Hausgeld | Aktualisiert: Mai 2026 | Expertise: Nebenkosten-Check 2026 - FT Immobilien 24 | Lesezeit: ca. 6 Minuten
1. Was ist alles im Hausgeld enthalten?
Hausgeld: Das Hausgeld setzt sich aus drei Teilen zusammen: Betriebskosten (Wasser, Müll, Hausmeister, Gartenpflege),
Verwaltungskosten (Hausverwaltung, Kontoführung) und der Instandhaltungsrücklage (Sparbetrag für Reparaturen am Gemeinschaftseigentum wie Dach oder
Fassade).
2. Wie viel Hausgeld ist normal?
Im Durchschnitt liegt das Hausgeld bei 2,50–5,00 € pro m² Wohnfläche monatlich. Bei einer 80-m²-Wohnung sind das 200–400 € im Monat. Die Höhe hängt von Alter,
Ausstattung (Aufzug, Tiefgarage) und Zustand der Immobilie ab.
3. Hausgeld - was ist der Unterschied zu den Nebenkosten?
Hausgeld zahlt der Eigentümer an die WEG-Verwaltung – es enthält auch nicht umlagefähige Posten wie Verwaltungskosten und Rücklagen. Nebenkosten
(Betriebskosten) sind der Teil, den Vermieter auf Mieter umlegen können. Das Hausgeld ist also immer höher als die umlagefähigen Nebenkosten.
4. Wie viel vom Hausgeld zahlt der Mieter?
Der Mieter zahlt nur die umlagefähigen Betriebskosten gemäß Betriebskostenverordnung (ca. 60–70 % des Hausgelds). Nicht umlagefähig sind:
Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage und Reparaturkosten – diese trägt der Eigentümer selbst.
5. Was ist Hausgeld?
Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung, die jeder Wohnungseigentümer an die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) leistet. Es deckt alle laufenden Kosten des
Gemeinschaftseigentums: Betriebskosten (Wasser, Hausmeister, Versicherung), Verwaltungskosten und die Instandhaltungsrücklage für
zukünftige Reparaturen. Nicht zu verwechseln mit dem staatlichen Wohngeld. Typisch: 2,50–5,00 € pro m² monatlich.
📑 Inhaltsverzeichnis
Hausgeld Definition, ist die monatliche Vorauszahlung, die jeder Wohnungseigentümer an die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) leistet. Es dient zur Deckung aller laufenden Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums – von der Treppenhausreinigung bis zur Rücklage für das neue Dach in 20 Jahren.
⚠️ Nicht verwechseln: Das Hausgeld ist nicht identisch mit dem staatlichen Wohngeld. Wohngeld ist ein Sozialzuschuss zur Miete oder eine Lastenbeihilfe für Eigentümer mit geringem Einkommen.
Was ist im Hausgeld enthalten - Das Hausgeld setzt sich aus drei klar unterscheidbaren Kostenblöcken zusammen. Für Vermieter ist besonders wichtig zu wissen, welche Anteile auf den Mieter umgelegt werden können.
Diese Kosten können bei Vermietung auf den Mieter übertragen werden:
Diese Kosten trägt der Eigentümer allein:
Typisch: 20–30 € pro Einheit/Monat
Sparbetrag für zukünftige Reparaturen am Gemeinschaftseigentum:
Empfehlung: mind. 1 € pro m²/Monat
Hausgeld: Die Höhe des Hausgelds variiert stark je nach Gebäudetyp, Alter und Ausstattung. Hier finden Sie aktuelle Richtwerte:
| Gebäudetyp | Hausgeld pro m²/Monat | Bei 80 m² Wohnung |
|---|---|---|
| Neubau (ohne Aufzug) | 2,50–3,50 € | 200–280 € |
| Neubau (mit Aufzug, TG) | 3,50–4,50 € | 280–360 € |
| Altbau (saniert) | 3,00–4,00 € | 240–320 € |
| Altbau (unsaniert, Sanierungsstau) | 4,00–5,00+ € | 320–400+ € |
| Luxusanlage (Pool, Concierge) | 5,00–8,00+ € | 400–640+ € |
Hausgeld: 💡 Faustregel: Ein Hausgeld von 2,50–5,00 € pro m² ist im Normalbereich. Liegt es deutlich darunter, könnte die Instandhaltungsrücklage zu niedrig sein – das birgt Risiken für Sonderumlagen.
Geben Sie Ihre Daten ein und erhalten Sie eine Schätzung Ihres monatlichen Hausgelds
Zeigt umlagefähige Kosten für Mieter
Geschätztes monatliches Hausgeld
entspricht 3,50 € pro m²
Jährlich
3.360 €
Über 10 Jahre
33.600 €
Auf Mieter umlegbar
176 €
Selbst zu tragen
104 €
💡 Jährlich tragen Sie als Eigentümer ca. 1.248 € selbst. Diese Kosten können Sie steuerlich als Werbungskosten geltend machen.
⚠️ Dies ist eine Schätzung basierend auf Durchschnittswerten. Das tatsächliche Hausgeld kann abweichen.
Hausgeld: Die 3 Bausteine des Hausgelds, der Unterschied zu den Nebenkosten und warum ein zu niedriges Hausgeld ein Warnsignal ist – Franco Tortorici erklärt es in 6 Minuten.
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Diese Begriffe werden oft verwechselt, haben aber unterschiedliche Bedeutungen:
Hausgeld gesamt: 320 € / Monat
Davon umlagefähig: ca. 220 € (Betriebskosten)
Nicht umlagefähig: ca. 100 € (Verwaltung 25 € + Rücklage 75 €)
→ Der Eigentümer zahlt 320 € an die WEG
→ Der Mieter zahlt ca. 220 € Nebenkosten-Vorauszahlung
→ Differenz von 100 € trägt der Eigentümer selbst
Hausgeld: Einmal jährlich erstellt die Hausverwaltung eine Hausgeldabrechnung. Dabei werden die monatlichen Vorauszahlungen mit den tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet.
Das Hausgeld ist ein wichtiger Kostenfaktor beim Kauf einer Eigentumswohnung. Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt diese Punkte:
🚨 Warnsignal: Ein auffällig niedriges Hausgeld kann bedeuten, dass die Rücklage zu gering ist. Das Risiko: Teure Sonderumlagen von mehreren Tausend Euro, wenn plötzlich das Dach oder die Heizung erneuert werden muss.
Ja, die Eigentümerversammlung kann das Hausgeld durch Beschluss erhöhen – etwa wenn die Betriebskosten steigen oder die Rücklage aufgestockt werden soll. Der aktuelle Wirtschaftsplan bildet die Grundlage für das Hausgeld im Folgejahr.
Bei Zahlungsrückständen kann die WEG Mahngebühren erheben und rechtliche Schritte einleiten. Im Extremfall kann die Eigentümergemeinschaft sogar die Entziehung des Wohnungseigentums beantragen (§ 17 WEG). Außerdem haftet die Wohnung für Hausgeldrückstände – ein Käufer könnte also Altschulden übernehmen müssen.
Bei vermieteten Wohnungen: Ja, das Hausgeld (abzüglich der Zuführung zur Rücklage) kann als Werbungskosten abgesetzt werden. Bei selbstgenutzten Wohnungen: Nur die haushaltsnahen Dienstleistungen (z. B. Treppenhausreinigung, Gartenpflege) sind anteilig absetzbar – bis zu 20 % der Kosten, max. 4.000 € jährlich.
Eine Sonderumlage ist eine einmalige Nachzahlung, die von allen Eigentümern erhoben wird, wenn die Instandhaltungsrücklage für größere Maßnahmen nicht ausreicht. Beispiel: Die Dachsanierung kostet 200.000 €, die Rücklage enthält nur 80.000 € – die Differenz von 120.000 € wird als Sonderumlage auf alle Eigentümer verteilt.
Die Verteilung erfolgt nach dem Miteigentumsanteil (MEA), der in der Teilungserklärung festgelegt ist. Dieser richtet sich meist nach der Wohnfläche. Beispiel: Wer 10 % der Gesamtfläche besitzt, zahlt auch 10 % des Hausgelds. Einzelne Kostenarten (z. B. Aufzug, Tiefgarage) können nach anderen Schlüsseln verteilt werden.
Nein. Die Instandhaltungsrücklage gehört der WEG, nicht dem einzelnen Eigentümer. Beim Verkauf geht der anteilige Rücklagenanteil automatisch auf den Käufer über – er wird nicht ausgezahlt. Allerdings fließt eine gut gefüllte Rücklage oft positiv in die Kaufpreisverhandlung ein.
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Über diesen Ratgeber: Dieser Leitfaden basiert auf aktuellen gesetzlichen Regelungen (WEG, BGB, BetrKV), Marktdaten und Expertenwissen aus der Immobilienbranche. Stand: März 2026.
Wichtiger Hinweis: Dieser Ratgeber dient nur zur allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Makler, Steuerberater oder Rechtsanwalt. Bei komplexen Fällen empfehlen wir professionelle Unterstützung.
Quellen: Wohnungseigentumsgesetz (WEG), Betriebskostenverordnung (BetrKV), Haus & Grund, IVD, DDIV. Ratgeber erstellt von FT Immobilien 24, Mai 2026.
