Aktualisiert: März 2026 | Lesezeit: ca. 9 Minuten | Wärme-Expertise: FT Immobilien 24 Energy | Basis: SWM Wärmeplan-Entwurf (Nov 2025), Wärmeplanungsgesetz (WPG)
München muss bis zum 30. Juni 2026 einen kommunalen Wärmeplan vorlegen – das schreibt das Wärmeplanungsgesetz in § 17 verbindlich vor. Die Konsequenz für alle Gebäudeeigentümer ist weitreichend: Bis 2035 müssen sämtliche Gebäude auf eine klimaneutrale Heizform umgestellt sein. Zur Wahl stehen Fernwärme, Wärmepumpe, Wasserstoff oder Biomasse.
Der Wärmeplan teilt das Stadtgebiet in drei Zonen ein. Zone 1, das Fernwärme-Vorranggebiet, umfasst etwa 60 % der Stadt (Innenstadt, Mittlerer Ring) und begründet eine Anschlusspflicht bis 2035. Die SWM bauen das Netz aus; für Eigentümer entstehen Kosten von 15.000 bis 25.000 € für den Hausanschluss. Zone 2, das Wärmepumpen-Gebiet, betrifft rund 30 % des Stadtgebiets (Stadtrand, Villenviertel) – hier ist keine Fernwärme vorgesehen, Eigentümer müssen selbst eine Wärmepumpe einbauen (25.000–40.000 €). Zone 3, das technologie-offene Gebiet (ca. 10 %, Übergangsbereiche), lässt die freie Wahl zwischen beiden Optionen.
Die Wahrscheinlichkeit eines Fernwärmeanschlusses variiert stark je nach Lage: Altstadt-Lehel 95 %, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 90 %, Maxvorstadt 85 %, Au-Haidhausen 85 %, Schwabing-West 80 %, Schwanthalerhöhe 80 %, Sendling 75 %, Laim 70 %, Sendling-Westpark 70 %, Berg am Laim 65 %, Obergiesing-Fasangarten 60 %, Neuhausen-Nymphenburg 60 %, Untergiesing-Harlaching 55 %, Milbertshofen-Am Hart 55 %, Moosach 50 %, Ramersdorf-Perlach 50 %, Schwabing-Freimann 45 %, Bogenhausen 40 %, Hadern 40 %, Trudering-Riem 35 %, Pasing-Obermenzing 35 %, Feldmoching-Hasenbergl 30 %, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln 30 %, Allach-Untermenzing 25 %, Aubing-Lochhausen-Langwied 20 %.
Das GEG § 71 schreibt bereits heute vor, dass neue Gasheizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbarer Energie betrieben werden müssen – was in der Praxis auf eine Wärmepumpe oder einen Fernwärmeanschluss hinausläuft. Wer handeln muss, sollte jetzt prüfen, in welcher Zone das eigene Gebäude liegt, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Plan, der festlegt, WIE jedes Gebiet einer Stadt zukünftig beheizt wird. Rechtsgrundlage: Wärmeplanungsgesetz (WPG) vom 1.1.2024. Großstädte >100.000 Einwohner (München = 1,5 Mio.) müssen bis 30.6.2026 Wärmeplan vorlegen. Ziel: Klimaneutralität 2035. Eng verknüpft mit dem Heizungsgesetz (GEG 2024) wissen Eigentümer dann verbindlich, ob Fernwärme kommt oder ob sie selbst in eine Wärmepumpe investieren müssen.
Definition: SWM baut Fernwärme-Netz aus, Anschluss-Pflicht bis 2035.
Betroffene Gebiete: Innenstadt, Mittlerer Ring, Altbau-Viertel (ca. 60% München).
Kosten Eigentümer: 15.000-25.000 € Hausanschluss + 3.000-5.000 € Inneninstallation = 18.000-30.000 € gesamt.
Vorteil: Keine eigene Heizung mehr (SWM liefert Wärme), weniger Wartung, KfW-Förderung 30% (max. 30.000 €) – alle verfügbaren Fördermittel für Münchner Immobilien 2026 sollten vorab geprüft
werden.
Nachteil: Abhängigkeit SWM, laufende Kosten (Arbeitspreis 10-12 ct/kWh).
Definition: KEINE Fernwärme geplant, Eigentümer MUSS selbst investieren (Wärmepumpe).
Betroffene Gebiete: Stadtrand, Villen-Viertel, Neubau-Gebiete (ca. 30% München).
Kosten Eigentümer: 25.000-40.000 € Wärmepumpe (Luft/Wasser) inkl. Installation, eventuell +10.000-20.000 € Fußbodenheizung (wenn Altbau).
Vorteil: Unabhängigkeit, eigene Anlage, KfW-Förderung 35-40% (max. 70.000 €), niedrige Betriebskosten (Strom 30 ct/kWh).
Nachteil: Hohe Investition, Wartung selbst, eventuell vorherige energetische Sanierung mit Dämmung nötig.
Definition: Eigentümer kann wählen: Fernwärme ODER Wärmepumpe (beide möglich).
Betroffene Gebiete: Übergangs-Gebiete, Neu-Erschließungen (ca. 10% München).
Kosten Eigentümer: Wie Zone 1 oder 2, je nach Wahl.
Vorteil: Flexibilität, kann günstigere Option wählen.
Nachteil: Entscheidungs-Druck, eventuell später doch Anschluss-Pflicht (wenn Fernwärme-Netz ausgebaut wird).
Wählen Sie Ihren Stadtbezirk und Ihr Objekt – der Rechner ermittelt sofort Ihre Wärme-Zone, vergleicht die Kosten beider Optionen und gibt Ihnen eine konkrete Handlungsempfehlung:
🏘️ Ihr Stadtbezirk & Objekt
Ihre Wärme-Zone
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💶 Kosten-Vergleich für Ihr Objekt
🔥 FERNWÄRME-ANSCHLUSS
Invest netto (nach KfW)
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Betrieb/Jahr
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Gesamt 10 Jahre
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⚡ WÄRMEPUMPE
Invest netto (nach KfW)
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Betrieb/Jahr
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Gesamt 10 Jahre
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🎁 KfW-Förderung FW
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30 % BEG
🎁 KfW-Förderung WP
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35–45 % BEG
💰 Vorteil günstigste
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über 10 Jahre
⏱️ Sanierungsbedarf
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vor Wärmepumpe
Welcher Stadtbezirk bekommt Fernwärme – und wo müssen Eigentümer selbst in eine Wärmepumpe investieren? Die Karte zeigt die Fernwärme-Quote (Wahrscheinlichkeit eines Anschlusses) für alle 25 Münchner Stadtbezirke auf Basis des SWM Wärmeplan-Entwurfs (November 2025).
Welcher Stadtbezirk bekommt Fernwärme? Die Wahl der Heizung beeinflusst auch die Preisentwicklung – unsere Münchner Immobilienmarkt-Analyse 2026 zeigt die Zusammenhänge. Hier die detaillierte Prognose basierend auf SWM Wärmeplan-Entwurf (November 2025) und Stadtrats-Beschluss vom 18.12.2024:
| Stadtbezirk | Fernwärme-Quote | Ausbau-Priorität | Zeitplan Anschluss | Empfehlung Eigentümer |
|---|---|---|---|---|
| 1. Altstadt-Lehel | 95% | Hoch (bereits 80% ausgebaut) | 2026-2028 | Fernwärme sicher, NICHT Wärmepumpe |
| 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | 90% | Hoch (bereits 70% ausgebaut) | 2027-2029 | Fernwärme sicher, warten |
| 3. Maxvorstadt | 85% | Hoch (Unis, Museen) | 2026-2030 | Fernwärme sehr wahrscheinlich |
| 4. Schwabing-West | 80% | Hoch (dichte Bebauung) | 2027-2031 | Fernwärme wahrscheinlich |
| 5. Au-Haidhausen | 85% | Hoch (bereits 60% ausgebaut) | 2026-2029 | Fernwärme sehr wahrscheinlich |
| 6. Sendling | 75% | Mittel-Hoch | 2028-2032 | Fernwärme wahrscheinlich (außer Rand) |
| 7. Sendling-Westpark | 70% | Mittel | 2029-2033 | Fernwärme Kern, Wärmepumpe Westpark |
| 8. Schwanthalerhöhe | 80% | Hoch (Gewerbe + Wohnen) | 2027-2030 | Fernwärme wahrscheinlich |
| 9. Neuhausen-Nymphenburg | 60% | Mittel (Villen-Viertel teils) | 2028-2033 | Fernwärme Rotkreuzplatz, Wärmepumpe Villen |
| 10. Moosach | 50% | Mittel | 2030-2034 | Fernwärme Süd-Moosach, Wärmepumpe Nord |
| 11. Milbertshofen-Am Hart | 55% | Mittel (BMW-Werk Fernwärme) | 2029-2033 | Fernwärme BMW-Nähe, sonst Wärmepumpe |
| 12. Schwabing-Freimann | 45% | Mittel-Niedrig | 2030-2035 | Schwabing ja, Freimann Wärmepumpe |
| 13. Bogenhausen | 40% | Niedrig (Villen-Viertel) | 2031-2035 | Wärmepumpe empfohlen (außer Prinzregentenstr.) |
| 14. Berg am Laim | 65% | Mittel-Hoch | 2028-2032 | Fernwärme West, Wärmepumpe Ost |
| 15. Trudering-Riem | 35% | Niedrig (Neubaugebiet Riem hat eigenes Netz) | 2032-2035 | Wärmepumpe Standard (außer Riem-Arcaden) |
| 16. Ramersdorf-Perlach | 50% | Mittel | 2029-2034 | Fernwärme Perlach (Hochhäuser), sonst Wärmepumpe |
| 17. Obergiesing-Fasangarten | 60% | Mittel | 2028-2032 | Fernwärme Giesing-Zentrum, Wärmepumpe Fasangarten |
| 18. Untergiesing-Harlaching | 55% | Mittel | 2029-2033 | Fernwärme Giesing, Wärmepumpe Harlaching (Villen) |
| 19. Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln | 30% | Niedrig (zu weit draußen) | 2033-2035 (teils nie) | Wärmepumpe Standard |
| 20. Hadern | 40% | Mittel-Niedrig (Klinikum ja) | 2030-2034 | Fernwärme Klinikum-Nähe, sonst Wärmepumpe |
| 21. Pasing-Obermenzing | 35% | Niedrig | 2032-2035 | Fernwärme nur Pasing-Zentrum, sonst Wärmepumpe |
| 22. Aubing-Lochhausen-Langwied | 20% | Sehr niedrig | Unklar (teils nie) | Wärmepumpe einplanen |
| 23. Allach-Untermenzing | 25% | Niedrig | 2033-2035 | Wärmepumpe Standard |
| 24. Feldmoching-Hasenbergl | 30% | Niedrig | 2032-2035 | Wärmepumpe empfohlen |
| 25. Laim | 70% | Mittel-Hoch | 2028-2032 | Fernwärme wahrscheinlich (S-Bahn-Nähe) |
🟢 80-95% (grün): Fernwärme sehr wahrscheinlich, NICHT in Wärmepumpe investieren! Warten auf SWM-Ausbau. 🟡 50-75% (gelb): Fernwärme möglich, aber nicht sicher. Straße/Quartier prüfen! Eventuell Überbrückungs-Lösung (Gas-Brennwertkessel 2-3 Jahre). 🔴 20-45% (rot): Fernwärme unwahrscheinlich. Jetzt Wärmepumpe planen! Nicht warten.
Was kostet Umstellung wirklich? Wer die laufenden Betriebskosten im Blick behalten will, findet in unserem Nebenkosten-Check 2026 eine ergänzende Übersicht. Hier eine detaillierte Kalkulation für typisches München-Einfamilienhaus:
| Position | Fernwärme-Anschluss | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Objekt | Einfamilienhaus 180 m², Baujahr 1985, Heizbedarf 25.000 kWh/Jahr (saniert) | |
| Hausanschluss / Geräte-Kosten | 20.000 € (SWM-Pauschale) | 28.000 € (10 kW Wärmepumpe) |
| Innen-Installation | 4.000 € (Übergabestation, Rohre) | 6.000 € (Pufferspeicher, Hydraulik) |
| Fußbodenheizung (falls nötig) | 0 € (Fernwärme auch Heizkörper) | 15.000 € (bei Altbau ohne FBH) |
| Dämmung (falls nötig) | 0 € (optional) | 10.000 € (Wärmepumpe braucht gute Dämmung!) |
| SUMME BRUTTO | 24.000 € | 59.000 € |
| KfW-Förderung (BEG) | -7.200 € (30% Fernwärme, max. 30.000 €) | -21.000 € (35% WP + Bonus, max. 70.000 €) |
| SUMME NETTO (nach Förderung) | 16.800 € | 38.000 € |
| Jährliche Kosten (Wärme) | 2.750 € (25.000 kWh × 0,11 €/kWh) | 2.500 € (7.000 kWh Strom × 0,36 €/kWh, JAZ 3,5) |
| Wartung/Jahr | 0 € (SWM übernimmt) | 300 € (Wartungsvertrag) |
| Gesamt-Kosten 10 Jahre | 16.800 + (2.750 × 10) = 44.300 € | 38.000 + (2.800 × 10) = 66.000 € |
| FAZIT 10 JAHRE: | Fernwärme 21.700 € günstiger! ABER: nur wenn verfügbar! | |
Diese Rechnung gilt NUR wenn: (1) Haus bereits saniert (U-Wert Wände <0,24 W/m²K), (2) Fußbodenheizung vorhanden, (3) Keine zusätzliche Dämmung nötig. Wenn Altbau unsaniert: Wärmepumpe braucht erst Sanierung (Dämmung 30.000-50.000 € + FBH 15.000 €) = Gesamt-Invest 80.000-110.000 € statt 59.000 €! Ob sich die Investition lohnt, zeigt der Sanierungs-Rendite Rechner 2026. Dann ist Fernwärme DEUTLICH günstiger (auch unsanierte Häuser können angeschlossen werden).
Die kommunale Wärmeplanung ändert alles. Hier die konkreten Schritte je nach Stadtbezirk und Situation:
Schritt 1: Gas-Heizung (wenn defekt) NICHT durch Wärmepumpe ersetzen! Risiko: Doppel-Invest (erst WP 40.000 €, dann doch Fernwärme 20.000 €).
Schritt 2: Überbrückung: Gas-Brennwertkessel (10.000-15.000 €, läuft 5-10 Jahre) ODER Reparatur alte Heizung (2.000-5.000 €).
Schritt 3: SWM-Ausbau verfolgen: www.swm.de/waermeplan (Karte zeigt Ausbau-Status). Parallel lohnt sich ein Blick auf Photovoltaik und Solarförderung, um die Energiekosten
zusätzlich zu senken.
Schritt 4: Anmeldung Fernwärme: Sobald SWM Ihr Quartier erschließt (Brief von SWM!), innerhalb 6 Monate anmelden = günstigerer Anschlusspreis (frühe Anmeldung 20%
Rabatt!).
Kosten gespart: Keine Fehlinvestition Wärmepumpe (40.000 €), Überbrückung nur 10.000-15.000 € = 25.000-30.000 € gespart!
Schritt 1: Gar nichts tun bis 30.6.2026 (dann liegt finaler Wärmeplan vor = Gewissheit!).
Schritt 2: Wenn Heizung vorher defekt: Reparatur (3.000-5.000 €) statt Austausch. Nutzen Sie die Wartezeit und prüfen Sie die Energieausweis-Pflicht 2026 für Ihre Immobilie.
Schritt 3: Ab 1.7.2026: Wärmeplan checken auf www.muenchen.de/waermeplan (interaktive Karte, Straßen-genau!).
Schritt 4a: Wenn Fernwärme JA → wie Szenario 1 (warten auf SWM).
Schritt 4b: Wenn Fernwärme NEIN → wie Szenario 3 (Wärmepumpe planen).
Risiko: Heizung fällt aus BEVOR Wärmeplan da ist = teurer Notfall-Austausch (Gas-Brennwertkessel 15.000 € + Installation Express 3.000 € = 18.000 € statt 12.000 €
normal). Tipp: Heizungs-Check machen lassen (300 €) = wissen ob noch 1-2 Jahre hält!
Schritt 1: Energie-Berater beauftragen (kostenlos via BAFA-Förderung!) → prüft: Ist Haus wärmepumpen-tauglich? (Dämmung, Heizkörper-Größe). Ein ESG-Selbstcheck für Privatimmobilien
gibt erste Orientierung zur Nachhaltigkeits-Bewertung.
Schritt 2: Falls NICHT tauglich: Erst sanieren (Dämmung 30.000 €, Fußbodenheizung 15.000 €) = KfW-Förderung 20% (max. 60.000 € = 12.000 € Zuschuss!).
Schritt 3: Wärmepumpe installieren: 3 Angebote einholen (Preise variieren 20-40%!), beste JAZ wählen (Jahresarbeitszahl >3,5 = effizient).
Schritt 4: KfW-Förderung beantragen (35% Basis + 5% Klima-Geschwindigkeits-Bonus + 5% Einkommens-Bonus = bis 45% möglich, max. 70.000 € = 31.500 € Zuschuss!).
Deadline beachten: Ab 2029 sinkt Förderung auf 30%! Jetzt = beste Zeit (noch 35-45% Förderung).
Unsicher, welche Heizung für Ihr Viertel? Wir prüfen kostenlos Ihre Adresse im Wärmeplan-Entwurf, beraten zu Fernwärme/Wärmepumpe und berechnen optimale Förderung. Sparen Sie Fehlinvestitionen!
Ja, sobald SWM die Fernwärme-Leitung in Ihrer Straße verlegt hat, besteht Anschluss-Pflicht binnen fünf Jahren (§ 109 GEG). Ausnahmen gelten bei bereits installierter Wärmepumpe mit Bestandsschutz, nachweisbarem Härtefall über 15 % des Gebäudewerts oder baulichem Denkmalschutz. Bei Nicht-Anschluss droht ein Bußgeld bis 50.000 €.
Der Wärmeplan definiert den Mindest-Ausbau – SWM kann bei hoher Nachfrage im Quartier deutlich schneller sein. Früh-Anmelder erhalten bis zu 20 % Rabatt auf den Anschlusspreis und sparen sich eine teure Überbrückungs-Heizung. Tipp: SWM-Interessensbekundung unter www.swm.de/fernwaerme abgeben, damit Ihr Viertel beim Netzausbau vorgezogen wird.
Rechtlich ja, solange die Fernwärme-Leitung noch nicht verlegt ist (GEG § 71). Allerdings riskieren Sie ein Doppel-Investment: Wärmepumpe 40.000 € plus späterer Pflicht-Anschluss 20.000 €. Seit der GEG-Novelle 2024 gilt bei Neuinstallation kein Bestandsschutz mehr. Bei Fernwärme-Quote über 70 % empfehlen wir eine günstige Überbrückungslösung.
Fernwärme SWM kostet aktuell 10–12 ct/kWh Arbeitspreis plus 1.200–1.500 € Grundpreis jährlich. Bei 25.000 kWh Heizbedarf ergeben sich rund 4.050 € pro Jahr. Eine Wärmepumpe kommt bei JAZ 3,5 auf etwa 2.520 € Stromkosten, plus 800 € für Wartung und Rücklagen. Langfristig liegen beide Systeme auf ähnlichem Niveau.
Gas-Heizungen über 30 Jahre müssen laut GEG § 72 bis 2029 ausgetauscht werden. Dazu steigt der CO₂-Preis auf geplante 130 €/Tonne, was Gas-Heizen um rund 50 % verteuert. Wer nicht handelt, riskiert Bußgeld bis 50.000 €, Zwangs-Stilllegung und deutlich höhere Notfall-Austausch-Kosten.
Teilweise. Wenn eine Fassadendurchführung baulich unmöglich ist, kann eine Befreiung vom Fernwärme-Anschluss beantragt werden (§ 109 Abs. 5 GEG). In München genehmigt das Denkmalschutz-Amt 90 % der Fernwärme-Anschlüsse, bei Wärmepumpen nur 60 %. Alternativen wie Erdwärme-Sonden oder Innen-Aufstellung im Keller sind häufig umsetzbar.
Über die KfW-Bundesförderung (BEG) erhalten Eigentümer 30 % Zuschuss auf den Fernwärme-Anschluss, maximal 30.000 € förderfähige Kosten. Zusätzlich bieten die Stadtwerke München einen Früh-Anmelder-Rabatt von bis zu 20 % auf die Anschlusskosten. Bei einem typischen Einfamilienhaus reduziert sich der Eigenanteil so von 24.000 € auf rund 16.800 €.
Erheblich. Immobilien im Fernwärme-Vorranggebiet gelten als zukunftssicher und erzielen bei Verkauf höhere Kaufpreise als vergleichbare Objekte ohne gesicherte Wärmeversorgung. Objekte in Wärmepumpen-Gebieten ohne Sanierung verlieren dagegen an Attraktivität – ein Effekt, den die Brown-to-Green Sanierungs-Strategie gezielt als Investmentchance nutzt. Frühzeitige Heizungsentscheidungen sichern den Immobilienwert langfristig.
Ja, erheblich. Eine PV-Anlage auf dem Dach liefert günstigen Eigenstrom für die Wärmepumpe und senkt die Betriebskosten um 30–50 %. Bei 10 kWp-Anlage und Eigenverbrauchsquote von 40 % sparen Sie ca. 800–1.200 € Stromkosten pro Jahr. Kombiniert mit einem Batteriespeicher steigt die Autarkie auf bis zu 70 %.
Laut Wärmeplanungsgesetz muss München den finalen kommunalen Wärmeplan bis spätestens 30. Juni 2026 vorlegen. Ab Juli 2026 ist dann auf www.muenchen.de/waermeplan eine interaktive Karte verfügbar, die straßengenau zeigt, welche Zone für Ihr Grundstück gilt. Bis dahin empfehlen wir, keine voreiligen Investitionen zu tätigen.
Wärmeplanungsgesetz (WPG) – Bundesgesetzblatt, in Kraft seit 1. Januar 2024
Gebäudeenergiegesetz (GEG) – Novelle 2024, §§ 71, 72, 108, 109
Stadtwerke München (SWM) – Wärmeplan-Entwurf, November 2025
Landeshauptstadt München – Stadtratsbeschluss Wärmeplanung vom 18.12.2024
KfW-Bankengruppe – Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Stand März 2026
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen – Leitfaden Kommunale Wärmeplanung 2025
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft – Energiewendebericht Bayern 2025
Fraunhofer ISE – Wärmepumpen-Feldtest Effizienz-Monitoring 2025
Über diesen Wärmeplan-Ratgeber: Die Informationen basieren auf SWM Wärmeplan-Entwurf (November 2025), Wärmeplanungsgesetz (WPG), GEG-Novelle 2024 und Stadtrats-Beschluss München vom 18.12.2024. Finaler Wärmeplan erwartet: 30.6.2026. Fernwärme-Quoten sind Prognosen, finale Festlegung im Juni 2026. Für verbindliche Auskunft zu Ihrer Adresse: SWM Kundenservice 0800 796 796 0.
Haftungsausschluss: Dieser Ratgeber dient nur zu Informationszwecken und stellt keine technische Beratung dar. Wärmeplanung kann sich ändern. Kosten ohne Gewähr (Preise variieren je Objekt). Kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenlose Erstberatung zu Ihrer Heizungs-Situation und optimaler Strategie. Stand: März 2026.
