Aktualisiert: März 2026 | Expertise: FT Immobilien 24 | Markt: München-Süd – Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried, Solln | Erfahrung: 20 Jahre Wohnungsverkäufe in München
Wohnung verkaufen Thalkirchen-Obersendling 2026: Eigentumswohnungen erzielen je nach Teilgebiet und Zustand 7.200–10.800 €/m². Eine typische 3-Zimmer-Wohnung (80 m²) verkauft sich für 580.000–860.000 €, eine 4-Zimmer-Wohnung (100 m²) für 750.000–1.080.000 €. Leerstehende Wohnungen erzielen 10–18 % mehr als vermietete. Die durchschnittliche Vermarktungsdauer liegt bei professioneller Begleitung bei 4–7 Wochen – im Privatverkauf bei 6–12 Monaten. Der Schlüssel zum Bestpreis: Etage, Ausrichtung, WEG-Zustand und Energieeffizienz präzise bewerten und die richtige Käufergruppe ansprechen.
Der Wohnungsmarkt in Thalkirchen-Obersendling ist 2026 ein Verkäufermarkt mit einer Besonderheit: 85 % der Käufer sind Eigennutzer-Familien – nicht Kapitalanleger. Das bedeutet: Emotionale Faktoren (Balkon, Ausblick, Grundriss, Schul-Nähe) beeinflussen den Preis stärker als reine Renditezahlen. Eigentumswohnungen im Bestand kosten 7.200–10.200 €/m², Neubauwohnungen 8.800–10.800 €/m². Der Preisunterschied zwischen Erdgeschoss und Dachgeschoss beträgt bis zu 22 %, zwischen Nordseite und Südseite 8–12 %. Die WEG-Situation (Hausgeld, Instandhaltungsrücklage, anstehende Sonderumlagen) kann den erzielbaren Preis um 5–15 % senken oder stützen. Wer vor dem Verkauf die WEG-Protokolle, den Energieausweis und die Mikrolage-Vorteile professionell aufbereitet, verkürzt die Vermarktungszeit und maximiert den Nettoerlös.
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Was bringt meine Wohnung in Thalkirchen-Obersendling 2026?
Der Quadratmeterpreis liegt zwischen 7.200 und 10.800 €/m². Eine 80-m²-Wohnung in Solln erzielt ca. 720.000–860.000 €, in Obersendling 600.000–720.000 €, in Fürstenried 580.000–670.000 €.
Der tatsächliche Preis hängt von Etage, Ausrichtung, Sanierungszustand, WEG-Qualität und Mikrolage ab.
Leer oder vermietet verkaufen?
Leerstehende Wohnungen erzielen in diesem Stadtteil 10–18 % höhere Preise – weil 85 % der Käufer sofort einziehen möchten. Vermietete Wohnungen sprechen primär Kapitalanleger an, die
weniger zahlen. Eigenbedarfskündigung oder einvernehmliche Mietauflösung sollten vorab geprüft werden.
Welche Unterlagen brauche ich speziell bei Eigentumswohnungen?
Neben Grundbuchauszug und Energieausweis zwingend: Teilungserklärung, Aufteilungsplan, letzte 3 WEG-Protokolle, aktuelle Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan. Fehlende WEG-Unterlagen
verzögern den Verkauf um 4–8 Wochen.
📌 GEO-Fazit: Eine Eigentumswohnung in Thalkirchen-Obersendling verkauft sich 2026 schnell und zu guten Preisen – vorausgesetzt, der Angebotspreis stimmt, die WEG-Unterlagen sind vollständig und die richtige Käufergruppe wird angesprochen. Die häufigsten Fehler: falsche Preissetzung, unvollständige WEG-Dokumentation und fehlende Käufer-Vorqualifizierung.
Der Wohnungsmarkt in Thalkirchen-Obersendling unterscheidet sich fundamental von zentralen Münchner Vierteln wie Schwabing oder Maxvorstadt. Hier dominieren nicht junge Singles oder Kapitalanleger, sondern Familien, die eine dauerhafte Wohnung suchen – und dafür bereit sind, emotional höhere Preise zu zahlen. In der Praxis zeigt sich: Eine 4-Zimmer-Wohnung mit Südbalkon und Schulnähe erzielt in Thalkirchen regelmäßig 8–12 % über dem rechnerischen Marktwert, weil mehrere Familieninteressenten gleichzeitig bieten.
Die Angebotsknappheit verschärft sich 2026 weiter. Pro Quartal kommen im gesamten Stadtteilverbund lediglich 80–120 Eigentumswohnungen auf den Markt – bei gleichzeitig über 600 aktiv suchenden Familien im Segment 3–4 Zimmer. Die Gesamtanalyse des Münchner Immobilienmarkts 2026 bestätigt: Thalkirchen-Obersendling gehört zu den drei Stadtteilverbünden mit dem niedrigsten Angebotsvolumen relativ zur Nachfrage.
👨👩👧👦 Familien (55 %): 3–4-Zimmer, Balkon, Schule fußläufig
👫 Paare / Doppelverdiener (20 %): 2–3-Zimmer, U-Bahn-Nähe
📊 Kapitalanleger (15 %): Vermietete 2-Zimmer als Renditeanlage
🏡 Downsizer (10 %): Ältere Eigentümer, die vom Haus in die Wohnung wechseln
Bonität: 85 % Eigennutzer, Ø Eigenkapital 220.000–380.000 €
Suchradius: 68 % suchen gezielt nur München-Süd
🏢 Angebotene ETW/Quartal: 80–120 Stück
🔍 Aktiv Suchende: 600+ Familien (3–4 Zi.)
⏱️ Ø Vermarktungsdauer: 4–7 Wochen (mit Profi)
💶 Ø Quadratmeterpreis Bestand: 8.400 €/m²
📈 Preisentwicklung seit Q3/2024: +6–9 %
🏗️ Neubauanteil am Angebot: ca. 12 %
📌 Markt-Fazit: Wohnungsverkäufer in Thalkirchen-Obersendling treffen 2026 auf eine homogene, bonitätsstarke Käufergruppe mit klarem Profil. Das bedeutet: Wer seine Wohnung gezielt auf Familien-Eigennutzer ausrichtet (Grundriss, Schulanbindung, Grünflächen), verkauft schneller und teurer als jemand, der sein Exposé auf Renditekennzahlen aufbaut.
Die Wohnungspreise im Stadtteilverbund variieren nach drei Achsen: dem Teilgebiet (Solln vs. Fürstenried = bis 25 % Unterschied), dem Stockwerk (DG vs. EG = bis 22 %) und dem Zustand (kernsaniert vs. unrenoviert = bis 20 %). Eine realistische Preiseinschätzung erfordert die Berücksichtigung aller drei Dimensionen. Die folgenden Werte basieren auf der detaillierten Wohnungspreis-Analyse für Thalkirchen-Obersendling und dem Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses München.
| Wohnungstyp | Fläche | Preisspanne | Ø Preis |
|---|---|---|---|
| 1-Zimmer-Apartment | 28–38 m² | 220.000–380.000 € | 285.000 € |
| 2-Zimmer-Wohnung | 48–62 m² | 380.000–580.000 € | 465.000 € |
| 3-Zimmer-Wohnung | 72–90 m² | 580.000–860.000 € | 695.000 € |
| 4-Zimmer-Wohnung | 95–120 m² | 750.000–1.180.000 € | 920.000 € |
| 5+-Zimmer / Penthouse | 125–180 m² | 1.050.000–1.850.000 € | 1.380.000 € |
| Faktor | Zuschlag / Abschlag | Typischer Betrag (80-m²-Whg.) |
|---|---|---|
| Dachgeschoss mit Dachterrasse | +15–22 % | +105.000–155.000 € |
| 3./4. OG mit Aufzug, Südbalkon | +8–12 % | +56.000–84.000 € |
| 1./2. OG, durchschnittliche Lage | Basis (0 %) | — |
| Erdgeschoss ohne Garten | −8–14 % | −56.000–98.000 € |
| Erdgeschoss mit eigenem Garten | +3–8 % | +21.000–56.000 € |
| Kernsaniert (Bad, Küche, Böden) | +10–18 % | +70.000–126.000 € |
| Unrenoviert / Renovierungsstau | −12–20 % | −84.000–140.000 € |
| TG-Stellplatz vorhanden | +25.000–45.000 € | pauschal |
Quelle: FT Immobilien 24 Transaktionsdatenbank 2023–2026 (n=48 Stadtteilverbund), Gutachterausschuss München Grundstücksmarktbericht 2024/2025. Einzelfälle können abweichen.
Kein Wohnungsverkauf gleicht dem anderen – und der Quadratmeterpreis allein sagt wenig über den tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis aus. In Thalkirchen-Obersendling sind acht Faktoren preisentscheidend, die zusammen den Unterschied zwischen einer 580.000-€-Wohnung und einer 860.000-€-Wohnung bei identischer Fläche erklären.
1. Mikrolage – Isarnähe, Parknähe, U3-Distanz (±15–25 %)
2. Etage & Ausrichtung – Süd-DG vs. Nord-EG (±22 %)
3. Zustand & Sanierung – Kernsaniert vs. Renovierungsstau (±20 %)
4. Grundriss – Durchgangsräume vs. getrennte Zimmer (±8 %)
5. WEG-Zustand – Rücklage, Hausgeld, Sonderumlagen (±15 %)
6. Energieeffizienz – Energieklasse A–B vs. F–H (±10–15 %)
7. Stellplatz / TG – Vorhanden vs. fehlend (+25.000–45.000 €)
8. Balkon / Terrasse / Garten – Ja vs. Nein (±5–12 %)
Viele Eigentümer investieren vor dem Verkauf 30.000–60.000 € in eine Komplettrenovierung – und erzielen damit kaum Mehrerlös. Der Grund: Familienkäufer in Thalkirchen-Obersendling möchten ihre Wohnung selbst gestalten. Ein gerade renoviertes Bad in einem Stil, der nicht dem Käufer entspricht, hat keinen Mehrwert. Die bessere Strategie: Schwere Mängel beheben (Feuchtigkeit, defekte Heizung, kaputte Fenster), aber keine kosmetische Vollrenovierung durchführen. Das Geld, das nicht in eine Renovierung fließt, erhöht direkt den Nettoerlös. Ausnahme: Unsanierte 60er-Jahre-Bäder und -Küchen – hier lohnt sich eine gezielte Teilsanierung, weil Käufer den Aufwand überproportional hoch einschätzen.
In keinem anderen Bereich verschenken Eigentümer so viel Geld wie beim Thema Wohnungseigentümergemeinschaft. Eine ungünstige WEG-Situation – niedrige Rücklage, hohes Hausgeld, anstehende Sonderumlagen – kann den erzielbaren Verkaufspreis um 5–15 % drücken. Umgekehrt: Eine gut geführte WEG mit hoher Rücklage und moderatem Hausgeld ist ein starkes Verkaufsargument, das gezielt kommuniziert werden sollte.
• Instandhaltungsrücklage ≥ 30 €/m²/Jahr
• Hausgeld ≤ 3,50 €/m² (inkl. Rücklage)
• Keine offenen Sonderumlagen
• Professionelle Hausverwaltung (nachweisbar)
• Kürzlich durchgeführte Gemeinschaftssanierungen (Dach, Fassade, Aufzug)
• WEG-Protokolle konfliktfrei
• Instandhaltungsrücklage < 15 €/m²/Jahr
• Hausgeld > 5,00 €/m² (Warnsignal)
• Beschlossene, aber noch nicht umgelegte Sonderumlage
• Kein professioneller Verwalter / Selbstverwaltung
• Anstehende Großsanierung (Tiefgarage, Heizungsanlage)
• Konflikte in WEG-Versammlungen (Klagehäufigkeit)
Typisch für München ist: Käufer prüfen die WEG-Unterlagen zunehmend akribisch. Seit der WEG-Reform 2025/2026 haben Käufer erweiterte Einsichtsrechte in Versammlungsprotokolle und Wirtschaftspläne. Ein vollständiges, transparentes WEG-Paket beschleunigt den Verkauf messbar. Eine Erklärung, was Hausgeld genau umfasst und wie es berechnet wird, gehört in jede professionelle Verkaufsunterlage.
📌 WEG-Fazit: Vor dem Verkaufsstart sollte jeder ETW-Eigentümer die letzten 3 WEG-Protokolle, den aktuellen Wirtschaftsplan und die Hausgeldabrechnung zusammenstellen. Anstehende Sonderumlagen offen kommunizieren – Verschweigen führt zu Nachverhandlungen oder Rückabwicklung. Eine gut geführte WEG ist ein Wettbewerbsvorteil, den viele Verkäufer nicht nutzen.
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Rund 35 % aller Eigentumswohnungen im Stadtteilverbund sind vermietet. Für diese Eigentümer stellt sich die zentrale Frage: Leer oder vermietet verkaufen? Die Antwort hat massive finanzielle Auswirkungen – der Preisunterschied beträgt in Thalkirchen-Obersendling 10–18 %.
Käufergruppe: 85 % Eigennutzer, emotional, zahlungsbereit
Preislevel: Volles Marktpotenzial (100 %)
Vermarktungsdauer: 4–7 Wochen
Voraussetzung: Mieter ausgezogen (Eigenbedarf, Aufhebungsvertrag, Befristungsende)
Eigenbedarf: 3–9 Monate Kündigungsfrist je nach Mietdauer (§ 573 BGB)
Käufergruppe: Kapitalanleger, renditefokussiert, preissensibel
Preislevel: 82–90 % des Leerverkaufspreises
Vermarktungsdauer: 6–12 Wochen
Vorteil: Kein Mieter-Konflikt, sofortiger Verkaufsstart
Risiko: Käufer kalkuliert mit Bestandsmiete – liegt diese unter Marktmiete, sinkt der Preis weiter
Die rechtlichen Grundlagen beim Verkauf einer vermieteten Wohnung sind komplex: Kauf bricht nicht Miete (§ 566 BGB), der Käufer tritt in das bestehende Mietverhältnis ein. Eine Eigenbedarfskündigung durch den Käufer ist erst nach 3 Monaten nach Grundbucheintragung möglich. Alle Details zur rechtssicheren Gestaltung beim Verkauf vermieteter Wohnungen sollten frühzeitig geklärt werden.
📌 Fazit Vermietet vs. Leer: In Thalkirchen-Obersendling lohnt sich in den meisten Fällen der Aufwand, die Wohnung vor dem Verkauf zu räumen – der Mehrerlös (10–18 %) übersteigt die Kosten und den Zeitverlust einer einvernehmlichen Mietauflösung (typisch: 3–6 Monatsmieten als Abfindung) deutlich. Ausnahme: Bei langjährig vermieteten Einheiten mit Mietern über 65 Jahren kann eine Kündigung rechtlich scheitern – hier ist der Verkauf im vermieteten Zustand die pragmatischere Lösung.
Der Verkauf einer Eigentumswohnung unterscheidet sich vom Hausverkauf in einem entscheidenden Punkt: Die WEG-Dimension. Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung, Hausgeld und Rücklagen sind zwingender Bestandteil jeder Kaufentscheidung. Wer diese Unterlagen nicht aufbereitet, verliert Käufer – oder wird in Preisverhandlungen nachträglich gedrückt.
Pflicht:
☑ Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
☑ Energieausweis (Pflicht seit 2014, Bußgeld bei Fehlen)
☑ Teilungserklärung inkl. Aufteilungsplan
☑ Gemeinschaftsordnung (falls abweichend von Teilungserklärung)
☑ Letzte 3 WEG-Versammlungsprotokolle
☑ Aktuelle Hausgeldabrechnung + Wirtschaftsplan
☑ Nachweis Instandhaltungsrücklage
Empfohlen:
☑ Grundrisspläne (maßstabsgetreu)
☑ Wohnflächenberechnung nach
WoFlV
☑ Sanierungsnachweise (Fenster, Heizung, Bad)
☑ Betriebskostenaufstellung der letzten 2 Jahre
☑ Fotos aller Sanierungsmaßnahmen
Der Wohnungsbestand variiert zwischen den fünf Teilgebieten erheblich – von gründerzeitlichen Altbauten in Thalkirchen über 60er-Jahre-Blöcke in Fürstenried bis zu modernen Neubauten in Obersendling. Jeder Bestandstyp spricht eine andere Käufergruppe an und erfordert eine andere Preisstrategie.
ETW-Bestand: 8.200–9.800 €/m²
Typischer Bestand: 50er–80er Jahre, teilsaniert
Käufer: Naturverbundene Familien
Tipp: Flaucher-Nähe und Isar-Zugang als Premium-Argument; sehr geringe Fluktuation – jede Wohnung, die am Markt erscheint, generiert sofort hohes Interesse
ETW-Bestand: 7.400–8.800 €/m²
Typischer Bestand: 70er–90er + Neubauten (Siemens-Areal)
Käufer: Junge Doppelverdiener, Start-Familien
Tipp: Stärkste Preisdynamik im Verbund; Bieterverfahren sinnvoll bei Neubau-nahen Bestandswohnungen; Südpark als Argument positionieren
ETW-Bestand: 8.500–10.200 €/m²
Typischer Bestand: Hochwertig, Villengebiet-Randlage
Käufer: Gehobene Familien, Downsizer
Tipp: Höchstes Preisniveau; große 4–5-Zi-Wohnungen in Alt-Solln erzielen Liebhaberpreise; S7-Anbindung für Pendler hervorheben
ETW-Bestand: 7.200–8.600 €/m²
Typischer Bestand: 60er–80er Jahre, solide Bausubstanz
Käufer: Preis-Leistungs-Käufer, junge Familien
Tipp: Günstigster Einstieg in den Münchner Süden mit U3-Anbindung; Forstenrieder Park als Alleinstellungsmerkmal; Energieausweis proaktiv vorlegen
ETW-Bestand: 7.200–8.400 €/m²
Typischer Bestand: 60er–70er Blöcke, heterogen
Käufer: Erstbezieher, preissensible Familien
Tipp: Sanierungszustand offen kommunizieren – unsanierte 60er-Blöcke erfordern ehrliche Preissetzung; Fürstenried-Süd (Waldnähe) erzielt 15–20 % mehr als
Fürstenried-Nord (Forstenrieder Allee)
Der Wohnungsverkauf in Thalkirchen-Obersendling birgt spezifische Risiken, die sich vom Hausverkauf unterscheiden. Die WEG-Dimension, die Energieausweispflicht und die Frage leer vs. vermietet sind die drei häufigsten Stolpersteine.
Seit 2014 Pflicht bei jedem Verkauf und jeder Vermietung. Das Bußgeld bei Fehlen beträgt bis zu 10.000 €. Viel gravierender: Ohne gültigen Energieausweis darf kein Inserat geschaltet werden – der Verkaufsstart verzögert sich. In Thalkirchen-Obersendling, wo viele Wohnungen aus den 60er–80er Jahren stammen, ist die Energieklasse oft E–G. Das ist kein Ausschlusskriterium, muss aber offen kommuniziert werden. Käufer kalkulieren bei Klasse F–H einen Abschlag von 8–15 %.
Fehlende Teilungserklärung, veraltete WEG-Protokolle oder unklare Sonderumlagen-Situation: In 28 % der ETW-Verkäufe in München verzögern unvollständige WEG-Unterlagen den Notartermin um 4–8 Wochen (IVD Süd 2025). Noch gravierender: Käufer, die während der Due-Diligence auf Probleme stoßen (hohe ausstehende Sonderumlagen, Streitigkeiten in der WEG), springen ab – und der Verkäufer muss von vorn beginnen.
In vielen Altbauwohnungen im Stadtteilverbund weicht die tatsächliche Wohnfläche von der im Grundbuch oder Exposé angegebenen Fläche ab. Seit dem BGH-Urteil gilt: Weicht die Wohnfläche um mehr als 10 % nach unten ab, kann der Käufer den Kaufpreis mindern oder den Vertrag anfechten. Empfehlung: Vor dem Verkauf eine professionelle Wohnflächenberechnung nach WoFlV durchführen – Kosten: 200–400 €, Nutzen: Rechtssicherheit und Vertrauensvorsprung.
In Teilen von Thalkirchen und Obersendling gilt eine Erhaltungssatzung, die der Stadt München ein Vorkaufsrecht bei Immobilienverkäufen einräumt. In der Praxis wird dieses Recht selten ausgeübt – aber der Notarvertrag muss es berücksichtigen, und die Bearbeitungszeit der Stadt (4–8 Wochen) kann den Verkauf verzögern. Frühzeitige Klärung mit dem Notar ist Pflicht.
📌 Risiko-Fazit: Die vier häufigsten Fehler beim Wohnungsverkauf – fehlender Energieausweis, unvollständige WEG-Unterlagen, falsche Wohnfläche und ungeprüftes Vorkaufsrecht – sind sämtlich vermeidbar. Die Investition in professionelle Vorbereitung (Gesamtkosten: 500–1.200 €) spart regelmäßig 4–8 Wochen Vermarktungszeit und verhindert Preisabschläge im fünfstelligen Bereich.
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Die meisten Wohnungsverkäufer in Thalkirchen-Obersendling verlieren 60.000–200.000 €, weil sie die Etage, den WEG-Zustand oder die Mikrolage nicht korrekt einpreisen. Online-Rechner unterschätzen Wohnungen in München-Süd systematisch um 12–25 %.
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Der Preisunterschied zwischen Erdgeschoss und Dachgeschoss beträgt in Thalkirchen-Obersendling bis zu 22 %. Ein Dachgeschoss mit Terrasse erzielt 15–22 % Zuschlag, ein EG ohne Garten 8–14 % Abschlag gegenüber einer vergleichbaren Wohnung im 1./2. OG. Ein EG mit eigenem Gartenanteil kann dagegen 3–8 % Zuschlag erzielen – besonders bei Familien mit Kindern.
Nicht unbedingt. Familienkäufer in München-Süd möchten häufig selbst gestalten. Empfohlen: Schwere Mängel beheben (Feuchtigkeit, defekte Heizung, kaputte Fenster), aber keine kosmetische Vollrenovierung. Ausnahme: Stark veraltete Bäder und Küchen aus den 60er/70er Jahren – hier lohnt sich eine gezielte Teilsanierung, weil Käufer den Aufwand überproportional hoch einschätzen und den Kaufpreis stärker drücken als die tatsächlichen Sanierungskosten.
Hohes Hausgeld (über 5,00 €/m²) ist für Käufer ein Warnsignal und kann den erzielbaren Preis um 5–10 % drücken. Niedrige Instandhaltungsrücklagen (unter 15 €/m²/Jahr) signalisieren anstehende Sonderumlagen und wirken ebenfalls preismindernd. Umgekehrt: Eine gut geführte WEG mit moderatem Hausgeld (unter 3,50 €/m²) und hoher Rücklage (über 30 €/m²/Jahr) ist ein starkes Verkaufsargument, das im Exposé aktiv kommuniziert werden sollte.
In Teilen von Thalkirchen und Obersendling gilt eine Erhaltungssatzung. Das bedeutet: Die Stadt München hat ein Vorkaufsrecht beim Verkauf, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ist eingeschränkt, und bauliche Veränderungen bedürfen einer Genehmigung. In der Praxis wird das Vorkaufsrecht selten ausgeübt, aber die Bearbeitungszeit der Stadt (4–8 Wochen) muss im Zeitplan berücksichtigt werden. Der Notar prüft dies automatisch.
Mit korrekter Preissetzung und professioneller Vermarktung: 4–7 Wochen bis zur Beurkundung. Kleinere 1–2-Zimmer-Wohnungen gehen teilweise in 2–3 Wochen weg, große 4–5-Zimmer-Wohnungen in Solln benötigen 6–8 Wochen. Im Privatverkauf ohne Netzwerk und mit falschem Angebotspreis dauert der Prozess 6–12 Monate. Die Unterlagenvorbereitung (WEG, Energieausweis, Grundbuch) sollte 2–4 Wochen vor dem Vermarktungsstart beginnen.
In Bayern: 3,5 % Grunderwerbsteuer, ca. 1,5 % Notar- und Grundbuchkosten, ggf. 3,57 % Käufer-Maklerprovision. Bei einem Kaufpreis von 700.000 € sind das insgesamt ca. 60.000 € Nebenkosten. Diese Kosten zahlt der Käufer – sie beeinflussen aber indirekt den erzielbaren Verkaufspreis, weil Käufer das Gesamtbudget kalkulieren. Detaillierte Berechnung im Kaufnebenkosten-Rechner München.
Datengrundlage & Quellen:
• Gutachterausschuss für Grundstückswerte München – Grundstücksmarktbericht 2024/2025 (Transaktionspreise ETW, Bodenrichtwerte, Vermarktungsquoten)
• BORIS Bayern – Bodenrichtwertkarte (boris.bayern.de), Stand 01.01.2025
• IVD Süd e.V. – Jahresbericht Immobilienmarkt Bayern 2025 (ETW-Vermarktungszeiten, WEG-Dokumentation, Finanzierungsausfälle)
• Deutsche Bundesbank – Finanzstabilitätsbericht 2025, Kap. 3: Eigenkapitalanforderungen
• Landeshauptstadt München – Erhaltungssatzungsgebiete 2026, Referat für Stadtplanung
• Münchner Mietspiegel 2024 – ortsübliche Vergleichsmieten
• FT Immobilien 24 – Transaktionsdatenbank München/Umland 2023–2026 (n=312 gesamt, davon n=48 Stadtteilverbund, davon n=31 ETW)
• § 23 EStG (Spekulationsfrist), § 566 BGB (Kauf bricht nicht Miete), § 573 BGB (Eigenbedarfskündigung), EnEV/GEG (Energieausweis-Pflicht), WoFlV (Wohnflächenberechnung)
Stand: März 2026 | Keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität.
Haftungsausschluss: Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Preise, Marktdaten und rechtliche Rahmenbedingungen können sich ändern. Für steuerliche Fragen konsultieren Sie einen Steuerberater, für rechtliche Fragen einen Fachanwalt für Immobilienrecht.
Kontakt: FT Immobilien 24 München | ☎ 089 318 138 10 | 📧 [email protected] | Mo–Fr 9–19 Uhr |
