Aktualisiert: Mai 2026 | Nächste Prüfung: August 2026 | Region: München & Bayern | Erfahrung: 20 Jahre Quereinsteiger-Begleitung
Der Quereinstieg als Immobilienmakler ist in Deutschland einer der zugänglichsten Berufswechsel: kein Studium nötig, kein bestimmter Bildungsabschluss vorgeschrieben, nur §34c-Gewerbeerlaubnis (200–450 €). Über 60–70 % aller aktiven Makler sind Quereinsteiger. Aber: Genauso hoch ist die Abbrecherquote — 60–70 % geben nach 18 Monaten auf. Realistischer Fahrplan: 4-Phasen-Modell über 24 Monate mit IHK-Lehrgang, Anstellung, Spezialisierung und Selbstständigkeit.
| Profil | Empfohlener Weg | Zeit bis Marktreife | Erfolgs-Prognose |
|---|---|---|---|
| Vertriebs-Quereinsteiger | IHK-Lehrgang + Direkteinstieg angestellt | 6–9 Monate | Hoch (Verkauf bekannt) |
| Kaufmännischer Quereinsteiger | Immobilienfachwirt + Anstellung | 18–30 Monate | Sehr hoch (langfristig) |
| Berufseinsteiger ohne Vorerfahrung | IHK-Lehrgang + 18 Monate Anstellung | 12–18 Monate | Mittel (verkaufsabhängig) |
| Nebenerwerbs-Quereinsteiger | Online-Kurs + §34c + Tippgeber | 2–4 Monate | Hoch (geringes Risiko) |
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Acht Faktoren — fünf Outputs: Quereinsteiger-Typ, optimaler Einstieg, Erfolgsprognose, realistischer Karrierepfad und ehrliche Risikoeinschätzung.
⚠ Die harte Wahrheit zum Quereinstieg
60–70 % aller Quereinsteiger geben innerhalb von 18 Monaten auf. Die Gründe sind selten fachlicher Natur — sondern fehlende Akquise-Disziplin, unrealistische Einkommens-Erwartungen und kein Eigenkapitalpuffer. Wer diese drei Fallen kennt und vermeidet, verdoppelt seine Erfolgswahrscheinlichkeit.
Die Vorteile des Quereinstiegs liegen auf der Hand: schneller Einstieg innerhalb weniger Monate, hohes Verdienstpotenzial (insbesondere im Münchner Hochpreissegment mit Durchschnittspreisen über 8.500 €/m²), keine Hierarchie-Barrieren wie in klassischen Konzernen, vollständige Selbstgestaltung der Tätigkeit. Detaillierte Marktdaten zum Einkommenspotenzial bietet die Analyse zum Münchner Immobilienmarkt 2026.
Im Münchner Hochpreissegment trifft der Quereinsteiger auf Eigentümer mit Wohnungen ab 800.000 € bis hin zu Villen im zweistelligen Millionenbereich. Diese Klientel testet Makler systematisch: Wie wird die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung berechnet? Welche Bedeutung hat der Energieausweis ab 2026? Wie wirken sich die Notarkosten auf die Kaufpreis-Verhandlung aus? Wer diese Fragen nicht souverän beantwortet, verliert das Mandat.
Herkunft: B2B-Vertrieb, Direktvertrieb, Versicherungsaußendienst, Bankberatung.
Stärken: Akquise-Routine, Verhandlungsstärke, Abschlussorientierung, Umgang mit Ablehnung.
Schwächen: Immobilien-Fachwissen (Bewertung, Recht, Steuern) fehlt anfangs.
Erfolgsquote: 65–75 % nach 18 Monaten noch aktiv (deutlich über Durchschnitt).
Herkunft: BWL-Studium, Bankkaufleute, Wirtschaftsprüfer, Steuerfachangestellte, Verwaltungsberufe.
Stärken: Recht, Steuern, Vertragswesen, Zahlen-Affinität, strukturiertes Arbeiten.
Schwächen: Akquise und Verkauf oft unterentwickelt.
Erfolgsquote: 55–65 % nach 18 Monaten noch aktiv, langfristig sehr stabil.
Herkunft: Schulabgänger, Studienabbrecher, Berufswechsler nach kurzer Erstausbildung.
Stärken: Lernbereitschaft, Flexibilität, junge Zielgruppen-Affinität, geringes Anspruchsdenken.
Schwächen: Keinerlei Verkaufsroutine, kein Netzwerk, oft unrealistische Einkommens-Erwartungen.
Erfolgsquote: 30–40 % nach 18 Monaten noch aktiv.
Herkunft: Berufstätige mit Hauptberuf, die Maklertätigkeit als Zweiteinkommen aufbauen.
Stärken: Finanzielle Sicherheit aus Hauptjob, geringer Druck, lange Lernkurve möglich.
Schwächen: Eingeschränkte Verfügbarkeit für Besichtigungen, schwierige Mandatsakquise.
Erfolgsquote: 70–80 % bleiben aktiv (geringes Risiko), aber kleines Provisionsvolumen.
| Phase | Schritte | Zeitrahmen |
|---|---|---|
| 1 |
Ausbildung & §34c-Erlaubnis IHK-Maklerlehrgang (2–6 Monate, 700–2.000 €), §34c-Antrag, Berufshaftpflicht abschließen, Münchner Mietspiegel und Marktdaten studieren |
Monat 1–4 |
| 2 |
Anstellung im Maklerbüro 12+ Monate als angestellter Makler — Akquise lernen, Besichtigungs-Choreographie verinnerlichen, Vertragsabwicklung Schritt-für-Schritt mitmachen, ersten Klienten-Bestand aufbauen |
Monat 5–18 |
| 3 |
Spezialisierung & Netzwerk Eigener fachlicher Schwerpunkt finden (Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser, Denkmal, Gewerbe), Notar-, Bank- und Architekten-Netzwerk systematisch aufbauen, Spezialisierungs-Weiterbildungen |
Monat 12–24 |
| 4 |
Selbstständigkeit / Senior-Position Eigenes Maklerbüro mit etabliertem Netzwerk, eigenen Bestand-Klienten und Spezialisierungs-Pipeline — oder Senior-Position mit erfolgsabhängiger Vergütung und Team-Verantwortung |
ab Monat 24 |
Der häufigste Fehler ist das Überspringen von Phase 2. Viele Quereinsteiger wollen direkt aus dem IHK-Lehrgang in die Selbstständigkeit — und scheitern an der fehlenden Akquise-Routine und am leeren Klienten-Trichter. Die 12 Monate Anstellung in einem etablierten Büro sind keine verlorene Zeit, sondern die wertvollste Lehrzeit. Vertiefende Hinweise zum Maklerberuf bieten unsere Einschätzung Was einen guten Münchner Makler ausmacht und die Übersicht zu guten Maklern.
Wer trotz aller Warnungen direkt in die Selbstständigkeit will: Mindestens das Eigenkapitalpuffer-Modell ernsthaft umsetzen. 12 Monate Lebenshaltungskosten plus 5.000–10.000 € für Marketing, CRM, Website. Eine fundierte Übersicht zur Immobilienfinanzierung hilft, das eigene Kapital realistisch zu planen.
Finanzielle Sicherheit durch Hauptberuf. Geringer Investitionsdruck. Lange Lernkurve möglich. Bei Erfolg sanfter Übergang in Hauptberuf-Maklertätigkeit. Niedrigste Abbrecherquote.
Eingeschränkte Verfügbarkeit für Besichtigungen werktags. Schwierigere Eigenakquise — Eigentümer wollen meist Vollzeit-Ansprechpartner. Begrenztes Einkommen (5.000–25.000 € p.a. Zusatzeinkommen).
Bei einem typischen Münchner Verkauf für 1,2 Mio. € fällt eine Gesamtcourtage von rund 42.800 € brutto an — davon entfallen nach Käufer-Verkäufer-Aufteilung rund 21.400 € pro Maklerseite. Angestellte Quereinsteiger erhalten meist 10–30 % der vereinnahmten Courtage als Provisionsbeteiligung, also rund 2.140–6.420 € aus diesem einen Verkauf — zusätzlich zum Fixum.
Der teuerste Fehler überhaupt. Wer aus dem IHK-Lehrgang direkt selbstständig wird, hat keinen Klienten-Trichter, keine Akquise-Routine und kein Netzwerk. Münchner Eigentümer im Hochpreissegment werden täglich von 50+ Maklern kontaktiert — ein No-Name-Quereinsteiger ohne Track-Record bekommt keine Mandate.
Selbstständige Makler brauchen 6–12 Monatsgehälter als Puffer. Bei Münchner Lebenshaltungs-Niveau realistisch 15.000–30.000 €. Wer ohne Puffer startet, muss Mandate zu Dumpingpreisen annehmen, weil die Miete ansteht — und untergräbt damit den eigenen Markenwert.
Online-Anbieter mit Versprechen wie „Makler in 14 Tagen" oder „Top-Verdienst sofort" liefern oft oberflächliche Inhalte ohne Rechtssubstanz. IHK-zertifizierte Lehrgänge, EBZ Bochum, IVD-Akademie sind teurer, aber inhaltlich tragfähig. Prüfkriterien: Lehrgangsverordnung, Prüfungsmodus, IHK-Anerkennung, Trainer-Profile.
70–80 % der Mandate entstehen aus Direktansprache, Empfehlungen und Bestandskontakten — nicht aus Inseraten oder Website-Traffic. Quereinsteiger investieren regelmäßig in Website, CRM und Social Media, vernachlässigen aber die täglichen Klienten-Gespräche. Tools sind Hygiene, nicht Strategie.
Im ersten Jahr verdient ein Quereinsteiger selten mehr als 24.000–36.000 €. Wer mit der Erwartung „6-stelliges Einkommen im ersten Jahr" antritt, wird nach 6 Monaten frustriert. Realistische Karriere-Kurve: Jahr 1 = Aufbau, Jahr 2 = Stabilisierung, Jahr 3+ = Wachstum.
Die 20 Stunden in 3 Jahren werden vergessen — bis die Aufsichtsbehörde stichprobenartig prüft. Bußgelder bis 5.000 € sind möglich, der Imageschaden ist größer. Lösung: Weiterbildungsplaner führen, 7 Stunden pro Jahr fest einplanen, anerkannte Plattformen nutzen.
FT Immobilien 24 begleitet seit 2008 Quereinsteiger im Münchner Maklerberuf — als Arbeitgeber, Tippgeber-Partner und Berater. Die Einschätzungen auf dieser Seite basieren auf:
Mehr zur Inhaberperspektive und Arbeitsweise: Über FT Immobilien 24 · Unser Versprechen · Kundenstimmen · Was einen guten Makler ausmacht.
Sie überlegen den Quereinstieg in den Maklerberuf — oder Sie sind Eigentümer auf der Suche nach einem nachweislich qualifizierten Münchner Makler? In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir Ihre Situation: persönlich, vertraulich, ohne Verkaufsdruck und ohne Bindung an einen bestimmten Lehrgangsanbieter.
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B2B-Initiativbewerbung senden →Ja. Ein Studium ist nicht erforderlich. Über 70 Prozent aller aktiven Makler in Deutschland haben kein einschlägiges Studium. Üblich sind IHK-Lehrgänge, der Immobilienfachwirt oder die duale Ausbildung. Pflicht ist nur die §34c-Gewerbeerlaubnis und persönliche Zuverlässigkeit.
Rein rechtlich kann man in 4–8 Wochen Makler sein (IHK-Lehrgang plus §34c). Realistisch bis zum ersten rentablen Abschluss in München: 9–14 Monate. Bis zur stabilen Selbstständigkeit: 24 Monate inklusive Anstellungsphase. Wer Phase 2 (Anstellung) überspringt, scheitert mit 60–70 % Wahrscheinlichkeit.
Quereinsteiger verdienen im ersten Jahr in München durchschnittlich 24.000–36.000 € brutto (angestellt). Im zweiten Jahr 36.000–58.000 €, ab Jahr 3 oft 50.000–80.000 €. Top-Quereinsteiger im Premiumsegment erreichen nach 3–5 Jahren 100.000–250.000 € jährlich.
Rechtlich: 18 Jahre Mindestalter, §34c-Erlaubnis, persönliche Zuverlässigkeit (Führungszeugnis, Gewerbezentralregister-, Schuldnerverzeichnis-Auszug), geordnete Vermögensverhältnisse. Faktisch: Verkaufsaffinität, Eigenkapitalpuffer 15.000–30.000 € bei Selbstständigkeit, regionale Marktkenntnis.
Reine Ausbildungs- und Erlaubniskosten: 1.500–3.500 € (IHK-Lehrgang plus §34c plus Berufshaftpflicht). Realistische Gesamtinvestition für Selbstständigkeit in München mit Eigenkapitalpuffer: 18.000–35.000 €. Wer angestellt einsteigt, kommt mit den 1.500–3.500 € aus.
Ja — bei richtiger Vorbereitung. München bietet das höchste Verdienstpotenzial Deutschlands durch Hochpreissegment und Volumen. Aber: härtester Wettbewerb, anspruchsvollste Klientel. Quereinsteiger mit Vertriebshintergrund haben hier die besten Chancen, Berufseinsteiger ohne Vorerfahrung die größten Schwierigkeiten.
Nein — fast nie. Auch wer mittel- oder langfristig selbstständig sein will, sollte mit 12–18 Monaten Anstellung in einem etablierten Münchner Maklerbüro starten. Akquise-Routine, Klientel-Bestand, Notar- und Bank-Netzwerk lassen sich im Angestelltenverhältnis günstig aufbauen — die Investition zahlt sich später mehrfach aus.
Ja, mit Einschränkungen. Voraussetzung: §34c-Erlaubnis plus Zustimmung des Hauptarbeitgebers (Nebentätigkeitsklausel). Empfehlenswert ist das Tippgeber-Modell mit etabliertem Maklerbüro — 10–30 % Provisionsbeteiligung pro vermitteltem Tipp. Vollwertige Maklertätigkeit im Münchner Markt ist nebenberuflich kaum tragbar.
Vertriebserfahrung (B2B-Sales, Versicherungsaußendienst, Bankberatung) verdoppelt die Erfolgswahrscheinlichkeit gegenüber Quereinsteigern ohne Vertriebshintergrund. Kaufmännische Vorbildung (BWL, Bankkaufmann) hilft bei Recht, Steuern, Vertragswesen. Handwerks-Hintergrund hilft bei Bau- und Sanierungs-Beurteilung von Bestandsimmobilien.
Für schnellen Einstieg: IHK-Maklerlehrgang (2–6 Monate, 700–2.000 €) — bestes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für langfristige Karriere: Immobilienfachwirt IHK (18–24 Monate, 3.000–6.000 €, DQR-Niveau 6). Für Nebenerwerb: Online-Crashkurs (300–1.500 €). Vermeiden: Anbieter mit Marketing-Versprechen ohne Substanz.
60–70 % aller Quereinsteiger sind nach 18 Monaten nicht mehr aktiv im Maklergeschäft. Die Gründe sind selten fachlicher Natur — sondern fehlende Akquise-Disziplin, kein Eigenkapitalpuffer, unrealistische Einkommens-Erwartungen. Wer diese drei Fallen kennt und vermeidet, verdoppelt seine Erfolgswahrscheinlichkeit.
Statistisch erfolgreich zwischen 28 und 50 Jahren. Zu jung (unter 25) fehlt oft Lebenserfahrung und Glaubwürdigkeit bei Eigentümern. Über 55 wird der Aufbau-Zeitraum von 2–3 Jahren kritisch — wer mit 58 startet, hat Schwierigkeiten, bis zur Marktreife durchzuhalten. Optimum: 32–45 Jahre.
🎯 Der Quereinstieg lohnt sich — wenn er richtig vorbereitet ist
Aus 20 Jahren Münchner Praxis: Wer den 4-Phasen-Fahrplan diszipliniert umsetzt, verdoppelt seine Erfolgswahrscheinlichkeit. Ehrliche Beratung statt Verkaufsdruck.
Methodische Grundlagen: Gewerbeordnung §34c (GewO), Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV §15b Weiterbildungspflicht), Bestellerprinzip-Plus seit 23.12.2020 (BGB §656c, §656d), eigene Beobachtung von über 100 Quereinsteigern in 20 Jahren Münchner Maklerpraxis FT Immobilien 24, Marktdaten Quereinsteiger-Gehälter München 2024–2026, Abbrecherquoten-Auswertung der IVD-Akademie.
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine individuelle Berufs- und Rechtsberatung. Erfolgsprognosen sind keine Garantien. Verbindliche Auskünfte zu §34c-Voraussetzungen erteilen Gewerbeämter und IHKs.
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