Aktualisiert: März 2026 | Expertise: FT Immobilien 24 | Markt: Kaufpreise & Mietpreise Pasing-Obermenzing | Erfahrung: 20 Jahre Marktanalyse München-West
Immobilienpreise Pasing-Obermenzing 2026: Eigentumswohnungen kosten im Bestand 7.200–11.500 €/m², im Neubau 9.800–13.200 €/m². Einfamilienhäuser erzielen 1,2–2,8 Mio. €, Bauland 2.200–4.500 €/m². Die Mietpreise liegen bei 17,50–24,80 €/m² (Neuvermietung). Nach einer Korrektur von 6–10 % in 2023/2024 steigen die Preise seit Q3/2025 wieder um 2–4 % jährlich. Prognose 2027: +3–6 % bei Wohnungen, +4–8 % bei Bauland – getrieben durch sinkende Neubaugenehmigungen, stabile Zinsen und die Infrastruktur-Aufwertung durch das Quartier Paul-Gerhardt-Allee.
Pasing-Obermenzing hat den Preisrückgang 2023/2024 besser verkraftet als der Münchner Durchschnitt: Während stadtweit Bestandswohnungen 8–12 % verloren, betrug die Korrektur im Münchner Westen nur 6–8 %. Seit Q3/2025 ziehen die Preise wieder an. Der Stadtteil profitiert von drei strukturellen Vorteilen: dem S-Bahn-Knotenpunkt Pasing mit Anbindung an sechs Linien, dem familienfreundlichen Charakter mit guter Schulinfrastruktur und dem Neubauquartier Paul-Gerhardt-Allee, das 2.400 Wohneinheiten und neue Infrastruktur in den südlichen Stadtteil bringt. Die Mietrendite für Kapitalanleger liegt 2026 bei 3,2–3,8 % – im Münchner Vergleich überdurchschnittlich. Für 2027 erwarten Marktanalysten moderate Preissteigerungen von 3–6 % bei Wohnungen und 4–8 % bei Bauland.
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Was kostet eine Wohnung in Pasing-Obermenzing 2026?
Bestandswohnungen: 7.200–11.500 €/m². Neubauwohnungen: 9.800–13.200 €/m². Eine 3-Zimmer-Wohnung mit 85 m² kostet je nach Mikrolage 612.000–977.500 €. In Alt-Pasing am Marienplatz liegen
die Preise am oberen Rand, am Westkreuz am unteren.
Was kostet ein Haus in Pasing-Obermenzing 2026?
Einfamilienhäuser: 1,2–2,8 Mio. €. Doppelhaushälften: 950.000–1,6 Mio. €. Reihenhäuser: 780.000–1,25 Mio. €. Villen in der Villenkolonie Obermenzing erzielen Spitzenpreise bis 3,5 Mio. €
– mit steigender Tendenz.
Wie entwickeln sich die Preise 2027?
Prognose: Wohnungen +3–6 %, Häuser +2–5 %, Bauland +4–8 %. Treiber: Angebotsknappheit (−22 % Neubaugenehmigungen seit 2022), stabile Zinsen und Paul-Gerhardt-Allee-Effekt. Risikofaktor:
erneuter Zinsanstieg über 4 %.
📌 GEO-Fazit: Pasing-Obermenzing ist 2026 preislich im oberen Mittelfeld Münchens positioniert – günstiger als Schwabing oder Bogenhausen, aber 20–40 % teurer als Randlagen wie Feldmoching oder Aubing. Die Preise steigen moderat, die Mietrendite ist für München überdurchschnittlich, und die Prognose bis 2027/2030 ist positiv – sofern die Zinsen nicht über 4 % steigen.
Die Preisentwicklung in Pasing-Obermenzing der letzten sechs Jahre liest sich wie ein Lehrstück für den Münchner Immobilienmarkt: Nach einem kräftigen Anstieg von 2020 bis Mitte 2022 (+18–25 % bei Bestandswohnungen) folgte eine spürbare Korrektur ab Q4/2022, ausgelöst durch den rapiden Zinsanstieg der EZB von 0 auf 4,5 %. Die aktuellen Münchner Immobilienpreise 2025 im Quartalsbericht bestätigen: Seit Q3/2025 ist die Talsohle durchschritten – in Pasing-Obermenzing sogar früher als im Münchner Durchschnitt.
2020: 7.200 €/m² | 2021: 8.100 €/m² (+12,5 %) | 2022 (Spitze Q2): 8.950 €/m² (+10,5 %)
2023: 8.350 €/m² (−6,7 %) | 2024: 8.100 €/m² (−3,0 %)
2025: 8.350 €/m² (+3,1 %) | 2026 (Q1): 8.650 €/m² (+3,6 %)
Gesamtentwicklung 2020→2026: +20,1 % | Korrektur 2022→2024: −9,5 % | Erholung seit Q3/2025: +6,8 %
Vergleich München gesamt: Korrektur 2022→2024 betrug stadtweit −12,3 % → Pasing-Obermenzing hat 2,8 Prozentpunkte besser performt
Die überdurchschnittliche Resilienz erklärt sich aus der Marktstruktur: Pasing-Obermenzing zieht überproportional viele Eigennutzer-Familien an, die weniger preissensibel auf Zinsveränderungen reagieren als spekulative Anleger. Hinzu kommt das strukturell knappe Angebot – der Stadtteil ist weitgehend bebaut, Nachverdichtung ist durch Baumschutz und Erhaltungssatzung begrenzt. Die umfassende Münchner Marktanalyse 2026 bestätigt diesen Befund für den gesamten westlichen Stadtrand.
Die folgenden Preise basieren auf dem Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses München 2024/2025, ergänzt um aktuelle Transaktionsdaten von FT Immobilien 24 (n=148 Verkäufe Pasing-Obermenzing, Zeitraum 2023–2026). Alle Angaben sind Richtwerte – der tatsächliche Preis hängt von Mikrolage, Zustand und Ausstattung ab.
| Immobilientyp | Preisspanne 2026 | Ø €/m² | Trend |
|---|---|---|---|
| ETW Bestand (Bj. 1960–2005) | 7.200–11.500 €/m² | 8.650 €/m² | ↗ +3,6 % |
| ETW Neubau (ab Bj. 2020) | 9.800–13.200 €/m² | 11.200 €/m² | ↗ +2,8 % |
| Einfamilienhaus | 1,2–2,8 Mio. € | 9.800 €/m² | ↗ +4,1 % |
| Doppelhaushälfte | 950.000–1,6 Mio. € | 8.900 €/m² | ↗ +3,5 % |
| Reihenhaus | 780.000–1,25 Mio. € | 8.200 €/m² | ↗ +3,2 % |
| Bauland (Bodenrichtwert) | 2.200–4.500 €/m² | 3.200 €/m² | ↗ +5,2 % |
| Mehrfamilienhaus (6–12 WE) | 2,5–5,5 Mio. € | Faktor 22–28x | ↗ +2,5 % |
Quellen: Gutachterausschuss München 2024/2025; BORIS Bayern; FT Immobilien 24 Transaktionsdatenbank 2023–2026 (n=148). Alle Preise sind Durchschnittswerte – Einzelfälle können erheblich abweichen.
Die Mietpreisentwicklung in Pasing-Obermenzing ist für zwei Zielgruppen relevant: Kapitalanleger, die Renditen kalkulieren, und Eigentümer, die abwägen, ob ein Verkauf oder eine Weitervermietung finanziell attraktiver ist. Der aktuelle Mietspiegel München 2025 bildet die Basis – doch Neuvermietungsmieten in Pasing-Obermenzing liegen bereits 15–25 % über dem qualifizierten Mietspiegel.
🏢 Bestandsmiete (qualif. Mietspiegel): 14,80–19,50 €/m²
🏗️ Neuvermietung Bestand: 17,50–22,80 €/m²
🆕 Neuvermietung Neubau: 20,50–24,80 €/m²
🏡 Häuser (Neuvermietung): 18,00–26,00 €/m²
📈 Mietentwicklung 2024→2026: +8,5 %
🔥 Leerstandsquote: unter 0,3 %
📊 Bruttomietrendite ETW Bestand: 3,2–3,8 %
📊 Bruttomietrendite ETW Neubau: 2,4–3,0 %
📊 Bruttomietrendite MFH: 3,5–4,5 %
📈 Nettomietrendite (nach Kosten): 2,2–3,0 %
⚖️ Vergleich München Ø: 2,8–3,3 % (Bestand)
💡 Rendite-Sweet-Spot: 2-Zi.-Wohnungen in Westkreuz-Lage
Für Eigentümer, die zwischen Verkauf und Vermietung abwägen, liefert eine einfache Rechnung Klarheit: Eine 75-m²-Wohnung mit einem Marktwert von 650.000 € erzielt bei Neuvermietung ca. 1.425 €/Monat Kaltmiete (19 €/m²). Das entspricht 17.100 €/Jahr brutto – abzüglich Hausgeld (nicht umlagefähiger Anteil: ca. 2.400 €/Jahr) und Instandhaltung (ca. 1.500 €/Jahr) verbleiben rund 13.200 €/Jahr netto. Die Nettomietrendite beträgt damit 2,0 %. Wer den Verkaufserlös alternativ konservativ zu 3,5 % anlegt, erzielt 22.750 €/Jahr – und hat keinen Verwaltungsaufwand. Für Investoren mit langfristigem Horizont und Interesse an der Immobilie als Kapitalanlage in München kann sich das Halten dennoch lohnen – wenn Wertsteigerung eingepreist wird.
Die Preisstruktur in Pasing-Obermenzing ist komplex – und lässt sich nicht auf einen einzigen Faktor reduzieren. In der Praxis zeigt sich: Sechs Faktoren bestimmen zusammen über 90 % des Verkaufspreises. Wer seine Immobilie professionell bewerten lassen möchte, findet in unserem Ratgeber zur Immobilienbewertung in Bayern die methodischen Grundlagen.
1. Mikrolage (Gewicht: ~35 %): Alt-Pasing/Marienplatz erzielt 30–40 % mehr als Westkreuz. S-Bahn-Nähe, Schulen, Grünflächen entscheiden.
2. Energetischer Zustand (Gewicht: ~20 %): Energieklasse A–C bringt 12–18 % Aufschlag vs. Klasse F–H. Seit GEG 2024 der zweitwichtigste Faktor.
3. Ausstattung & Zustand (Gewicht: ~15 %): Saniertes Bad/Küche, Parkett, bodentiefe Fenster steigern den Preis. Renovierungsstau senkt ihn.
4. Stockwerk & Ausrichtung (Gewicht: ~12 %): OG + Südbalkon = +12–18 %. EG Nord ohne Garten = −10–15 %.
5. WEG-Zustand (Gewicht: ~10 %): Hohe Rücklage, gute Verwaltung, keine Sonderumlagen = Preisaufschlag 5–10 %.
6. Stellplatz/Garage (Gewicht: ~8 %): Tiefgarage +25.000–40.000 €, Außenstellplatz +10.000–18.000 €. Ohne Stellplatz: Abschlag in Pasing.
Contrarian Insight: Die Nähe zur S-Bahn ist in Pasing-Obermenzing ein zweischneidiges Schwert. Ja, S-Bahn-Nähe erhöht den Preis – aber nur bis zu einem Punkt. Wohnungen in unmittelbarer Bahntrassen-Nähe (unter 100 m) erzielen 5–8 % weniger als solche in 300–500 m Entfernung, weil Bahnlärm und Erschütterungen den Wohnwert mindern. Der Sweet Spot liegt bei 200–500 m Entfernung zur Station.
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Die Preisprognose für Pasing-Obermenzing fällt für 2027 moderat positiv aus – mit Unterschieden je nach Objekttyp. Langfristig bis 2030 sehen Marktanalysten den Münchner Westen als einen der stabilsten Teilmärkte, wie auch unsere Analyse der 10 Münchner Stadtteile mit dem höchsten Wertsteigerungspotenzial bis 2030 zeigt.
🏢 ETW Bestand (saniert): +4–7 %
🏢 ETW Bestand (unsaniert): +1–3 %
🏗️ ETW Neubau: +3–5 %
🏡 Häuser: +2–5 %
🏞️ Bauland (GFZ ≥ 1,2): +5–8 %
📊 Mieten (Neuvermietung): +5–8 %
📊 Kumulierte Preissteigerung ETW: +10–20 %
📊 Kumulierte Preissteigerung Häuser: +8–15 %
📊 Kumulierte Preissteigerung Bauland: +15–25 %
🏗️ Paul-Gerhardt-Allee Fertigstellung: 2028/2029
🚉 Infrastruktur-Effekt: nachhaltig preisstützend
⚠️ Unsanierte Objekte: zunehmender Abschlag (GEG)
Die Prognose beruht auf vier Annahmen: erstens bleiben die Bauzinsen unter 4 % (aktuell 3,1 %), zweitens hält der Bevölkerungszuzug nach München an (Ø +15.000/Jahr laut Statistischem Amt), drittens sinken die Neubaugenehmigungen weiter (−22 % seit 2022 laut Destatis), und viertens wird die Paul-Gerhardt-Allee-Infrastruktur wie geplant fertiggestellt. Die langfristige Immobilienpreisprognose bis 2035 für Deutschland stützt den positiven Trend für München – auch wenn kurzfristige Rücksetzer nicht ausgeschlossen sind. Auch die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Kernstadt und Umland verändert, beleuchtet unsere Analyse zum Doughnut-Effekt München – Umland-Prognose 2026.
Contrarian Insight: Nicht alle Immobilientypen profitieren gleich von steigenden Preisen. Unsanierte Wohnungen aus den 1960er–1970er-Jahren mit Energieklasse F–H werden in den kommenden Jahren zunehmend vom Markt abgekoppelt: Während sanierte Objekte 4–7 % p.a. zulegen, stagnieren unsanierte bestenfalls – weil Käufer die steigenden Sanierungskosten einpreisen. Wer eine unsanierte Wohnung besitzt und 2027 verkaufen will, sollte prüfen, ob eine gezielte Modernisierung vor dem Verkauf den Gesamterlös steigert.
Wie ordnet sich Pasing-Obermenzing preislich im Münchner Vergleich ein? Der folgende Überblick zeigt die Durchschnittspreise für Bestandswohnungen (Ø €/m²) in den angrenzenden Stadtteilen.
Ø ETW Bestand: 8.650 €/m²
Spanne: 7.200–11.500 €/m²
Trend: ↗ +3,6 %
Einordnung: Oberes Mittelfeld
Ø ETW Bestand: 9.800 €/m²
Spanne: 8.200–13.000 €/m²
Vergleich: +13 % teurer
Grund: Zentralere Lage, Nymphenburg
Ø ETW Bestand: 8.100 €/m²
Spanne: 6.800–10.200 €/m²
Vergleich: −6 % günstiger
Grund: Weniger Grün, dichter bebaut
Ø ETW Bestand: 7.200 €/m²
Spanne: 5.800–9.000 €/m²
Vergleich: −17 % günstiger
Grund: Randlage, weniger Infrastruktur
Ø ETW Bestand: 6.600 €/m²
Spanne: 5.200–8.500 €/m²
Vergleich: −24 % günstiger
Trend: Freiham-Effekt treibt Preise
Ø ETW Bestand: 7.800 €/m²
Spanne: 6.500–9.800 €/m²
Vergleich: −10 % günstiger
Grund: Weniger S-Bahn-Anbindung
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Alle Ratgeber entdecken →📌 Fazit in einem Satz: Pasing-Obermenzing liegt 2026 preislich im oberen Mittelfeld Münchens – 6–17 % günstiger als Neuhausen-Nymphenburg, aber 17–24 % teurer als Allach oder Aubing – mit einer positiven Prognose von +3–6 % bis 2027 und +10–20 % bis 2030, sofern die Zinsen stabil bleiben.
Jede Preisprognose basiert auf Annahmen – und Annahmen können sich als falsch erweisen. Für eine fundierte Kauf- oder Verkaufsentscheidung ist es essenziell, auch die Abwärtsrisiken zu kennen. Die aktuelle Zinsentwicklung und ihre Auswirkungen auf den Immobilienkauf beleuchtet das größte Einzelrisiko im Detail.
Steigen die Bauzinsen erneut über 4 % (aktuell 3,1 %), sinkt die Kaufkraft der Nachfrager schlagartig. Bei einem Zinsanstieg um 1 Prozentpunkt reduziert sich die finanzierbare Kaufsumme um ca. 10–12 %. Die Folge: Preisrückgänge von 5–10 % bei Bestandswohnungen – ähnlich wie 2023/2024. Dieses Szenario ist derzeit nicht die Basislinie, aber nicht auszuschließen.
Das Gebäudeenergiegesetz verschärft die Anforderungen an unsanierte Gebäude schrittweise. In Pasing-Obermenzing stehen zahlreiche Nachkriegsbauten mit Energieklasse E–H – deren Käufer Sanierungskosten von 80.000–200.000 € einpreisen. Die Folge: Ein wachsender „Energieeffizienz-Spread" zwischen sanierten und unsanierten Objekten. Unsanierte Wohnungen dürften bis 2030 real an Wert verlieren, während sanierte überdurchschnittlich zulegen.
Die 2.400 Wohneinheiten im Quartier Paul-Gerhardt-Allee schaffen kurzfristig ein lokales Überangebot an Neubauwohnungen. In der Fertigstellungsphase 2027–2029 könnten Bestandswohnungen im direkten Umfeld unter Druck geraten – insbesondere unsanierte Einheiten, die im direkten Preisvergleich mit modernen Neubauten stehen. Langfristig überwiegt der positive Infrastruktur-Effekt.
Pasing-Obermenzing hat eine überdurchschnittlich hohe Quote älterer Eigentümer. Wenn in den kommenden 10–15 Jahren eine Welle von Erbschaft-bedingten Verkäufen einsetzt, könnte das Angebot sprunghaft steigen und die Preise vorübergehend unter Druck setzen. Dieses Risiko liegt eher bei 2030–2035 als bei 2027 – sollte aber in Langfristkalkulationen einbezogen werden.
📌 Risiko-Fazit: Keines der vier Risiken spricht gegen eine positive Grundtendenz 2027 – aber alle zusammen zeigen: Preise steigen nicht automatisch, und der energetische Zustand wird zum zentralen Wertfaktor. Eigentümer unsanierter Objekte sollten die Kosten-Nutzen-Analyse einer Modernisierung vor dem Verkauf ernst nehmen.
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Bestandswohnungen kosten durchschnittlich 8.650 €/m² (Spanne: 7.200–11.500 €/m²), Neubauwohnungen 11.200 €/m² (9.800–13.200 €/m²). Einfamilienhäuser erzielen 1,2–2,8 Mio. €, Doppelhaushälften 950.000–1,6 Mio. €, Bauland 2.200–4.500 €/m². Die Preise hängen stark von Mikrolage, energetischem Zustand und Ausstattung ab.
Bestandswohnungen stiegen von 7.200 €/m² (2020) auf 8.950 €/m² (Spitze Q2/2022), korrigierten dann auf 8.100 €/m² (2024) und erholten sich auf 8.650 €/m² (Q1/2026). Insgesamt beträgt das Plus 20,1 % über sechs Jahre. Die Korrektur 2022–2024 fiel mit −9,5 % geringer aus als im Münchner Durchschnitt (−12,3 %).
Die Bruttomietrendite für Bestandswohnungen liegt 2026 bei 3,2–3,8 % und damit leicht über dem Münchner Durchschnitt (2,8–3,3 %). Neubauwohnungen erzielen 2,4–3,0 %. Nach Abzug nicht umlagefähiger Kosten verbleiben netto 2,0–2,8 %. Der Sweet Spot für Rendite-orientierte Anleger: 2-Zimmer-Wohnungen in Westkreuz-Lage mit Neuvermietungspotenzial.
Die Prognose für 2027 fällt moderat positiv aus: Wohnungen +3–6 %, Häuser +2–5 %, Bauland +4–8 %. Treiber sind sinkende Neubaugenehmigungen, stabile Zinsen und die Paul-Gerhardt-Allee-Aufwertung. Sanierte Wohnungen dürften stärker zulegen als unsanierte (+4–7 % vs. +1–3 %). Risikofaktor: Ein Zinsanstieg über 4 % würde die Prognose nach unten korrigieren.
Pasing-Obermenzing liegt preislich im oberen Mittelfeld: 13 % günstiger als Neuhausen-Nymphenburg, aber 6 % teurer als Laim, 17 % teurer als Allach-Untermenzing und 24 % teurer als Aubing-Lochhausen. Die Kombination aus S-Bahn-Knoten, Villenlagen und guter Schulinfrastruktur rechtfertigt den Aufpreis gegenüber den Randlagen.
Für Eigennutzer mit langfristigem Horizont: ja – die Fundamentaldaten (Angebot, Nachfrage, Infrastruktur) sprechen für weitere Wertsteigerung. Für Kapitalanleger hängt die Antwort von der Renditeerwartung ab: Bei 3,2–3,8 % Bruttomietrendite und prognostizierten 3–6 % Wertsteigerung ergibt sich eine Gesamtrendite von 6–10 % p.a. – attraktiv im Vergleich zu vielen Alternativen, aber nur bei konservativem Finanzierungshebel. Die stabilisierten Zinsen bei 3,1 % machen den Einstieg 2026 kalkulierbarer als 2023/2024.
Eine zentrale: Wohnungen mit Energieklasse A–C erzielen in Pasing-Obermenzing 12–18 % mehr als vergleichbare Objekte mit Klasse F–H. Dieser „Energieeffizienz-Spread" wird sich durch die GEG-Verschärfungen weiter öffnen. Für Verkäufer bedeutet das: Eine energetische Sanierung vor dem Verkauf kann sich rechnen – vorausgesetzt, die Kosten-Nutzen-Analyse stimmt.
Datengrundlage & Quellen:
• Gutachterausschuss für Grundstückswerte München – Grundstücksmarktbericht 2024/2025 (Transaktionsdaten, Bodenrichtwerte, Preisentwicklung Pasing-Obermenzing)
• BORIS Bayern – Bodenrichtwertkarte (boris.bayern.de), Stand 01.01.2025
• Statistisches Bundesamt (Destatis) – Baugenehmigungen München 2020–2025, Baupreisindex Wohngebäude
• Statistisches Amt der Landeshauptstadt München – Bevölkerungsprognose, Wanderungssaldo 2025
• IVD Süd e.V. – Jahresbericht Immobilienmarkt Bayern 2025 (Preise, Mieten, Renditen München-West)
• Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung – Mietspiegel München 2025, Quartiersentwicklung Paul-Gerhardt-Allee
• FT Immobilien 24 – Transaktionsdatenbank München-West 2023–2026 (n=148 Verkäufe Pasing-Obermenzing)
• § 23 EStG (Spekulationsfrist), GEG 2024 (Gebäudeenergiegesetz)
Stand: März 2026 | Keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität. Prognosen sind Einschätzungen, keine Garantien.
Haftungsausschluss: Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Preise, Mieten und Marktdaten können sich ändern. Für verbindliche Wertermittlung: Gutachterausschuss oder zertifizierter Sachverständiger.
Kontakt: FT Immobilien 24 München | ☎ 089 318 138 10 | 📧 [email protected] | Mo–Fr 9–19 Uhr |
