oder siebenstelligen Bereich.
Der Wert 1914 ist die fiktive Bauwertsumme in Goldmark des Jahres 1914 und bleibt konstant. Der aktuelle Neubauwert (gleitender Neubauwert) entsteht durch Multiplikation mit dem aktuellen Baupreisindex und ändert sich quartalsweise. In der Police steht meist der Wert 1914; die Versicherungssumme wird im Schadensfall mit dem dann gültigen Index neu berechnet.
Grundsätzlich kann der Versicherer den Wert auf Basis pauschaler Schätzformulare festlegen – das ist der häufigste Fall und liefert oft zu niedrige Werte. Sachverständig ermittelt wird er durch öffentlich bestellte oder zertifizierte Gutachter mit Bauteilbewertungs-Kompetenz. Bei FT Immobilien 24 arbeiten wir mit qualifizierten Immobiliensachverständigen in München zusammen.
In drei Schritten: Erstgespräch und Sichtung der bestehenden Police; Vor-Ort-Termin mit Bauteilaufnahme und Sanierungs-Dokumentation; schriftliche Indikation mit Wert 1914, gleitendem Neubauwert und konkretem Anpassungsvorschlag für den Versicherer. Für Münchner Bestandsobjekte typischerweise 5 bis 10 Werktage.
Bei Gewerbeimmobilien wird oft mit fixen Versicherungssummen statt mit Indexkopplung gearbeitet, was regelmäßig manuelle Anpassungen erfordert. Außerdem fließen unterschiedliche m²-Kennwerte für Büro, Halle, Werkstatt und Lager parallel ein. Eine pauschalisierte Berechnung wie bei Wohngebäuden funktioniert nicht – jede Nutzungsart braucht ihre eigene Bauwertsumme. Mehr im Beitrag zu Gewerbeimmobilien München.
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Datengrundlage: Statistisches Bundesamt Baupreisindex Wohngebäude (Mai 2026), VdS Wohngebäude-Versicherung Standardunterlagen, GDV-Branchendaten 2025, Sachverständigentabellen für Bauteilbewertung. Eigene Auswertung FT Immobilien 24 Beratungsmandate Wert-1914-Prüfung 2024–2026.
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite sind keine versicherungsrechtliche Beratung. Eine verbindliche Wert-1914-Ermittlung erfolgt stets durch eine sachverständige Bauteilbewertung mit Vor-Ort-Aufnahme. Für die versicherungsvertragliche Würdigung empfehlen wir die Einbindung eines spezialisierten Versicherungsmaklers oder Versicherungsberaters.
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