Aktualisiert: Februar 2026 | Lesezeit: 9 Min. | Marktanalyse: Immobilienmakler München | Basis: Gutachterausschuss München Immobilienmarktbericht 2025, Immobilienpreise München Prognose 2025, IVD Süd, Empirica Preisdatenbank, ImmoScout24-Index
Wann sinken die Immobilienpreise in München wieder?
Ein flächendeckender Preisrückgang ist 2025–2027 nicht zu erwarten. Der Nachfrageüberhang (15.000–20.000 Zuwanderer/Jahr vs. 4.000–5.000 Neubauten) stützt die Preise. Die Korrektur 2022–2023 (−8 bis −12 %) ist abgeschlossen, Q4 2025 zeigt bereits +3,9 % Jahresanstieg. Selektive Preisrückgänge bei unsanierten Objekten mit schlechter Energieklasse sind möglich. Mehr in unserer kostenlosen Immobilienbewertung.
Wie hoch ist die aktuelle Durchschnittsmiete pro Quadratmeter?
Mietspiegel 2025: 15,38 Euro/m² Nettokaltmiete (+5,5 % vs. 2023). Angebotsmieten bei Neuvermietung: 21–23 Euro/m² im Durchschnitt, in Premiumlagen (Altstadt-Lehel, Bogenhausen) bis 30 Euro/m². Der Kaufpreisfaktor liegt bei 44,5 Jahresmieten. Detaillierte Stadtteil-Analyse auf unserer Immobilienmarkt München 2024/2025-Seite.
Wie entwickeln sich die Preise in bestimmten Stadtteilen?
Stärkste Preissteigerungen Q4 2025: Bogenhausen +5,2 %, Schwabing-West +4,8 %, Sendling +4,3 %. Stabil: Altstadt-Lehel (12.500 Euro/m² Bestand) und Maxvorstadt. Aufholpotenzial im Umland München: Dachau, Erding und Fürstenfeldbruck verzeichnen +6–8 % Jahreswachstum bei deutlich niedrigeren Einstiegspreisen.
Lohnt sich der Kauf einer Kapitalanlage bei den aktuellen Zinsen?
Bei 3,2–3,5 % Effektivzins und Bruttomietrenditen von 2,5–3,0 % ist die reine Cashflow-Rendite knapp. Der Hebel liegt in Wertsteigerung (+3–5 %/Jahr erwartet), AfA-Steuervorteilen und KfW-Förderung. Empfehlung: Randlagen mit Mietrendite ab 3,5 % oder Kaufen statt Mieten prüfen – mit 20 % Eigenkapital und 2 % Tilgung rechnet sich die Anlage langfristig.
Gibt es eine Immobilienblase in München?
Die klassischen Blasen-Indikatoren treffen auf München nicht zu: Kein spekulatives Überangebot (Leerstand unter 0,2 %), solide Eigenkapitalquoten der Käufer, stabiles Bevölkerungswachstum und starke Wirtschaftsstruktur. Das Preisniveau ist hoch, aber fundamental gerechtfertigt durch Knappheit. Eine kostenlose Immobilienbewertung zeigt den realistischen Marktwert Ihres Objekts.
Der Münchner Immobilienmarkt zeigt 2025 eine moderate, stetige Aufwärtsbewegung. Nach der Korrekturphase 2022–2023 hat sich der Markt stabilisiert und verzeichnet in allen vier Quartalen positive Quartalsentwicklungen:
| Quartal | Ø ETW (€/m²) | Ø EFH (€/m²) | Ø Grundstück (€/m²) | Δ Vorquartal | Marktlage |
|---|---|---|---|---|---|
| Q1 2025 | 8.950 € | 9.600 € | 2.800 € | +0,8 % | Stabile Nachfrage, Zinsunsicherheit |
| Q2 2025 | 9.050 € | 9.750 € | 2.850 € | +1,1 % | Umland-Aktivität steigt |
| Q3 2025 | 9.180 € | 9.880 € | 2.880 € | +0,6 % | Sommerdelle, ESG-Objekte gefragt |
| Q4 2025 | 9.300 € | 10.000 € | 2.950 € | +1,3 % | Jahresendspurt, Zinsrückgang |
| Jahresentwicklung 2025 (Q1→Q4) | +3,9 % | Moderate Erholung bestätigt | |||
Der Gesamtanstieg von +3,9 % im Jahresverlauf markiert die Rückkehr zu positiven Preisentwicklungen nach der Korrektur. Besonders das Q4 profitierte vom Zinsrückgang der EZB (Leitzins auf 3,0 % gesenkt) und erhöhter Nachfrage vor dem Jahreswechsel. Neubauten (Erstbezug ab 2023) erzielten im Schnitt 11.500–13.000 Euro/m² – ein Aufschlag von 24–40 % gegenüber Bestandsobjekten.
Die Preisspreizung zwischen Münchens Stadtteilen beträgt den Faktor 2,1 – von 7.200 Euro/m² in Feldmoching bis 13.500 Euro/m² in Altstadt-Lehel. Die stärksten Dynamiken zeigen aufstrebende Viertel:
| Stadtteil | ETW Bestand (€/m²) | ETW Neubau (€/m²) | Δ 2025 | Segment |
|---|---|---|---|---|
| Feldmoching-Hasenbergl | 7.200 € | 9.500 € | +3,1 % | 💰 Einstieg |
| Trudering-Riem | 7.800 € | 10.200 € | +3,8 % | 💰 Einstieg |
| Sendling | 8.900 € | 11.800 € | +4,3 % | Ø Mittelfeld |
| Schwabing-West | 10.500 € | 13.200 € | +4,8 % | 🔶 Gehoben |
| Bogenhausen | 11.200 € | 14.000 € | +5,2 % | 🔴 Premium |
| Altstadt-Lehel | 12.500 € | 15.500 € | +2,8 % | 🔴 Top-Premium |
Die Preisentwicklung unterscheidet sich stark nach Objekttyp. Einfamilienhäuser verzeichnen die höchste Dynamik, während Grundstücke von der gedämpften Neubautätigkeit beeinflusst werden:
Ø 9.300 €/m² (Bestand), Neubau 11.500–13.000 €/m². Marktanteil 68 % aller Transaktionen. Stärkste Nachfrage bei 2–3-Zimmer-Wohnungen (60–90 m²). Energieklasse A/B erzielen 10–15 % Aufschlag gegenüber unsanierten Objekten.
Ø 10.000 €/m² (Bestand), Neubau 12.000–14.500 €/m². Marktanteil 18 %. Extrem knappes Angebot in Stadtlage – nur ca. 250 Verkäufe/Quartal. Familien im Wettbewerb mit Kapitalanlegern. Umland-EFH: 6.500–8.500 €/m².
Ø 2.950 €/m² (Stadtgebiet), Premiumlagen bis 5.500 €/m². Marktanteil 14 %. Wenig verfügbares Bauland, lange Genehmigungsverfahren. Bauträger-Nachfrage stabil, aber Baukosten (3.500–4.500 €/m²) bremsen Neubauvolumen.
Berechnen Sie den geschätzten Marktwert, die Mietrendite und den Kaufpreisfaktor für Ihr Münchner Objekt:
📊 Geschätzter m²-Preis
8.900 €
💰 Geschätzter Marktwert
712.000 €
📋 Inkl. Kaufnebenkosten (8,6 %)
773.000 €
📊 80 m² ETW München Mittelfeld: geschätzter Marktwert 712.000 €
📊 Bruttomietrendite
2,5 %
📅 Kaufpreisfaktor
39,5
💰 Gesamtrendite (Miete+Wert)
6,0 %
⚠️ Mietrendite gering – Gesamtrendite mit Wertsteigerung 6,0 %
| Stadtteil | €/m² | Geschätzter Preis | Δ 2025 |
|---|
Die Immobilienpreise in München werden durch ein Zusammenspiel aus Makro- und Mikrofaktoren bestimmt. Diese fünf Treiber sind 2025 entscheidend:
EZB-Leitzins Ende 2025 bei 3,0 % (von 4,5 % im Herbst 2023). Jeder Prozentpunkt Zinssenkung erhöht die Kaufkraft um ca. 10–12 %. Effektivzinsen für Baufinanzierung: 3,2–3,5 % (10 Jahre). Die Zinswende hat den Preisrückgang gestoppt.
München benötigt 8.500 neue Wohnungen pro Jahr, fertiggestellt werden nur 4.000–5.000. Bei +15.000 Neubürgern jährlich wächst der Nachfrageüberhang. Leerstand unter 0,2 % – der niedrigste Wert aller deutschen Großstädte.
Baukosten 2025: 3.500–4.500 €/m² (+ Grundstück). Material- und Personalkosten bleiben hoch. Weniger Baugenehmigungen (−18 % vs. 2022) verschärfen die Angebotsknappheit langfristig und stützen die Preise bestehender Objekte.
Starke Arbeitgeber: BMW, Siemens, Allianz, Tech-Startups und Hochschulen. Arbeitslosenquote unter 3,5 %, durchschnittliches Haushaltseinkommen 30 % über Bundesdurchschnitt. Kaufkräftige Nachfrage bleibt strukturell gesichert.
Mietpreisbremse dämpft Renditen, Grundsteuerreform erhöht Haltekosten. Positiv: KfW-Förderung (bis 270.000 € Kredit), degressive AfA (5 % für Neubauten) und Steuerbonus §35c für energetische Sanierung senken die effektiven Investitionskosten.
Die Energieklasse hat sich zum wichtigsten Preisfaktor neben der Lage entwickelt. Seit Einführung der verschärften GEG-Anforderungen und CO₂-Kostenaufteilung beobachten wir eine klare Preisspreizung:
| Energieklasse | Anteil München | Preiseffekt vs. Ø | Beispiel (80 m² ETW, Mittelfeld) | Trend |
|---|---|---|---|---|
| A / B | 25 % | +10 bis +15 % | 783.000–819.000 € | ↑↑ Stark steigend |
| C / D | 35 % | Ø Durchschnitt | 712.000 € | → Stabil |
| E / F | 25 % | −5 bis −10 % | 641.000–676.000 € | ↓ Leicht fallend |
| G / H | 15 % | −15 bis −20 % | 570.000–605.000 € | ↓↓ Deutlich fallend |
Die Preisschere wächst: Zwischen Energieklasse A und H liegen bereits 25–35 % Preisunterschied – Tendenz steigend. Für Eigentümer mit unsanierten Objekten bedeutet das: Entweder energetisch sanieren oder Preisabschläge beim Verkauf akzeptieren. Der ideale Zeitpunkt für eine Sanierung ist vor dem Verkauf, da sich die Investition über den höheren Verkaufspreis refinanziert.
+5–7 % pro Jahr (2026/2027)
Treiber: Weitere EZB-Zinssenkungen auf 2,5 %, steigende Kaufkraft, anhaltendes Neubaudefizit, starker Arbeitsmarkt München
ETW Ø 2027: ca. 10.200–10.500 €/m²
+3–4 % pro Jahr (2026/2027)
Treiber: Zinsen stabil bei 3,0 %, moderate Nachfrage, steigende Baukosten bremsen Neubau
ETW Ø 2027: ca. 9.850–10.100 €/m²
Wir erwarten das moderate Szenario (+3–4 %/Jahr) als wahrscheinlichstes Ergebnis. Die stärksten Steigerungen sehen wir bei energieeffizienten Bestandsobjekten in aufstrebenden Vierteln (Sendling, Laim, Moosach) und im gut angebundenen Umland. Unsanierte Objekte mit schlechter Energieklasse könnten real stagnieren oder leicht verlieren.
Aktuelle Preisentwicklung, Prognosen & Miettrends
Bodenrichtwerte und Neubautrends im Überblick
Vergleich München mit anderen Großstädten
Wann sich der Kauf 2025 besonders lohnt
Beliebte Stadtteile & Regionen im Fokus
Wie digitale Immobilien die Branche verändern
Q4 2025 zeigt den stärksten Quartalszuwachs des Jahres: +1,3 % gegenüber Q3. ETW-Durchschnittspreis erreicht 9.300 Euro/m², EFH 10.000 Euro/m². Haupttreiber: EZB-Zinssenkung auf 3,0 %, steigende Nachfrage vor Jahresende und anhaltendes Neubaudefizit. Besonders Bogenhausen (+5,2 %) und Schwabing-West (+4,8 %) verzeichneten überdurchschnittliche Anstiege.
Der Durchschnittspreis liegt bei 9.300 Euro/m² (Bestand) und 11.500–13.000 Euro/m² (Neubau). Eine 80-m²-Wohnung kostet somit ca. 744.000 Euro (Bestand) bzw. 920.000–1.040.000 Euro (Neubau). Die Preisspanne reicht von 7.200 Euro/m² in Feldmoching bis 12.500 Euro/m² in Altstadt-Lehel.
Für Eigennutzer: Sendling und Laim (8.500–8.900 Euro/m²) bieten gute ÖPNV-Anbindung und gewachsene Infrastruktur bei moderaten Preisen. Für Kapitalanleger: Trudering-Riem und Feldmoching (7.200–7.800 Euro/m²) mit den besten Mietrenditen (3,0–3,5 % brutto) und Aufholpotenzial durch Stadtentwicklung.
Neubauten kosten im Durchschnitt 24–40 % mehr als Bestandsobjekte gleicher Lage. Bei ETW: Bestand 9.300 Euro/m² vs. Neubau 11.500–13.000 Euro/m². Der Aufschlag ist gerechtfertigt durch bessere Energieeffizienz (Klasse A/B), moderne Grundrisse, geringere Instandhaltungskosten und höheren Mietwert.
Erheblich: Zwischen Energieklasse A und H liegen 25–35 % Preisunterschied. Klasse A/B erzielen 10–15 % Aufschlag, Klasse G/H 15–20 % Abschlag gegenüber dem Durchschnitt. Die Schere wächst weiter, da CO₂-Kosten steigen und Käufer energetische Sanierungskosten einpreisen.
Ja, teilweise: Das Umland verzeichnet +6–8 % Jahreswachstum (vs. +3,9 % Stadt). Dachau, Erding und Fürstenfeldbruck profitieren von S-Bahn-Anbindung und niedrigeren Einstiegspreisen (5.500–7.000 Euro/m²). Die Preisdifferenz zur Stadt sinkt – vor 5 Jahren betrug sie 40 %, heute noch 25–30 %.
Empfohlen: Mindestens 20 % des Kaufpreises plus Nebenkosten. Bei einer 80-m²-ETW (744.000 Euro): 149.000 Euro Eigenkapital + 64.000 Euro Nebenkosten = 213.000 Euro. Möglich ist eine 90-%-Finanzierung (nur Nebenkosten aus EK), allerdings mit Zinsaufschlag von 0,3–0,7 Prozentpunkten. KfW-Darlehen senken den EK-Bedarf.
Insgesamt ca. 8,6 % des Kaufpreises: Grunderwerbsteuer 3,5 % (Bayern, bundesweit niedrigster Satz), Notar und Grundbuch ca. 1,5 %, Maklerprovision 3,57 % (Käuferanteil). Bei 744.000 Euro Kaufpreis: ca. 64.000 Euro Nebenkosten. Die Grunderwerbsteuer ist sofort fällig und Voraussetzung für den Grundbucheintrag.
Aus Marktsicht: Die Korrekturphase ist abgeschlossen, Preise steigen moderat (+3–4 %/Jahr erwartet). Zinsen haben sich auf 3,2–3,5 % stabilisiert mit Tendenz zur Senkung. Das spricht für einen zeitnahen Kauf, da bei Zinssenkungen die Nachfrage und damit die Preise weiter steigen dürften. Individuelle Bewertung empfohlen.
Ganzheitliche Marktanalyse: Wir ermitteln den aktuellen Marktwert Ihres Objekts durch eine kostenlose Immobilienbewertung basierend auf Vergleichsdaten, Lagebewertung und Energieklasse. Unsere quartalsweisen Marktberichte liefern aktuelle Orientierungswerte, und unser Experten-Netzwerk begleitet Sie vom ersten Gespräch bis zum notariellen Kaufvertrag.
Über diesen Marktbericht: Alle Angaben basieren auf: Gutachterausschuss München Immobilienmarktbericht 2024/2025, IVD Süd Marktbericht München Q4 2025, Empirica Preisdatenbank, ImmoScout24 Angebotspreisindex München, Statistisches Amt München, Bundesbank Immobilienpreisindikator, EZB Zinsentscheide 2025, GEWOS Immobilienmarktanalyse, Bayerisches Landesamt für Statistik. Stand: Februar 2026.
Haftungsausschluss: Dieser Marktbericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Immobilienpreise unterliegen Schwankungen und hängen von individuellen Objektmerkmalen ab. Die genannten Durchschnittswerte sind Richtwerte und können von konkreten Objektpreisen abweichen. Für eine individuelle Bewertung empfehlen wir unsere kostenlose Immobilienbewertung. Stand: Februar 2026.
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