Aktualisiert: Juli 2026 | Autor: Franco Tortorici, FT Immobilien 24 | Datenbasis: Gutachterausschuss München, eigene Transaktionen im Bezirk 24 | Lesezeit: 9 Min.
Münchens nördlichster Bezirk ist der Markt mit dem niedrigsten Einstiegsniveau und den größten Flächenreserven der Stadt: Wohnungen kosten 5.800 bis 7.500 Euro pro Quadratmeter, Siedlungshäuser rund um den Feldmochinger Dorfkern und die Dreiseenplatte beginnen unter einer Million Euro. Gleichzeitig hält der Bezirk drei Zukunftskarten: die U2-Anbindung mit Ausbauperspektive, die Lerchenauer und Fasanerie-Seen als unterschätzte Lagequalität und Münchens letzte große Entwicklungsflächen im Norden. Für 2027 erwarten wir überdurchschnittliches Aufholpotenzial – mit der für Entwicklungslagen typischen längeren Zeitachse.
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Der 24. Bezirk ist Münchens ländlichster – und vielschichtiger als sein Ruf. Feldmoching selbst hat seinen Dorfkern bewahrt: Bauernhäuser, Höfe in Familienbesitz seit Jahrhunderten, dazu Siedlungsgürtel und S-/U-Bahn-Halt. Das Hasenbergl – als Großsiedlung der 1960er gebaut und lange stigmatisiert – hat sich mit Sanierungsprogrammen, U2-Anschluss und Nachverdichtung spürbar gewandelt; hier liegen die günstigsten Wohnungspreise der Stadt. Die Lerchenau und die Fasanerie sind die Siedler- und Seenlagen: Häuser der Zwischen- und Nachkriegszeit auf großen Grundstücken, viele in Erstbesitzer-Nachfolge, mit Lerchenauer See und Fasaneriesee als Naherholung vor der Tür. Das Lebensgefühl beschreibt Wohnen in Feldmoching-Hasenbergl.
Feldmoching-Hasenbergl ist Münchens Einstiegsmarkt – mit entsprechender Zinssensibilität: Die Korrektur 2022 bis 2024 fiel hier deutlich aus, die Erholung läuft seit 2025 mit der Zinsstabilisierung. Aktuell erzielen sanierte Wohnungen 5.800 bis 7.500 Euro pro Quadratmeter – im Hasenbergl am unteren, in Seenähe am oberen Rand; unsanierter Bestand handelt ab etwa 5.000 Euro und markiert damit den städtischen Boden. Siedlungshäuser in Lerchenau, Fasanerie und Feldmoching kosten 750.000 bis 1,1 Millionen Euro – wobei auf den großzügigen Parzellen regelmäßig der Boden- den Gebäudewert übersteigt. Die laufende Datenreihe führt unsere Seite Immobilienpreise Feldmoching-Hasenbergl 2025/2026; die Gesamtmarkt-Einordnung die München Immobilienmarkt Prognose 2027.
Lerchenauer See, Fasaneriesee, Feldmochinger See – kein anderer Stadtbezirk hat drei Badeseen, und kaum eine Lagequalität wird vom Markt so wenig bepreist. Während Seenähe im Münchner Süden und Umland fünf- bis sechsstellige Aufschläge trägt, handeln die Häuser rund um die Dreiseenplatte noch weitgehend im Bezirksdurchschnitt – ein Bewertungsanachronismus, der sich mit jeder Käufergeneration weiter auflöst: Für Familien, die Homeoffice-Tage mit Seezugang kombinieren, ist die Fasanerie heute ein Argument, das es vor zehn Jahren nicht gab. Für Eigentümer in Seenähe heißt das: Die Mikrolage gehört prominent in Bewertung und Exposé – sie ist das Alleinstellungsmerkmal, das kein Nachbarbezirk bieten kann.
Der Bezirk hält Münchens letzte große Flächenreserven: Zwischen Feldmoching, Ludwigsfeld und der Stadtgrenze liegen die Areale, über deren langfristige Entwicklung die Stadt seit Jahren diskutiert – inklusive der zeitweise untersuchten Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Norden. Für Eigentümer von Grund und Höfen ist das eine Sonderlage mit zwei Seiten: langfristige Wertperspektive durch mögliche Baurechtsschaffung, aber auch planungsrechtliche Unsicherheit in der Zwischenzeit. Parallel wirkt die konkrete Infrastruktur bereits heute: Der U2-Anschluss ans Hasenbergl und die S1-Achse machen den Bezirk zum Pendler-Einstieg, und die Diskussion um Taktverdichtungen und Netzausbau im Norden läuft – wie stark Schienenperspektiven Bodenwerte bewegen, zeigt unsere Analyse zum U-Bahn-Ausbau und den Bodenrichtwerten. Wer im Bezirk Flächen hält, sollte den Planungsstatus kennen, bevor er über Verkauf oder Halten entscheidet – die Bodenwert-Grundlagen liefert Grundstück verkaufen Feldmoching-Hasenbergl.
Die Käuferschicht ist die preisbewussteste der Stadt – und wächst: Erstkäufer und junge Familien, für die der Bezirk der letzte Stadt-Einstieg unter den Umland-Alternativen ist; Aufwerter und Handwerker-Familien, die Siedlungshäuser mit Potenzial suchen; Kapitalanleger, die im Hasenbergl die höchsten Bruttorenditen des Stadtgebiets rechnen – die Kalkulationsbasis liefert der Mietspiegel Feldmoching-Hasenbergl, die Strategie-Einordnung unsere Übersicht Kapitalanlage Immobilien München 2027; und Landwirts- und Erbenfamilien als Angebotsseite – ein erheblicher Teil der Häuser kommt aus Nachlässen der Siedlergeneration; die Schritte begleitet Geerbtes Haus verkaufen Feldmoching-Hasenbergl.
Die Konkurrenz des Bezirks 24 sitzt nicht in München, sondern dahinter: Wer hier sucht, vergleicht mit Oberschleißheim, Karlsfeld oder Dachau. Die Rechnung fällt öfter für Feldmoching aus, als das Klischee vermuten lässt – Stadttarif im MVV, U-Bahn statt Regionalbahn-Abhängigkeit, Münchner Schulen und die Gewissheit, dass städtische Infrastrukturprogramme hier ankommen, während Umlandgemeinden auf eigene Haushalte angewiesen sind. Dazu kommt die Wertperspektive: Städtisches Bauland partizipiert an jeder Münchner Knappheitsrunde, Umland-Bauland nur gedämpft. Wie das Wechselspiel zwischen Stadt und Speckgürtel insgesamt funktioniert, analysiert unser Beitrag zum Doughnut-Effekt München–Umland.
Drei Verkäufer-Wahrheiten für den Norden. Erstens: Die Mikrolage macht den Unterschied – Seenähe, U2-Minuten und Dorfkern-Charakter sind die Argumente, die den Bezirksdurchschnitt schlagen; sie gehören quantifiziert ins Exposé. Zweitens: Beim Siedlungshaus zählt der Boden – auf den großzügigen Parzellen entscheidet die Dreifach-Bewertung aus Gebäude-, Boden- und Entwicklungswert, ob Familie oder Bauträger der richtige Käufer ist. Drittens: Bei Flächen den Planungsstatus klären – zwischen Bauerwartung und Außenbereich liegen Welten, und Halbwissen kostet hier mehr als überall sonst. Konkrete Verkaufsdaten liefert Wohnung verkaufen Feldmoching-Hasenbergl; den Gesamtablauf begleitet Immobilie verkaufen Feldmoching-Hasenbergl.
Für 2027 erwarten wir in Feldmoching-Hasenbergl überdurchschnittliches Aufholpotenzial mit längerer Zeitachse: Das niedrigste Preisniveau der Stadt trifft auf konkrete Infrastruktur (U2/S1), unterbepreiste Seenlagen und die Flächenperspektive des Nordens – aber die Einpreisung folgt hier dem Tempo der Planung, nicht der Schlagzeile. Benachbart liefern Milbertshofen-Am Hart und Moosach die Vergleichsmärkte. Unser Fazit: Der Bezirk 24 ist Münchens Geduldsmarkt – wer verkauft, sollte Mikrolage und Bodenwert voll ausschöpfen statt zum Bezirksklischee zu bepreisen; wer kauft, bekommt hier den letzten echten Einstiegspreis der Stadt mit Seen vor der Tür. Beides beginnt mit einer präzisen Bewertung – sprechen Sie mit uns.
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Siedlungshäuser kosten 750.000 bis 1,1 Millionen Euro – auf den großzügigen Parzellen übersteigt der Boden- regelmäßig den Gebäudewert. Seenahe Objekte tragen wachsende Aufschläge, die der Markt erst teilweise eingepreist hat.
Messbar: Sanierungsprogramme, der U2-Anschluss und Nachverdichtung haben aus der stigmatisierten Großsiedlung einen funktionierenden Wohnstandort gemacht – mit den günstigsten Wohnungspreisen und höchsten Bruttorenditen des Stadtgebiets. Das alte Image hinkt der Realität um Jahre hinterher.
Ein Alleinstellungsmerkmal, das kein Nachbarbezirk bietet: drei Badeseen im Stadtbezirk. Während Seenähe andernorts hohe Aufschläge trägt, handeln die Häuser hier noch weitgehend im Bezirksdurchschnitt – ein Bewertungsanachronismus, der sich mit jeder Käufergeneration weiter auflöst.
Eine Sonderlage mit zwei Seiten: langfristige Wertperspektive durch mögliche Baurechtsschaffung, aber planungsrechtliche Unsicherheit in der Zwischenzeit. Wer Flächen zwischen Feldmoching, Ludwigsfeld und Stadtgrenze hält, sollte den aktuellen Planungsstatus kennen, bevor er über Verkauf oder Halten entscheidet.
Erstkäufer und junge Familien, für die der Bezirk der letzte Stadt-Einstieg unter den Umland-Alternativen ist, Aufwerter mit Blick auf Siedlungshäuser, Kapitalanleger mit Rendite-Kalkül im Hasenbergl – und auf der Angebotsseite zunehmend Erbenfamilien der Siedlergeneration.
Für renditeorientierte Anleger ja: Die Kombination aus niedrigstem Einstiegspreis der Stadt, stabiler Mietnachfrage und U2-Anbindung liefert die höchsten Bruttorenditen des Stadtgebiets. Kalkuliert wird konservativ mit der Mietspiegel-Miete; geprüft wird der Zustand der jeweiligen Anlage.
Voraussichtlich überdurchschnittlich, aber mit längerer Zeitachse: Das niedrigste Niveau der Stadt trifft auf konkrete Infrastruktur, unterbepreiste Seenlagen und die Flächenperspektive des Nordens – die Einpreisung folgt dem Tempo der Planung.
Über diese Analyse: Erstellt von Franco Tortorici, FT Immobilien 24, Immobilienmakler in München seit 2007 mit laufender Transaktionspraxis im Münchner Norden. Datenbasis: Gutachterausschuss München, Mietspiegel München, eigene Verkäufe. Stand: Juli 2026.
Hinweis: Genannte Preisspannen sind Marktdurchschnitte; Flächen mit Entwicklungsperspektive erfordern grundsätzlich eine Einzelbewertung inklusive Planungsstatus.
