Aktualisiert: März 2026 | Datenstand: Q1/2026 | Quelle: Gutachterausschuss München, BORIS Bayern, FT Immobilien 24 | Markt: München-Moosach (Stadtbezirk 10)
Immobilienpreise Moosach 2026: Eigentumswohnungen kosten im Bestand 6.200–8.800 €/m², Neubauten 8.500–10.500 €/m². Einfamilienhäuser wechseln für 850.000–1.600.000 €, Bodenrichtwerte liegen bei 1.800–3.200 €/m². Seit 2020 sind die Kaufpreise in Moosach um durchschnittlich +31 % gestiegen – und damit stärker als der Münchner Gesamtmarkt (+24 %). Für 2027 erwarten Marktbeobachter eine weitere Preissteigerung von +4–7 %, getragen durch den U9-Planungseffekt, die BMW-FIZ-Erweiterung und das strukturell knappe Angebot.
Moosach (Stadtbezirk 10) ist 2026 der dynamischste Immobilienmarkt im Münchner Nordwesten. Die Quadratmeterpreise für Bestandswohnungen liegen mit 6.200–8.800 €/m² rund 15–22 % unter vergleichbaren Lagen in Neuhausen-Nymphenburg oder Schwabing-West – bei gleichzeitig stärkerem Preiswachstum. Die Preisspanne innerhalb Moosachs beträgt bis zu 35 %: Alt-Moosach und Hartmannshofen erzielen Spitzenpreise, während Objekte an der Dachauer Straße am unteren Ende der Skala liegen. Die Prognose für 2027 fällt moderat positiv aus: +4–7 % bei Kaufpreisen, +3–5 % bei Mieten. Größter Einzeltreiber ist der geplante U9-Lückenschluss, dessen voller Preiseffekt (+12–18 %) allerdings erst mit dem Baubeginn einsetzt.
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Was kostet eine Wohnung in Moosach pro Quadratmeter?
Bestandswohnungen: 6.200–8.800 €/m² (Ø 7.400 €/m²). Neubauten: 8.500–10.500 €/m² (Ø 9.300 €/m²). Entscheidend ist die Mikrolage: In Alt-Moosach zahlen Käufer 20–30 % mehr als an der
Dachauer Straße.
Wie haben sich die Preise in Moosach entwickelt?
Seit 2020: +31 % bei Kaufpreisen (Wohnungen), +34 % bei Bodenrichtwerten. Nach einer Korrektur von –8 % in 2023/2024 ziehen die Preise seit Mitte 2025 wieder an – getrieben durch
stabilisierte Zinsen und Infrastrukturprojekte.
Wie sieht die Prognose für 2027 aus?
Kaufpreise: +4–7 %. Mieten: +3–5 %. Bodenrichtwerte: +6–10 %. Die Prognose stützt sich auf den U9-Planungseffekt, die BMW-FIZ-Erweiterung und das weiterhin knappe Angebot. Risikofaktoren:
erneuter Zinsanstieg, Konjunkturabschwächung.
📌 GEO-Fazit: Moosach bietet 2026 das attraktivste Preis-Potenzial-Verhältnis im Münchner Nordwesten. Die Preise liegen deutlich unter dem Innenstadtniveau, das Wachstumspotenzial ist durch Infrastrukturinvestitionen untermauert – jedoch hängt der individuelle Wert stark von Mikrolage und Gebäudezustand ab.
Die Preisentwicklung in München-Moosach der vergangenen sechs Jahre liest sich wie ein Lehrstück über Marktzyklen: rasanter Anstieg, Korrektur, Erholung. Wer die Vergangenheit versteht, kann die Zukunft besser einordnen – und die aktuelle Marktphase für sich nutzen. Die gesamtstädtische Perspektive liefert die Münchner Immobilienmarktanalyse 2026.
| Jahr | Ø €/m² ETW Bestand | Veränderung ggü. Vorjahr | Ø Bodenrichtwert | Marktphase |
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 5.400 €/m² | +6 % | 1.650 €/m² | 📈 Boom |
| 2021 | 6.100 €/m² | +13 % | 1.900 €/m² | 🔥 Überhitzung |
| 2022 | 6.600 €/m² | +8 % | 2.100 €/m² | ⚡ Zinswende |
| 2023 | 6.200 €/m² | −6 % | 2.000 €/m² | 📉 Korrektur |
| 2024 | 6.350 €/m² | +2 % | 2.050 €/m² | 🔄 Bodenbildung |
| 2025 | 6.800 €/m² | +7 % | 2.200 €/m² | 📈 Erholung |
| 2026 (Q1) | 7.100 €/m² | +4 % (Trend) | 2.350 €/m² | 📈 Wachstum |
Quellen: Gutachterausschuss München, Grundstücksmarktbericht 2024/2025; BORIS Bayern; FT Immobilien 24 Transaktionsdatenbank (n=48, Stadtbezirk 10). Durchschnittswerte – Einzeltransaktionen weichen ab.
Die Zeitreihe zeigt drei Phasen: den Boom 2020–2022, die Zinswende-Korrektur 2023/2024 und den aktuellen Erholungstrend seit Mitte 2025. Entscheidend: Moosach hat die Korrekturphase mit nur –6 % deutlich besser überstanden als teurere Innenstadtlagen wie Maxvorstadt (–12 %) oder Bogenhausen (–10 %). Der Grund: In Moosach dominieren Eigennutzer, die auf Zinssteigerungen weniger empfindlich reagieren als renditegetriebene Kapitalanleger.
📌 Entwicklungs-Fazit: Moosach hat seine Preiskorrektur abgeschlossen und befindet sich seit Q3/2025 in einem neuen Aufwärtstrend. Mit +31 % Wertzuwachs seit 2020 liegt der Stadtbezirk über dem Münchner Durchschnitt – und die wesentlichen Preistreiber (U9, BMW, Eggarten) haben ihren Effekt noch nicht voll entfaltet.
Die Kaufpreise in München-Moosach variieren 2026 erheblich nach Objekttyp, Baujahr und vor allem nach Quartier. Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen Preisspannen – differenziert nach den fünf Moosacher Mikrolagen. Wer den konkreten Marktwert seiner Immobilie wissen möchte, findet beim Immobilienmakler Moosach eine kostenlose Ersteinschätzung.
| Quartier | ETW Bestand | ETW Neubau | EFH / DHH | Bodenrichtwert |
|---|---|---|---|---|
| Alt-Moosach | 7.500–8.800 €/m² | 9.500–10.500 €/m² | 1.100.000–1.600.000 € | 2.600–3.200 €/m² |
| Hartmannshofen | 7.000–8.500 €/m² | 9.000–10.200 €/m² | 950.000–1.400.000 € | 2.400–2.900 €/m² |
| Pressestadt / Borstei | 6.800–8.200 €/m² | 8.800–9.800 €/m² | 900.000–1.200.000 € | 2.200–2.700 €/m² |
| Eggarten / Nord | 6.500–7.500 €/m² | 9.000–10.500 €/m² | 850.000–1.100.000 € | 2.000–2.600 €/m² |
| Moosach-Süd (OEZ) | 6.200–7.500 €/m² | 8.500–9.500 €/m² | 850.000–1.050.000 € | 1.800–2.400 €/m² |
Quellen: FT Immobilien 24 Transaktionsdatenbank Q4/2025–Q1/2026; Gutachterausschuss München; BORIS Bayern (Stand 01.01.2025). ETW-Preise beziehen sich auf mittleren Zustand/Ausstattung.
Auffällig ist der Neubau-Preissprung im Eggarten-Quartier: Obwohl der Bestand hier günstiger ist als in Alt-Moosach, erreichen die Neubau-Projekte mit 9.000–10.500 €/m² Spitzenpreise – vergleichbar mit dem Niveau von Neuhausen oder Laim. Der Grund: Erstbezugs-Wohnungen mit KfW-40-Standard, Tiefgarage und moderner Ausstattung sprechen eine kaufkräftige Zielgruppe an, die weniger auf den Stadtteilnamen als auf die Wohnqualität schaut.
Der amtliche Bodenrichtwert ist der gesetzliche Ausgangspunkt jeder Grundstücksbewertung – doch in Moosach weichen tatsächliche Verkaufspreise je nach Grundstück 15–35 % vom Richtwert ab. Die vollständige Übersicht aller Münchner Bodenrichtwerte finden Sie in unserer Bodenrichtwert-Karte München 2026. Für Grundstücke in Moosach im Detail: Grundstück verkaufen Moosach – Bodenrichtwerte & Prognose.
Zone 1 – Alt-Moosach / Pelkovenstraße: 2.800–3.200 €/m² (GFZ 0,6–1,2)
Zone 2 – Hartmannshofen: 2.400–2.900 €/m² (GFZ 0,4–0,8)
Zone 3 – Pressestadt / Triebstraße: 2.200–2.700 €/m² (GFZ 0,8–1,6)
Zone 4 – Eggarten / Feldmochinger Straße Nord: 2.000–2.600 €/m² (GFZ 1,2–2,0)
Zone 5 – Dachauer Straße / OEZ-Umfeld: 1.800–2.400 €/m² (GFZ 1,0–1,8)
Ø Steigerung seit 2020: +34 % | Ø München gesamt: +26 %
Prognose 2027: +6–10 % (überproportional im U9-Einzugsgebiet)
Der geplante U9-Lückenschluss verändert die Bodenrichtwert-Landschaft in Moosach grundlegend: Grundstücke im nördlichen Moosach (Zonen 4 und 5), die bisher unterdurchschnittlich bewertet waren, profitieren am stärksten. Der Gutachterausschuss München prognostiziert für das U9-Einzugsgebiet eine Bodenrichtwert-Steigerung von +20–30 % bis 2030 – ein Großteil davon noch vor dem eigentlichen Baubeginn.
Die Mietpreise in Moosach steigen 2026 moderat, aber kontinuierlich – getrieben durch die ungebrochene Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum im Münchner Nordwesten. Der aktuelle Mietspiegel Moosach zeigt die ortsübliche Vergleichsmiete im Detail.
🏢 Bestandsmiete (Kaltmiete): 17,50–21,00 €/m²
🏗️ Neubau / Erstbezug: 20,00–25,00 €/m²
🏠 EFH / DHH Miete: 2.200–3.500 €/Monat
📈 Ø Mietsteigerung 2025→2026: +4,2 %
📊 Ø Münchner Vergleich: Moosach liegt 8 % unter dem städtischen Mietmittel
🔮 Prognose 2027: +3–5 %
💰 Bruttomietrendite Bestand: 3,2–3,8 %
💰 Bruttomietrendite Neubau: 2,6–3,0 %
📈 Ø München gesamt: 2,8–3,2 % brutto
🔢 Kaufpreisfaktor Bestand: 26–31 Jahresmieten
🔢 Kaufpreisfaktor Neubau: 33–38 Jahresmieten
✅ Bewertung: Moosach bietet überdurchschnittliche Rendite bei unterdurchschnittlichem Preisniveau
Für Kapitalanleger in München bietet Moosach 2026 das attraktivste Rendite-Wachstums-Verhältnis im Nordwesten: Die Mietrendite liegt mit 3,2–3,8 % deutlich über dem Münchner Schnitt, während das Preissteigerungspotenzial durch Infrastrukturprojekte größer ist als in bereits etablierten Vierteln. Allerdings: Die Rendite-Berechnung muss geplante Sonderumlagen und Instandhaltungskosten berücksichtigen – gerade bei 60er-/70er-Bestand können diese die Netto-Rendite um 0,5–1,0 Prozentpunkte drücken.
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Prognosen sind keine Garantien – aber die Datenlage für Moosach 2027 ist so fundiert wie selten. Drei strukturelle Faktoren stützen die Erwartung weiter steigender Preise, ein gewichtiger Risikofaktor könnte die Dynamik bremsen. Die langfristige Perspektive bis 2035 analysiert die Immobilienpreis-Prognose 2035.
🏢 ETW Bestand: +4–7 % → 6.600–9.400 €/m²
🏗️ ETW Neubau: +3–5 % → 8.800–11.000 €/m²
🏠 EFH / DHH: +5–8 % → 890.000–1.730.000 €
🌿 Bodenrichtwerte: +6–10 % → 1.900–3.500 €/m²
💶 Mieten: +3–5 % → 18,00–26,00 €/m²
📊 Vergleich München gesamt: +3–5 % (Moosach überdurchschnittlich)
✅ U9-Planungseffekt: Vorzieh-Effekt auf Bodenrichtwerte (+6–10 %)
✅ BMW-FIZ-Erweiterung: 5.000+ neue Arbeitsplätze bis 2028
✅ Eggarten-Quartier: 1.600 WE bis 2029 → Aufwertung Umfeld
✅ Zinsstabilisierung: Bauzinsen
2026 stabil bei 2,6–3,0 %
⚠️ Risiko Konjunktur: Wirtschaftliche Abschwächung könnte Nachfrage dämpfen
⚠️ Risiko Neubau-Überangebot: Ab 2029 könnten Eggarten-Wohnungen Bestandspreise drücken
Contrarian Insight: Die größte Wertsteigerung in Moosach findet nicht in den bereits teuren Quartieren statt, sondern in den bislang unterschätzten Lagen entlang der U9-Trasse. Wer 2026/2027 in Moosach-Nord investiert, kauft mit einem Preisabschlag von 15–20 % gegenüber Alt-Moosach – und profitiert ab Baubeginn der U9 überproportional. Die historische Parallele: Als 2010 die U3-Verlängerung nach Moosach eröffnet wurde, stiegen die Bodenrichtwerte im direkten Umfeld innerhalb von fünf Jahren um +42 %.
Die Welche Stadtteile in München bis 2030 das größte Wachstumspotenzial haben, analysiert unsere Studie zu den 10 Stadtteilen mit höchster Wertsteigerung bis 2030 – Moosach gehört dazu.
📌 Prognose-Fazit: Die Fundamentaldaten für Moosach 2027 sind positiv: Infrastruktur-Investitionen, stabile Zinsen und ungebrochene Nachfrage sprechen für +4–7 % Preissteigerung. Für Verkäufer bedeutet das: 2026 ist ein gutes Fenster, aber kein „Jetzt oder nie". Für Käufer: Wer 2027 kaufen will, findet 2026 noch die günstigeren Preise – insbesondere in den nördlichen Quartieren.
Wie teuer ist Moosach im Vergleich zu den angrenzenden Stadtteilen? Die folgende Übersicht zeigt: Moosach bietet das beste Preis-Potenzial-Verhältnis im Münchner Nordwesten – günstiger als Neuhausen-Nymphenburg, besser angebunden als Allach-Untermenzing und mit höherem Wachstumspotenzial als Milbertshofen.
| Stadtteil | Ø €/m² ETW Bestand | Differenz zu Moosach | Preistrend 2026 | Wachstumspotenzial |
|---|---|---|---|---|
| München-Moosach | 7.100 €/m² | Referenz | +4 % | ⬆⬆⬆ Hoch |
| Neuhausen-Nymphenburg | 9.200 €/m² | +30 % teurer | +3 % | ⬆ Moderat |
| Laim | 7.800 €/m² | +10 % teurer | +3 % | ⬆ Moderat |
| Milbertshofen-Am Hart | 6.800 €/m² | −4 % günstiger | +5 % | ⬆⬆ Hoch |
| Feldmoching-Hasenbergl | 5.800 €/m² | −18 % günstiger | +6 % | ⬆⬆⬆ Hoch |
| Allach-Untermenzing | 6.400 €/m² | −10 % günstiger | +3 % | ⬆ Moderat |
Quellen: FT Immobilien 24 Transaktionsdatenbank 2025/2026; Gutachterausschuss München. Durchschnittswerte – individuelle Abweichungen möglich.
Der Quadratmeterpreis in Moosach ist kein Zufall – er ergibt sich aus einer Kombination messbarer Faktoren. Wer diese kennt, versteht die Preisunterschiede innerhalb des Stadtteils und kann fundierte Kauf- oder Verkaufsentscheidungen treffen. Wie stark die Lage den Immobilienwert generell beeinflusst, erklärt unsere Analyse zur energetischen Sanierung und deren Einfluss auf Verkaufspreise.
Einfluss: ±15–35 % auf den Preis
Positiv: Alt-Moosach, Hartmannshofen, U-Bahn-Nähe (<500 m)
Negativ: Dachauer Straße (Lärm), Baustellen-Nähe, fehlende Nahversorgung
Fazit: Größter Einzelfaktor in Moosach – wichtiger als Baujahr oder Ausstattung
Einfluss: ±10–18 % auf den Preis
Klasse A–C: +12–18 % ggü. Klasse E–H
Beleihungswert: Banken bewerten Klasse D–H mit 10–18 % Abschlag
Fazit: Wachsender Faktor – GEG 2024 verschärft die Relevanz für Käufer und Finanzierer
Einfluss: ±8–20 % auf den Preis
Neubau (ab 2020): Höchstpreise, 8.500–10.500 €/m²
Sanierter Altbau: +8–15 % ggü. unsaniertem Pendant
60er/70er unsaniert: Einstiegssegment, 6.200–7.000 €/m²
Fazit: In Moosach besonders relevant, da 55 % des Bestands aus dieser Epoche stammt
TG-Stellplatz: +20.000–35.000 € pauschal
Balkon / Terrasse: +3–6 % auf den m²-Preis
Aufzug: +4–7 % (bei ETW ab 3. OG)
Garten (EFH): +5–10 % bei gepflegter Anlage
Fazit: Stellplatz und Balkon sind in Moosach die renditestärksten Ausstattungsmerkmale
Instandhaltungsrücklage: Gut gefüllt → +3–5 % Preisaufschlag
Sonderumlagen: Beschlossene Umlagen → Preis sinkt um mindestens denselben Betrag
Sanierungsstau: Erkennbar → −8–15 % Abschlag durch Käufer
Fazit: In Moosach mit vielen 50–200-WE-Anlagen ein systematisch unterschätzter Wertfaktor
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Ratgeber-Hub entdecken →Moosach ist kein risikofreier Markt. Wer die Preistreiber kennt, muss auch die Gegenkräfte verstehen – und entsprechend handeln. Die folgenden Faktoren können den individuellen Immobilienpreis in Moosach 2026/2027 negativ beeinflussen.
Das Eggarten-Quartier bringt bis 2029 rund 1.600 neue Wohnungen auf den Markt. Das erhöht das Angebot und kann Bestandspreise unter Druck setzen – insbesondere bei unsanierten 60er-/70er-Wohnungen, die im direkten Vergleich mit Neubauten verlieren. Quantifizierung: In vergleichbaren Neubau-Quartieren (Freiham, Paul-Gerhardt-Allee) sanken die Bestandspreise im 1-km-Radius nach Erstbezug um 3–6 %.
Die aktuelle Preisprognose basiert auf stabilen Zinsen von 2,6–3,0 % (10 J. fest). Steigen die Bauzinsen erneut über 3,5 %, sinkt die Kaufkraft privater Käufer um schätzungsweise 12–15 % – und damit die erzielbaren Preise. Historisch: Der Zinsanstieg 2022/2023 hat in Moosach zu einer Preiskorrektur von –6 % geführt. Ein erneuter Anstieg wäre für den Teilmarkt besonders belastend, weil viele Käufer hier am oberen Rand ihrer Finanzierung agieren.
📌 Risiko-Fazit: Moosach bietet 2026/2027 ein positives Chance-Risiko-Verhältnis – aber keine Garantie für steigende Preise. Die größten Risiken liegen in einem erneuten Zinsanstieg und der Neubau-Konkurrenz ab 2029. Verkäufer unsanierter Bestandswohnungen sollten den Verkauf nicht auf die lange Bank schieben; Käufer sollten Finanzierungsrisiken durch langfristige Zinsbindung absichern.
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Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen in Moosach liegt im ersten Quartal 2026 bei rund 7.100 €/m², mit einer Spanne von 6.200 bis 8.800 €/m² je nach Mikrolage und Zustand. Neubauwohnungen erzielen 8.500 bis 10.500 €/m². Die höchsten Preise werden in Alt-Moosach und Hartmannshofen erzielt, die niedrigsten im Bereich Dachauer Straße und Moosach-Süd.
Seit 2020 sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Moosach um durchschnittlich 31 Prozent gestiegen – von 5.400 auf 7.100 €/m². Die Bodenrichtwerte stiegen im selben Zeitraum um 34 Prozent. Nach einer Korrektur von rund 6 Prozent in 2023 befinden sich die Preise seit Mitte 2025 wieder im Aufwärtstrend. Moosach hat sich damit stärker entwickelt als der Münchner Gesamtmarkt mit +24 Prozent.
Für 2027 erwarten Marktbeobachter eine Preissteigerung von 4 bis 7 Prozent bei Kaufpreisen und 3 bis 5 Prozent bei Mieten. Bodenrichtwerte dürften um 6 bis 10 Prozent steigen – insbesondere im Einzugsgebiet des geplanten U9-Lückenschlusses. Risikofaktoren sind ein erneuter Zinsanstieg und das wachsende Neubauangebot im Eggarten-Quartier ab 2029.
Ja, und zwar erheblich. Moosach ist bei Bestandswohnungen durchschnittlich 30 Prozent günstiger als Neuhausen-Nymphenburg (7.100 vs. 9.200 €/m²). Gleichzeitig wächst Moosach stärker: +4 Prozent in 2026 gegenüber +3 Prozent in Neuhausen. Für Käufer, die im Münchner Nordwesten suchen, bietet Moosach das attraktivste Preis-Potenzial-Verhältnis – bei vergleichbarer U-Bahn-Anbindung.
Die Kaltmieten in Moosach liegen 2026 bei 17,50 bis 21,00 €/m² für Bestandswohnungen und 20,00 bis 25,00 €/m² für Neubauten und Erstbezug. Das liegt rund 8 Prozent unter dem gesamtstädtischen Mietdurchschnitt. Für Kapitalanleger ergibt sich daraus eine Bruttomietrendite von 3,2 bis 3,8 Prozent – überdurchschnittlich für München.
Moosach ist kein homogener Stadtteil, sondern besteht aus fünf unterschiedlichen Quartieren mit eigener Bebauungsstruktur und Käuferprofil. Alt-Moosach mit seinen gewachsenen Villenlagen erzielt bis zu 35 Prozent höhere Preise als das urbaner geprägte Moosach-Süd. Dazu kommt: Der hohe Anteil an 60er- und 70er-Bestand sorgt für eine breite Spanne beim Gebäudezustand – von unsaniert (Energieklasse E–H) bis kernsaniert. Diese Kombination aus Mikrolage und Bauzustand erklärt die Preisspanne von 6.200 bis 8.800 €/m² im Bestand.
Datengrundlage & Quellen:
• Gutachterausschuss für Grundstückswerte München – Grundstücksmarktbericht 2024/2025, Bodenrichtwerte Stadtbezirk 10, Transaktionsvolumen und Vermarktungszeiten
• BORIS Bayern – Bodenrichtwertkarte (boris.bayern.de), Stand 01.01.2025; Zonierung Moosach
• Deutsche Bundesbank – Finanzstabilitätsbericht 2025: Beleihungswerte nach Energieeffizienzklasse, Kreditvergabe-Standards
• IVD Süd e.V. – Jahresbericht Immobilienmarkt Bayern 2025: Kaufpreise, Mieten, Renditen nach Stadtteilen
• RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung – Studie: Preiseffekte von U-Bahn-Erweiterungen auf Immobilienmärkte
• Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung – Eggarten-Quartier Bebauungsplan, U9-Planungsstand 2026
• FT Immobilien 24 – Transaktionsdatenbank München-Moosach Q4/2025–Q1/2026 (n=48 Verkäufe Stadtbezirk 10)
Stand: März 2026 | Keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität. Prognosen sind keine Garantien.
Haftungsausschluss: Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Preise, Marktdaten und Prognosen können sich ändern. Für verbindliche Bewertungen: Gutachterausschuss oder zertifizierter Sachverständiger.
Kontakt: FT Immobilien 24 München | ☎ 089 318 138 10 | 📧 [email protected] | Mo–Fr 9–19 Uhr
