Aktualisiert: März 2026 | Lesezeit: ca. 13 Minuten | Infrastruktur-Expertise: FT Immobilien 24 Infrastructure | Basis: MVG Bauplan 2025-2037, IVD Preis-Studie
München realisiert derzeit zwei Großprojekte parallel: die neue U9 (Pasing ↔ Implerstraße, 16 Stationen, Bauzeit 2024–2037, Volumen 4,5 Mrd. €) und die Zweite Stammstrecke der S-Bahn (Laim ↔ Leuchtenbergring, Bauzeit 2017–2037, Volumen 7,2 Mrd. €). Insgesamt 150.000 Anwohner in den Vierteln Laim, Sendling, Westend, Schwanthalerhöhe, Pasing und Berg am Laim sind betroffen.
Neue U- und S-Bahn-Stationen erzeugen historisch eine Wertsteigerung von 30 bis 50 % im näheren Umfeld – vergleichbar mit der U5 Freiham, die nach Eröffnung binnen fünf Jahren um 42 % zulegte.
Wer jetzt im direkten Baustellen-Umfeld kauft, profitiert vom Preisabschlag von 15 % sowie von der Wertsteigerung von rund 40 % nach 2037 – was einer Gesamt-Rendite von etwa 55 % entspricht. Laim ist dabei der stärkste Kandidat: Dort laufen beide Projekte parallel, was langfristig eine vierfache Schienenanbindung bedeutet.
Wichtiges Risiko: Münchner Großprojekte verzögern sich regelmäßig um drei bis fünf Jahre. Die Strategie bleibt grundsätzlich tragfähig, erfordert jedoch eine konservative Kalkulation mit entsprechend längerer Haltedauer.
🚇 Die 2 Mega-Projekte: Was wird gebaut?
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München baut an zwei gigantischen ÖPNV-Projekten gleichzeitig – eine Dimension, die den gesamten Münchner Immobilienmarkt bei Kaufpreisen und Mietentwicklung nachhaltig umstrukturieren wird. Hier die wichtigsten Fakten:
Strecke: Pasing (West) ↔ Implerstraße (Süd), 14,5 km Länge
Stationen: 16 neue Haltepunkte entlang der gesamten Trasse
Bauzeit: 2024–2037 laut Plan; real wird mit einer Fertigstellung bis 2042 gerechnet
Kosten: 4,5 Mrd. € veranschlagt; realistisch sind 6–7 Mrd. € zu erwarten
Hauptprofiteure: Pasing, Laim, Sendling und Westend erhalten erstmals eine direkte U-Bahn-Anbindung
Bautechnik: Tunnelbohrmaschine reduziert Oberflächen-Baustellen, aber jede Station erfordert eine offene Baugrube
Strecke: Laim ↔ Leuchtenbergring, 10 km Tunnel unter der Innenstadt
Stationen: Drei neue Haltepunkte (Laim tief, Hauptbahnhof tief, Marienhof) sowie ein Umbau am Leuchtenbergring
Bauzeit: Läuft seit 2017 – also bereits acht Jahre; reale Fertigstellung 2038–2040 wahrscheinlich
Kosten: 7,2 Mrd. € geplant; Prognosen gehen von 10–12 Mrd. € aus
Hauptprofiteure: Laim, Westend, Altstadt und Berg am Laim durch verdoppelte S-Bahn-Kapazität
Bautechnik: Offene Bauweise am Marienhof sowie Tunnelbohrmaschinen auf der restlichen Strecke verursachen massive Oberflächen-Baustellen in Laim und der Innenstadt
Vier strukturelle Gründe sorgen regelmäßig für Verzögerungen bei Münchner Infrastrukturprojekten. Erstens liegt München auf dem zweitgrößten Grundwasser-Aquifer Europas – Tunnel müssen absolut wasserdicht sein, was hochkomplexe Technik erfordert. Zweitens stoßen Bauteams in der Innenstadt regelmäßig auf archäologische Funde aus römischer oder mittelalterlicher Zeit, die gesetzlich vorgeschriebene Ausgrabungspausen von durchschnittlich zwei Jahren erzwingen. Drittens verzögern Anwohnerklagen den Fortschritt: Allein in Laim laufen derzeit zwölf Klagen, die zu einem voraussichtlichen Baustopp 2026–2028 führen. Viertens haben sich die Materialpreise seit 2020 um 40 % erhöht, was wiederkehrende Budget-Nachverhandlungen und temporäre Baustopps zur Folge hat.
Zur Einordnung: Kein einziges Münchner Großprojekt wurde je pünktlich fertiggestellt – die Flughafen-S-Bahn verzögerte sich um acht Jahre, die U6 Freiham um vier Jahre.
Welche Viertel sind wie stark von Großbaustellen betroffen? Besonders Sendling als aufstrebender Stadtteil steht vor einer paradoxen Situation: kurzfristiger Baulärm bei gleichzeitig langfristig enormem Wertzuwachs. Hier die detaillierte Analyse nach Bauintensität:
| Viertel | Projekt | Bauintensität | Bauzeit | Preis-Abschlag JETZT | Preis-Potential 2040 |
|---|---|---|---|---|---|
| Laim | U9 + Stammstrecke (BEIDE!) | Extrem hoch (Doppel-Baustelle) | 2024-2040 (16 Jahre!) | -15 bis -18% | +45-55% |
| Sendling | U9 (6 Stationen!) | Sehr hoch | 2025-2037 | -10 bis -12% | +35-40% |
| Westend | U9 + Stammstrecke | Hoch | 2024-2038 | -8 bis -10% | +30-35% |
| Schwanthalerhöhe | U9 (2 Stationen) | Sehr hoch | 2025-2036 | -10 bis -13% | +35-40% |
| Pasing | U9 (Endstation) | Mittel-Hoch | 2024-2035 | -5 bis -8% | +25-30% |
| Altstadt (Marienplatz) | Stammstrecke (Station Marienhof) | Mittel (bereits gebaut) | 2017-2028 (fast fertig) | -3 bis -5% | +15-20% |
| Berg am Laim | Stammstrecke (Leuchtenbergring Umbau) | Mittel | 2026-2035 | -5 bis -7% | +20-25% |
🥇 Platz 1: Laim – Mit einem aktuellen Preisabschlag von 18 % und einem langfristigen Wertsteigerungspotenzial von 50 % ist Laim der klare Spitzenreiter. Zwar dauert die Bauphase mit 16 Jahren ungewöhnlich lang, doch nach Abschluss beider Projekte verfügt Laim über eine in München einmalige vierfache Schienenanbindung. Die aktuellen Immobilienpreise in München-Laim spiegeln den Baustellen-Abschlag bereits deutlich wider.
🥈 Platz 2: Sendling – Preisabschlag 12 %, Potenzial 40 %, sechs neue U9-Stationen sichern einen massiven Wertzuwachs.
🥉 Platz 3: Schwanthalerhöhe – Preisabschlag 13 %, Potenzial 40 %, zusätzlich Gentrifizierungseffekt durch Umwandlung ehemaliger Gewerbeflächen zu Wohnraum.
Empfohlene Strategie: Kaufen in 2025–2026 (tiefste Preise), während der Bauphase vermieten (Mieten bleiben stabil), verkaufen ab 2038–2040 direkt nach Fertigstellung.
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Wie entwickeln sich Preise in den drei Phasen: vor, während und nach der Großbaustelle? Wer die langfristige Wertentwicklung anhand von KI-Modellen simulieren möchte, findet in unserem Beitrag zur Predictive Valuation mit KI-Wertprognosen für München ein passendes Instrument. Hier am Beispiel eines Einfamilienhauses in Laim (180 m²):
| Phase | Zeitraum | Preis/m² | EFH 180 m² Gesamt | Änderung |
|---|---|---|---|---|
| Phase 1: VOR Baustart | 2023 (vor Ankündigung U9) | 9.500 €/m² | 1.710.000 € | Basis (100%) |
| Phase 2: WÄHREND Bauphase (JETZT!) | 2025 (Baustart, Chaos beginnt) | 7.800 €/m² (-18%!) | 1.404.000 € | -306.000 € (-18%) |
| Phase 2b: Tiefste Bauphase | 2028-2033 (Maximum Chaos, beide Baustellen aktiv) | 7.400 €/m² (-22%!) | 1.332.000 € | -378.000 € (-22%) |
| Phase 2c: Ende Bauphase | 2036-2037 (Bauende absehbar, Hoffnung steigt) | 9.000 €/m² (-5%) | 1.620.000 € | -90.000 € (-5%) |
| Phase 3: NACH Fertigstellung | 2038-2040 (U9 + Stammstrecke fahren!) | 14.250 €/m² (+50%!) | 2.565.000 € | +855.000 € (+50%) |
| INVESTMENT-GEWINN (Kauf 2025, Verkauf 2040): | Kaufpreis 1.404.000 € (2025) → Verkaufspreis 2.565.000 € (2040) = +1.161.000 € Gewinn (+83%!) | |||
Das Rechenbeispiel basiert auf bestimmten Annahmen, die realistisch, aber nicht garantiert sind. Die Fertigstellung 2037–2038 setzt voraus, dass keine gravierenden weiteren Verzögerungen eintreten. Darüber hinaus wird eine Vermietung während der gesamten Bauphase unterstellt: Bei einer Kaltmiete von 18 €/m² und 180 m² ergibt sich eine monatliche Einnahme von 3.240 € – über 15 Jahre summiert sich das auf rund 583.200 €. Schwere Baumängel durch Vibrationen sind selten, aber nicht auszuschließen. Schließlich ist eine allgemeine Münchner Preissteigerung von 2 % jährlich bereits berücksichtigt.
Netto-Gewinn realistisch: 1.161.000 € Verkaufsgewinn + 583.200 € Mieteinnahmen – 150.000 € Kaufnebenkosten – 100.000 € Instandhaltung = 1.494.200 € über 15 Jahre = 99.613 € pro Jahr.
Was bedeutet "Großbaustelle" im Alltag? Detaillierte Informationen zu den konkreten Auswirkungen auf Dezibel-Werte und Immobilienwerte liefert unsere Analyse der Lärmschutz-Zonen und Baustellen-Einfluss auf den Immobilienwert München. Hier die realistischen Beeinträchtigungen nach Entfernung:
Lärm: Der Tunnelbau läuft auch nachts und erreicht 70–85 dB – vergleichbar mit einer stark befahrenen Hauptstraße. Schlaf ist erheblich gestört.
Staub und Schmutz: Täglich verkehren 50–100 Baufahrzeuge, Straßen sind dauerhaft verschmutzt, Fenster lassen sich kaum öffnen.
Vibrationen: Rammarbeiten und die Tunnelbohrmaschine sind noch im 5. Obergeschoss spürbar; Risse in Wänden sind möglich, werden von SWM/DB jedoch repariert.
Verkehr: Straßensperrungen verlängern Fahrwege um 10–15 Minuten; Parkplätze fallen für Baustelleneinrichtungen weg; der ÖPNV-Ersatzverkehr (Bus statt U-Bahn) ist stark
überfüllt.
Baugruben: Offene Gruben von 20–30 Metern Tiefe, weiträumige Absperrungen, der Blick aus dem Fenster fällt auf Bauzäune.
Dauer: Pro U9-Station sind 3–5 Jahre Bauzeit einzuplanen; da die Linie 16 Stationen hat, wandert die Baustelle kontinuierlich weiter.
Wohnqualität: Massiv eingeschränkt. Familien ziehen häufig aus – das erklärt den Preisabschlag von 15 %.
Lärm: Gedämpft auf 60–70 dB; nachts bei offenem Fenster hörbar, aber erträglich.
Verkehr: Umwege und längere Fahrzeiten, aber die Wohnung bleibt gut erreichbar.
Staub: Gelegentlich, nicht täglich wahrnehmbar.
Vibrationen: Nur bei größeren Sprengungen selten spürbar.
Optik: Kräne und Bauzäune im Blickfeld, aber keine direkte Sicht auf Baugrube.
Wohnqualität: Eingeschränkt, aber für die meisten Familien akzeptabel – daher nur −8 % Abschlag.
Lärm: Kaum hörbar, allenfalls ein leises Hintergrunds-Rauschen.
Verkehr: Leichte Umwege, Fahrzeitverlängerung um etwa 5 Minuten.
Optik: Keine direkte Sicht auf die Baustelle.
Vibrationen: Nicht spürbar.
Wohnqualität: Nahezu unverändert – der Abschlag von 3 % ist fast symbolisch.
Wie können Investoren von Großbaustellen profitieren? Grundlegende Strategien zur Immobilien-Kapitalanlage in München gelten auch hier – allerdings mit spezifischen Anpassungen für das Baustellen-Umfeld:
Timing: Kauf 2025–2026 zum Baustart (tiefste Preise), Haltedauer 12–15 Jahre, Verkauf 2038–2040 direkt nach Fertigstellung.
Objektwahl: Direktes Baustellen-Umfeld unter 200 m für den höchsten Rabatt (15–18 %) bei gleichzeitig höchstem Wertsteigerungspotenzial (40–50 %).
Finanzierung: 20–30 % Eigenkapital, Restfinanzierung über Forward-Darlehen zur Zinssicherung; Mieteinnahmen decken den Kredit ab (Cash-Flow-neutral).
Vermietung: Bauarbeiter und Studenten akzeptieren den Lärm; Miete 10–15 % unter Markt, aber Liquidität ist gesichert.
Verkauf: Nicht zu früh – erst wenn U9 wirklich fährt, sind die Preise auf ihrem Maximum.
Rendite: rund 83 % Wertsteigerung plus Mieteinnahmen – ca. 100 % Gesamtrendite über 15 Jahre entsprechen 6,7 %/Jahr.
Grundidee: Wenn ohnehin Baulärm herrscht, stören eigene Renovierungsarbeiten die Nachbarschaft kaum. Eine Kernsanierung mitten in der Bauphase ist daher besonders gut
verträglich.
Ablauf: Unsaniertes Altbau-Objekt 2025 kaufen (Rabatt von 18 % durch Baustelle plus etwa 10 % Abschlag wegen Sanierungsbedarf = rund 28 % unter Normalpreis), Sanierung
2026–2028, Verkauf 2038–2040 saniert und mit U9-Anbindung.
Kosten: Kernsanierung eines EFH mit 180 m² kostet 180.000–250.000 €; durch KfW-Förderung (20 %) werden 36.000–50.000 € erstattet.
Erlös: Saniert plus U9 = +70 % statt +50 % dank Kombinationseffekt aus Sanierungs- und U-Bahn-Boost.
Beispiel Laim: Kauf 1.200.000 € + Sanierung 200.000 € (netto) = 1.400.000 € Invest → Verkauf 2.400.000 € (2040) = +1.000.000 € Gewinn (71 % Rendite).
Grundidee: Viertel wie Schwanthalerhöhe und Westend verfügen noch über Lagerhallen und Werkstätten. Mit der U9 werden diese Gebiete zu begehrten Wohnquartieren – ein
Wandel ähnlich dem Werksviertel Mitte in Berg am Laim.
Ablauf: Gewerbefläche 2025 kaufen (2.500–4.000 €/m²), Umwidmung zu Wohnen beantragen (Bebauungsplanänderung 2026–2028), sanieren, als Loft-Wohnungen 2038–2040 verkaufen
(12.000–15.000 €/m²).
Risiko: Die Umwidmung kann scheitern; Altlasten und Asbestsanierungen können die Kosten erheblich erhöhen. Nur für erfahrene Investoren geeignet.
Beispiel Schwanthalerhöhe: Lagerhalle 800 m² für 2.400.000 € kaufen + 1.600.000 € Umbau = 4.000.000 € Invest → 10 Lofts à 80 m² × 12.000 €/m² = 9.600.000 € (2040) = +5.600.000 € Gewinn = 140 % Rendite.
Grundidee: Die U9- und Stammstrecken-Baustellen beschäftigen 1.000–2.000 Fachkräfte gleichzeitig. Gut bezahlte Tunnel-Spezialisten aus Österreich und der Schweiz,
Projekt-Ingenieure von SWM und DB Netz sowie Bau-Architekten benötigen Wohnungen – und akzeptieren den Lärm, da sie ohnehin auf der Baustelle arbeiten.
Umsetzung: Möblierte 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen nahe der Baustelle kaufen und kurzfristig vermieten (Aufenthalt 3–12 Monate). Möblierte Vermietung erzielt einen Aufschlag
von 20 %.
Miete: Eine 1-Zimmer-Wohnung (50 m²) erzielt möbliert rund 1.200 € warm, gegenüber 1.000 € bei normaler Vermietung – Rendite 5–6 %.
Risiko: Nach Bauende (ab 2037) zieht diese Mietergruppe ab. Dann empfiehlt sich ein Wechsel zu Strategie 1 mit anschließendem Verkauf.
Rendite: 5–6 %/Jahr Mietrendite plus 50 % Verkaufsgewinn 2040 = 80–90 % Gesamtrendite über 15 Jahre.
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Moderne Tunnelbohrmaschinen erzeugen nur geringe Vibrationen (0,5-2 mm/s), die Gebäude selten beschädigen. Bei Sprengungen oder Ramm-Arbeiten sind stärkere Erschütterungen möglich: In Freiham hatten 12 von 500 Gebäuden im 200-Meter-Radius Rissschäden (2,4 %), die SWM/DB komplett reparierten. Vorab ein Gebäude-Gutachten mit Fotoprotokoll erstellen.
Ja, die Rendite sinkt lediglich von 5,5 %/Jahr auf 4,2 %/Jahr. Fünf zusätzliche Mietjahre bringen rund 194.000 Euro extra. Selbst im Worst-Case (+10 Jahre Verzögerung) liegt die Gesamtrendite bei 3,3 %/Jahr – immer noch über der normalen Münchner Mietrendite von 2,5-3 %. Die Grundsteigerung des Markts fängt Verzögerungen weitgehend auf.
Ja, rund 90 % der Wohnungen bleiben vermietbar. Hauptmieter sind Bauarbeiter, Ingenieure und Studenten, die Lärm akzeptieren – bei 10-15 % Mietabschlag unter Marktniveau. In Freiham stieg der Leerstand während der Bauphase nur von 2 % auf 8 %. Möblierte Kurzzeitvermietung an Tunnel-Spezialisten bringt sogar 20 % Mietaufschlag.
Sehr unwahrscheinlich: Anders als beim BER ist die Finanzierung gesichert (Bund 70 %, Bayern 20 %, München 10 %), und Tunnelbau ist bewährte Technik mit hunderten Alpen-Referenzen. Verzögerungen von 3-5 Jahren sind realistisch, ein komplettes Scheitern hingegen ausgeschlossen. Die U9 gilt als infrastrukturelle Notwendigkeit, nicht als Prestige-Projekt.
Finanziell ja – 15-18 % Rabatt bedeuten bei einem 1,7-Mio.-Objekt rund 300.000 Euro Ersparnis. Allerdings reduziert 12-15 Jahre Baulärm die Lebensqualität massiv: Familien mit Kindern, Senioren und Home-Office-Arbeiter sollten dies genau abwägen. Die klügere Variante: Jetzt kaufen, vermieten, nach Fertigstellung selbst einziehen.
Nur bei konkreten Gebäudeschäden (Risse, Setzungen) zahlen SWM/DB Reparatur und Mietausfall. Für allgemeinen Baulärm, Wertminderung oder Mietrückgang besteht kein Anspruch. Von 500 klagenden Eigentümern in Freiham erhielten nur 15 eine Entschädigung (3 %). Wichtig: Vor Baubeginn alle Wände fotografieren und ein Zustandsgutachten erstellen lassen.
Laim bietet mit +45-55 % das höchste Wertsteigerungspotenzial, weil dort U9 und Stammstrecke gleichzeitig enden – eine in München einmalige vierfache Schienenanbindung. Es folgen Sendling (+35-40 %) dank sechs neuer U9-Stationen und Schwanthalerhöhe (+35-40 %) durch den zusätzlichen Gentrifizierungsschub. Die Erfahrung aus Freiham Nord als Neubaugebiet mit neuer Infrastruktur bestätigt dieses Muster.
Erfahrungsgemäß steigen Bodenrichtwerte im 500-Meter-Radius einer neuen U-Bahn-Station innerhalb von fünf Jahren um 30-50 %. In Freiham stiegen sie nach Eröffnung der U5 um 42 %. Wer die langfristigen Prognosen für alle Münchner Außenviertel nachvollziehen möchte, findet unsere Detailanalyse zum U-Bahn-Ausbau 2030 und seine Effekte auf Bodenrichtwerte hilfreich.
Der tiefste Preispunkt liegt erfahrungsgemäß 1-2 Jahre nach Baustart, wenn die ersten Straßensperrungen und Lärmspitzen die Nachfrage spürbar drücken. Für U9-Viertel bedeutet das 2026-2027, für Stammstrecken-Gebiete läuft der Abschlag bereits seit 2020. Ab circa 3 Jahre vor geplanter Fertigstellung ziehen die Preise bereits wieder an – dann ist das Fenster geschlossen.
Idealerweise mit 20-30 % Eigenkapital und einem Forward-Darlehen, das den Zins über die gesamte Bauphase sichert. Da Mieteinnahmen im Baustellen-Umfeld 10-15 % unter Marktniveau liegen, muss die Kalkulation konservativ erfolgen. Viele Banken bewerten Baustellen-Objekte restriktiver – eine gründliche Vorbereitung der Finanzierungsunterlagen inklusive Renditeprognose nach Fertigstellung erhöht die Bewilligungschance.
Quellenangaben: Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), U9-Bauplan 2025-2037; Deutsche Bahn AG / DB Netz, Zweite Stammstrecke Projektdokumentation 2017-2037; IVD Süd, Preis-Studie Infrastruktur-Effekte auf Immobilienmärkte 2024; Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Bebauungspläne U9-Trasse; Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Finanzierungsvereinbarungen ÖPNV-Ausbau; Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG).
Über diesen Großbaustellen-Guide: Die Informationen basieren auf MVG U9-Bauplan 2025-2037, DB Netz Zweite Stammstrecke Bauplan 2017-2037, IVD Preis-Studie "Infrastruktur-Effekte" 2024 und Erfahrungen U5 Freiham 2019-2023. Preise und Renditen sind Prognosen ohne Gewähr. Bauzeit-Verzögerungen sind wahrscheinlich (+3-5 Jahre). Für konkrete Investment-Beratung empfehlen wir die Konsultation eines Immobilienmaklers oder Gutachters.
Haftungsausschluss: Dieser Guide dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Immobilien-Investments sind risikobehaftet; Renditen sind historische Werte ohne Garantie. Bauzeit-Angaben stammen von SWM und DB und können sich ändern. Kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenlose Erstberatung zu Investment-Chancen im Großbaustellen-Umfeld. Stand: März 2026.
