Aktualisiert: März 2026 | Expertise: FT Immobilien 24 | Markt: Bauland Pasing-Obermenzing & München-West | Erfahrung: 20 Jahre Grundstücksverkäufe in München
Grundstück verkaufen Pasing-Obermenzing 2026: Bauland erzielt je nach Bebaubarkeit und Mikrolage zwischen 2.200 und 4.500 €/m² – in der Villenkolonie Obermenzing auch darüber. Bauträger zahlen für Grundstücke mit hoher GFZ (ab 1,2) regelmäßig 15–30 % über dem amtlichen Bodenrichtwert. Entscheidend für den Verkaufspreis: Geschossflächenzahl, Grundstückszuschnitt, Erschließungsstatus und eine vorliegende Bauvoranfrage. Das Marktumfeld 2026 begünstigt Verkäufer: Stabilisierte Bauzinsen um 3,1 %, sinkende Neubaugenehmigungen (−22 % seit 2022) und nur 3–6 verfügbare Grundstücke pro Quartal in Pasing-Obermenzing erzeugen eine Nachfrage, die das Angebot um das Vier- bis Sechsfache übersteigt.
Bauland in Pasing-Obermenzing gehört 2026 zu den knappsten Assetklassen im gesamten Münchner Westen. Pro Quartal kommen nur 3–6 unbebaute Grundstücke auf den Markt – bei einer Nachfrage, die das Angebot um das Vier- bis Sechsfache übersteigt. Die Bodenrichtwerte liegen bei 2.200–4.500 €/m², doch Bauträger zahlen bei günstiger GFZ (ab 1,2) systematisch mehr, weil sie den Grundstückswert über die realisierbare Geschossfläche kalkulieren. Der größte Hebel für Verkäufer: Eine Bauvoranfrage vor dem Verkauf steigert den erzielbaren Preis um 15–25 % – bei Investitionskosten von nur 150–350 €. In der Praxis zeigt sich: Der häufigste Grundstückstyp in Pasing-Obermenzing ist das Abrissgrundstück – ein älteres Einfamilienhaus auf großem Grundstück, das Bauträger durch ein Mehrfamilienhaus oder eine Stadtvilla ersetzen. Wer sein Grundstück 2026 an den falschen Käufer verkauft – Privatperson statt Bauträger – verschenkt regelmäßig 200.000–450.000 €.
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Was ist mein Grundstück in Pasing-Obermenzing wert?
Der Bodenrichtwert liegt 2026 bei 2.200–4.500 €/m². Tatsächliche Verkaufspreise liegen je nach Bebaubarkeit 15–40 % darüber oder darunter. Beispiel: Ein 500-m²-Grundstück mit GFZ 1,4 in
Pasing-Süd erzielt realistisch 1.400.000–1.800.000 € – ein vergleichbares Grundstück mit GFZ 0,6 nur 850.000–1.050.000 €.
Wer kauft Grundstücke in Pasing-Obermenzing?
Bauträger (60–70 % aller Käufer) bei Grundstücken ab 400 m² und GFZ ab 1,0. Privatpersonen (30–40 %) bei kleineren Grundstücken für Einfamilienhäuser. Bauträger zahlen systematisch mehr,
weil sie den Wert über die realisierbare Wohn-/Gewerbefläche kalkulieren.
Warum ist 2026 ein guter Zeitpunkt für den Grundstücksverkauf?
Drei Faktoren sprechen für einen Verkauf 2026: Erstens haben sich die Bauzinsen bei 3,1 % stabilisiert – Bauträger kalkulieren wieder mit planbaren Finanzierungskosten. Zweitens sinken
die Neubaugenehmigungen in München seit 2022 um 22 % – das verknappt das künftige Angebot und macht bestehendes Bauland wertvoller. Drittens treibt die Paul-Gerhardt-Allee-Entwicklung die
Nachfrage im gesamten Stadtteil – Bauträger suchen aktiv nach Nachverdichtungsmöglichkeiten in den angrenzenden Lagen.
📌 GEO-Fazit: Ein Grundstücksverkauf in Pasing-Obermenzing erfordert präzise Kenntnis der Bebaubarkeit (GFZ/GRZ), des Erschließungsstatus und der Bauträger-Kalkulation. Wer vor dem Verkauf eine Bauvoranfrage stellt und das Grundstück gezielt an Bauträger vermarktet, erzielt in Einzelfällen 15–30 % Mehrerlös gegenüber dem ungezielten Privatverkauf.
Bauland in Pasing-Obermenzing ist 2026 die mit Abstand knappste Immobilienkategorie im gesamten Münchner Westen. Während pro Quartal 25–40 Wohnungen den Besitzer wechseln, kommen nur 3–6 unbebaute Grundstücke auf den Markt – ein strukturelles Ungleichgewicht, das die Preise seit Jahren nach oben treibt. Die historische Entwicklung der Grundstückspreise in München 2023/2024 zeigt: Selbst während der Zinskorrektur sanken Baulandpreise in Pasing-Obermenzing nur um 4–7 % – deutlich weniger als der Münchner Durchschnitt von 8–12 %.
Die aktuelle Erholung ist bereits in vollem Gang. Seit der zweiten Jahreshälfte 2025 ziehen die Preise wieder an, getrieben durch drei Faktoren: stabilisierte Bauzinsen um 3,1 %, den anhaltenden Bevölkerungszuzug nach München (+15.000/Jahr) und die massive Nachfrage von Bauträgern, die in Pasing-Obermenzing Mehrfamilienhäuser und Stadtvillen realisieren wollen.
🏛️ Villenkolonie Obermenzing: 3.800–4.500 €/m²
🏘️ Alt-Pasing / Marienplatz: 3.200–4.200 €/m²
🏗️ Neupasing / Paul-Gerhardt-Allee: 2.800–3.600 €/m²
🚉 Westkreuz / Bahnlinie: 2.200–3.000 €/m²
🌿 Pasing-Süd / Am Knie: 2.600–3.400 €/m²
📈 Ø Steigerung 2024→2026: +5,2 %
📉 Zinsniveau stabilisiert bei Ø 3,1 % (10 J. fest)
🔥 Bauträger-Nachfrage: 60–70 % aller Käufer
⏱️ Ø Vermarktungsdauer mit Profi: 4–10 Wochen
💰 Bauträger-Aufschlag: 15–30 % über BRW
🚫 Verfügbare Grundstücke: nur 3–6 pro Quartal
📉 Neubaugenehmigungen München: −22 % seit 2022
Die vollständige Übersicht aller Bodenrichtwerte München – alle 23 Stadtteile im Überblick zeigt: Pasing-Obermenzing liegt im Mittelfeld der Münchner Bodenrichtwerte – aber deutlich über dem Umland. Die direkte Konsequenz für Verkäufer: Bauträger, die in München-West entwickeln wollen, finden kaum Alternativen – und sind bereit, signifikant über dem Richtwert zu kaufen, wenn GFZ und Zuschnitt stimmen.
Besonders auffällig im Marktbild 2026: Die Schere zwischen Grundstücken mit hoher und niedriger GFZ öffnet sich weiter. In der Praxis zeigt sich, dass Bauträger 2026 wegen gestiegener Baukosten (+38 % seit 2020 laut Destatis-Baupreisindex) ihre Grundstücksbudgets stärker an der realisierbaren Geschossfläche ausrichten als je zuvor. Ein Grundstück mit GFZ 1,4 kann für einen Bauträger wirtschaftlich tragfähig sein – dasselbe Grundstück mit GFZ 0,6 hingegen nicht, weil die Baukosten pro Wohneinheit zu hoch werden. Für Verkäufer bedeutet das: Die GFZ ist 2026 der mit Abstand wichtigste Preisfaktor – noch vor Lage und Erschließungsstatus.
Der Bodenrichtwert (BORIS Bayern) ist der Ausgangspunkt jeder Grundstücksbewertung – aber nicht der Endpreis. In Pasing-Obermenzing weicht der tatsächlich erzielbare Verkaufspreis regelmäßig 15–40 % vom Richtwert ab. Die professionelle Grundstücksbewertung in München berücksichtigt daher eine Reihe weiterer Faktoren, die den Preis massiv beeinflussen.
Objekt: 620 m² Grundstück mit Altbestand (Bj. 1958, Abriss geplant), GFZ 1,4
Bodenrichtwert-Basis (3.200 €/m²): 1.984.000 €
+ GFZ 1,4 statt 0,8 (Bauträger-Aufschlag): +22 % = +436.500 €
+ Voll erschlossen (Kanal, Wasser, Strom, Gas): +6 % = +119.000 €
+ Rechteckiger Zuschnitt, 18 m Frontbreite: +4 %
− Abrisskosten Altbestand: −45.000 €
− Baumschutzverordnung (3 geschützte Bäume): −2 %
Realistischer Verkaufspreis: 2.350.000–2.550.000 €
Mehrerlös gegenüber Bodenrichtwert-Basis: bis zu +570.000 €
Die Formel, die Bauträger intern anwenden, lässt sich vereinfacht so darstellen: Grundstückswert = Grundstücksfläche × GFZ × erwarteter Wohnungsverkaufspreis × Residualfaktor (typ. 0,20–0,30). Je höher die GFZ und je höher die erzielbaren Wohnungspreise in der Mikrolage, desto mehr kann ein Bauträger für das Grundstück zahlen. Einfach ausgedrückt: Jeder zusätzliche Zehntelpunkt GFZ erhöht den Grundstückswert in Pasing-Obermenzing um schätzungsweise 8–15 %. Eine detaillierte Analyse der wertbestimmenden Faktoren bietet unsere Übersicht zur Marktanalyse für Grundstücke in München.
Kein Faktor beeinflusst den Grundstückspreis in Pasing-Obermenzing stärker als die Bebaubarkeit. Die Geschossflächenzahl (GFZ) und die Grundflächenzahl (GRZ) bestimmen, wie viel Wohn- und Nutzfläche auf einem Grundstück realisiert werden darf – und damit, wie viel ein Bauträger maximal zahlen kann. In Pasing-Obermenzing variiert die GFZ je nach Bebauungsplan zwischen 0,4 (reine Villengebiete) und 1,8 (verdichtete Wohngebiete nahe der S-Bahn).
Besonders relevant für Grundstücksverkäufer in Pasing-Obermenzing: Teile des Stadtteils unterliegen der Erhaltungssatzung der Landeshauptstadt München. In diesen Gebieten regelt die Stadt, was abgerissen, umgebaut oder nachverdichtet werden darf – mit direkten Auswirkungen auf den Bauträger-Preis. Ein Grundstück in einem Erhaltungssatzungsgebiet kann 10–25 % weniger erzielen als ein vergleichbares ohne diese Einschränkung – weil die Bauträger-Kalkulation durch die eingeschränkte Bebaubarkeit gedeckelt wird.
Der größte Hebel, den Verkäufer selbst in der Hand haben: eine Bauvoranfrage bei der Lokalbaukommission München. Kosten: 150–350 €. Bearbeitungszeit: aktuell 2–4 Monate. Ergebnis: rechtsverbindliche Auskunft über die maximal zulässige Bebauung. Der Effekt auf den Verkaufspreis: 15–25 % Aufschlag, weil Bauträger für Planungssicherheit erheblich mehr zahlen. Bei einem 2-Millionen-Grundstück bedeutet das 300.000–500.000 € zusätzlichen Erlös – für eine Investition von 350 €.
Grundstücke in Pasing-Obermenzing befinden sich häufig seit Jahrzehnten im Familienbesitz – oft als Gartenland oder als Grundstück eines inzwischen abbruchreifen Hauses. Die gute Nachricht: Bei Haltedauern über 10 Jahren ist der gesamte Wertzuwachs steuerfrei (§ 23 EStG). Bei einem Grundstück, das 1995 für 200.000 € erworben wurde und 2026 für 2.000.000 € verkauft wird, bleiben 1.800.000 € Gewinn vollständig ohne Steuerbelastung. Besonders bei Erbschaft und Schenkung im Hochpreissegment München gelten spezifische Freibeträge und Fristen, die eine steuerliche Vorabklärung zwingend erforderlich machen.
Szenario 1 – Gartengrundstück seit 1988 im Familienbesitz:
Kaufpreis 1988: 85.000 DM (≈ 43.500 €) | Verkauf 2026: 1.650.000 €
Haltedauer: 38 Jahre → vollständig steuerfrei (Gewinn: 1.606.500 €)
Szenario 2 – Grundstück 2019 als Investition erworben:
Kaufpreis: 890.000 € | Verkauf 2026: 1.250.000 € | Gewinn: 360.000 €
Haltedauer: 7 Jahre → voll steuerpflichtig (bis 45 % = bis 162.000 €)
→ 3 Jahre warten → Verkauf 2029 steuerfrei = 162.000 € gespart
Szenario 3 – Grundstück geerbt, Erblasser seit 2010 Eigentümer:
Haltedauer des Erblassers wird angerechnet → steuerfrei ab 2020
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Der Grundstücksverkauf in Pasing-Obermenzing unterscheidet sich fundamental vom Wohnungsverkauf: Hier entscheiden nicht Grundriss und Balkon über den Preis, sondern GFZ, Erschließung und Baurecht. Der optimale Prozess beginnt daher nicht mit dem Inserat, sondern mit der baurechtlichen Klärung.
1. Bebauungsplan-Analyse: GFZ, GRZ, zulässige Nutzung (WA/MI/MK), Gebäudehöhe und Stellplatzpflicht klären
2. Bauvoranfrage stellen: 150–350 €, Bearbeitungszeit 2–4 Monate – schafft Planungssicherheit und steigert den Preis um 15–25 %
3. Unterlagen beschaffen: Grundbuchauszug, Flurkarte, Altlasten-Auskunft, Erschließungsnachweis, ggf. Baumkataster
4. Professionelle Wertermittlung: Residualwertverfahren (Bauträger-Perspektive) + Vergleichswertverfahren
5. Zielgruppe bestimmen: Bauträger (GFZ ≥ 1,0) oder Privatperson (EFH-Grundstück)
6. Vermarktung: Gezieltes Bieterverfahren unter 3–5 qualifizierten Bauträgern erzielt regelmäßig 10–25 % über Mindestgebot
7. Kaufvertrag & Notartermin: Finanzierungsnachweis vor Beurkundung prüfen
8. Übergabe: Kaufpreiszahlung, Grundbuchumschreibung
Contrarian Insight: Viele Eigentümer inserieren ihr Grundstück auf ImmoScout24 – und erreichen damit hauptsächlich Privatpersonen, die kleinere Budgets haben. Die kaufkräftigsten Interessenten für Bauland in Pasing-Obermenzing – professionelle Bauträger – suchen nicht auf Portalen, sondern werden über persönliche Netzwerke, Direktansprache und Off-Market-Kanäle erreicht. Ein strukturiertes Bieterverfahren unter vorab qualifizierten Bauträgern erzielt in Pasing-Obermenzing systematisch höhere Preise als eine öffentliche Inserierung.
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Ratgeber durchstöbern →📌 Fazit in einem Satz: Ein Grundstücksverkauf in Pasing-Obermenzing erzielt den Bestpreis, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: eine vorliegende Bauvoranfrage, eine GFZ-basierte Wertermittlung aus Bauträger-Perspektive und eine gezielte Vermarktung über Bauträger-Netzwerke statt über öffentliche Portale – in Einzelfällen liegt der Mehrerlös bei 15–30 % gegenüber dem ungezielten Privatverkauf.
Nicht jedes Grundstück in Pasing-Obermenzing ist gleich – die Art des Grundstücks bestimmt die Käufergruppe, die Vermarktungsstrategie und den erzielbaren Preis. In der Praxis unterscheiden wir drei Kategorien, die sich in Pasing-Obermenzing am häufigsten finden. Einen Überblick über aktuell verfügbare Flächen bietet unsere Seite zu Grundstücken in München.
Preis: 2.200–4.500 €/m² (+ GFZ-Aufschlag)
Käufer: Bauträger (70 %), Privat (30 %)
Vorteil: Kein Abriss nötig, sofortige Bebauung
In Pasing-Obermenzing: Extrem selten – weniger als 2 Objekte/Quartal
Tipp: Bieterverfahren erzielt hier regelmäßig 20–30 % über Mindestgebot
Preis: Bauland-Wert minus Abrisskosten (30.000–80.000 €)
Käufer: Bauträger (85 %), Privat (15 %)
Typisch: 50er-/60er-EFH auf großem Grundstück
In Pasing-Obermenzing: Häufigster Grundstückstyp – 3–5 Objekte/Quartal
Tipp: Nicht selbst abreißen – Bauträger kalkulieren Abriss in den Kaufpreis ein
Preis: Stark abhängig von Bebaubarkeit (0–100 % des BRW)
Käufer: Bauträger (falls bebaubar), sonst eingeschränkt
Typisch: Große Grundstücke mit teilbarem Hinterland
In Pasing-Obermenzing: Obermenzing: häufig, Pasing: selten
Tipp: Bebaubarkeit und Zufahrt klären – ohne beides ist Gartenland nahezu unverkäuflich als Bauland
Die Bodenrichtwerte in Pasing-Obermenzing unterscheiden sich innerhalb weniger Straßenzüge um bis zu 100 %. Die folgenden Werte basieren auf der Bodenrichtwertkarte BORIS Bayern (Stand 01.01.2025) und FT-Immobilien-24-Transaktionsdaten.
BRW: 3.800–4.500 €/m²
GFZ typisch: 0,4–0,8
Käufer: Privat (80 %), Bauträger eingeschränkt
Besonderheit: Ensembleschutz begrenzt Nachverdichtung – Preis primär durch Grundstücksgröße und Lagequalität bestimmt
BRW: 2.800–3.600 €/m²
GFZ typisch: 0,8–1,4
Käufer: Bauträger (70 %)
Besonderheit: Höchster Verdichtungsdruck im Stadtteil – ältere EFH auf großen Grundstücken werden zunehmend durch Stadtvillen ersetzt
BRW: 3.200–4.200 €/m²
GFZ typisch: 1,2–1,8
Käufer: Bauträger (90 %)
Besonderheit: Höchste GFZ im Stadtteil – Bauträger zahlen Premium für S-Bahn-Nähe und Geschosswohnungsbau-Potenzial
BRW: 2.600–3.400 €/m²
GFZ typisch: 0,6–1,2
Käufer: Mix Bauträger/Privat
Tipp: Grundstücksteilung oft sinnvoll – zwei 350-m²-Grundstücke erzielen mehr als ein 700-m²-Grundstück
BRW: 2.200–3.000 €/m²
GFZ typisch: 0,8–1,4
Käufer: Bauträger (75 %)
Achtung: Lärmschutzauflagen können Baukosten erhöhen und Grundstückspreis um 5–10 % drücken
BRW: 2.800–3.600 €/m²
GFZ typisch: 1,0–1,6
Käufer: Bauträger (80 %)
Trend: Infrastruktur-Aufwertung treibt BRW – Prognose +6–10 % bis 2028
Auch in einem Verkäufermarkt können Grundstücksverkäufe scheitern oder deutlich unter dem Potenzial abschließen. In der Praxis zeigt sich: Die meisten Probleme entstehen durch fehlende baurechtliche Klärung, übersehene Altlasten oder falsche Käuferansprache.
Der häufigste und teuerste Fehler: Ein Grundstück wird zum Bodenrichtwert angeboten, ohne die tatsächliche GFZ zu kennen. Ein 500-m²-Grundstück mit GFZ 1,4 ist für einen Bauträger
doppelt so viel wert wie eines mit GFZ 0,7 – weil er doppelt so viel Wohnfläche realisieren kann. Wer die GFZ nicht kennt, verschenkt regelmäßig 200.000–500.000
€.
Ursache → Wirkung: Ohne Bebauungsplan-Analyse und Bauvoranfrage verkaufen Eigentümer ihr Grundstück unter Wert – weil sie den Preis aus Verkäufer-Perspektive statt
aus Bauträger-Perspektive berechnen.
Grundstücke in Pasing-Obermenzing mit früherer gewerblicher Nutzung (Gärtnereien, Tankstellen, Werkstätten) können Altlasten aufweisen. Die Altlasten-Auskunft beim Referat für Klima- und Umweltschutz München kostet 30–50 € und dauert 2–3 Wochen. Wird sie nicht eingeholt, fordern Käufer regelmäßig pauschale Risikoabschläge von 80.000–200.000 € – auch wenn tatsächlich keine Belastung vorliegt. Transparenz schützt den Verkäufer.
Privatpersonen bewerten ein Grundstück nach dem, was sie selbst darauf bauen möchten – ein Einfamilienhaus. Bauträger bewerten dasselbe Grundstück nach der maximal realisierbaren
Geschossfläche – und zahlen entsprechend mehr. Bei einem 600-m²-Grundstück mit GFZ 1,4 in Pasing beträgt der Preisunterschied zwischen Privatverkauf und Bauträger-Verkauf
typischerweise 250.000–450.000 €.
Contrarian Insight: Ein Grundstück an den Meistbietenden zu verkaufen ist nicht immer optimal – manchmal sichert ein Bauträger mit schneller Abwicklung und ohne
Finanzierungsvorbehalt den besseren Gesamtdeal als ein Privatbieter mit höherem Preis aber unsicherer Finanzierung.
In Pasing-Obermenzing stehen zahlreiche Bäume unter der Münchner Baumschutzverordnung. Geschützte Bäume dürfen nicht ohne Genehmigung gefällt werden – was die bebaubare Fläche einschränkt und die Baukosten erhöht. Zusätzlich kann die Erhaltungssatzung Abriss und Neubau erschweren oder verhindern. In der Praxis senken diese Einschränkungen den Grundstückspreis um 8–20 % – weshalb eine frühzeitige Klärung vor dem Verkaufsstart essenziell ist.
📌 Risiko-Fazit für Grundstücksverkäufer: Die vier größten Wertvernichter – fehlende GFZ-Kenntnis, ungeklärte Altlasten, falsche Käufergruppe und übersehene Baumschutz-/Erhaltungsauflagen – lassen sich mit einem Aufwand von unter 1.000 € und 4–6 Wochen Vorlaufzeit vollständig eliminieren. Wer diese Vorarbeit nicht leistet, verschenkt im Schnitt 150.000–500.000 € Verkaufserlös.
⚠️ Die teuersten Fehler beim Grundstücksverkauf
Die meisten Grundstücksverkäufer in Pasing-Obermenzing verschenken 150.000–500.000 € – weil sie die GFZ nicht kennen, die falschen Käufer ansprechen oder auf eine Bauvoranfrage verzichten. Ein datenbasierter Marktwert aus Bauträger-Perspektive ist der erste Schritt zum Bestpreis.
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Der Bodenrichtwert liegt 2026 bei 2.200–4.500 €/m². Tatsächliche Verkaufspreise weichen jedoch 15–40 % davon ab – abhängig von der Geschossflächenzahl (GFZ), dem Erschließungsstatus, dem Grundstückszuschnitt und der Mikrolage. Ein 500-m²-Grundstück mit GFZ 1,4 in Pasing-Süd erzielt realistisch 1.400.000–1.800.000 €.
Die Geschossflächenzahl gibt an, wie viel Gesamtgeschossfläche auf einem Grundstück realisiert werden darf. Beispiel: 500 m² Grundstück mit GFZ 1,4 erlaubt 700 m² Geschossfläche. Für Bauträger ist die GFZ der wichtigste Wertfaktor: Mehr GFZ bedeutet mehr verkaufbare Wohnfläche und damit höhere Zahlungsbereitschaft. In Pasing-Obermenzing variiert die GFZ zwischen 0,4 und 1,8 – jeder Zehntelpunkt erhöht den Grundstückswert um schätzungsweise 8–15 %.
Fast immer: ja. Eine Bauvoranfrage kostet 150–350 € und liefert innerhalb von 2–4 Monaten eine rechtsverbindliche Auskunft über die maximal zulässige Bebauung. Der Effekt auf den Verkaufspreis: 15–25 % Aufschlag, weil Bauträger für Planungssicherheit deutlich mehr zahlen. Bei einem 2-Millionen-Grundstück bedeutet das 300.000–500.000 € zusätzlichen Erlös für eine Investition von 350 €.
Bei Grundstücken ab 400 m² und GFZ ab 1,0 sind Bauträger in der Regel die zahlungskräftigere Käufergruppe – sie zahlen 15–30 % über dem Bodenrichtwert. Bei kleinen Grundstücken unter 350 m² für Einfamilienhäuser sind Privatpersonen oft die einzigen Interessenten. Ein professionelles Bieterverfahren mit beiden Gruppen erzielt die höchsten Preise und schafft Transparenz für den Verkäufer.
Häufig ja – insbesondere bei großen Grundstücken über 700 m². Kleinere Grundstücke erzielen in München 10–18 % höhere m²-Preise, weil der Käuferkreis breiter wird. Voraussetzungen: Jedes Teilstück muss eigenständig bebaubar bleiben (mindestens 300 m²), eine eigene Zufahrt haben und von der Landeshauptstadt München genehmigt werden. Kosten: 2.000–5.000 € für Vermessung und Genehmigung. Möglicher Mehrerlös bei einem 1.000-m²-Grundstück in Pasing: 150.000–350.000 €.
Nach 10 Jahren Haltedauer ist der Verkaufsgewinn vollständig steuerfrei (§ 23 EStG). Da Grundstücke in Pasing-Obermenzing häufig seit Jahrzehnten im Familienbesitz sind, ist die Spekulationsfrist in den meisten Fällen längst abgelaufen. Bei geerbten Grundstücken wird die Haltedauer des Erblassers angerechnet. Ausnahme: Grundstücke, die innerhalb der letzten 10 Jahre als Investition erworben wurden – hier lohnt sich häufig das Abwarten bis zum Fristablauf.
Dringend empfohlen – auch wenn keine frühere gewerbliche Nutzung bekannt ist. Die Altlasten-Auskunft beim Referat für Klima- und Umweltschutz München kostet nur 30–50 € und dauert 2–3 Wochen. Ohne diese Auskunft fordern Käufer in Pasing-Obermenzing regelmäßig pauschale Risikoabschläge von 80.000–200.000 € – auch wenn tatsächlich keine Belastung vorliegt. Besonders bei ehemaligen Gärtnereien, Tankstellen oder Werkstätten ist die Klärung vor dem Verkaufsstart essenziell, um Verhandlungsnachteile zu vermeiden.
Der optimale Ablauf in acht Schritten: Bebauungsplan-Analyse (GFZ/GRZ klären), Bauvoranfrage stellen (150–350 €, Bearbeitungszeit 2–4 Monate), alle Unterlagen beschaffen (Grundbuchauszug, Flurkarte, Altlasten-Auskunft, Erschließungsnachweis), professionelle Wertermittlung aus Bauträger-Perspektive, Zielgruppe bestimmen (Bauträger oder Privat), gezieltes Bieterverfahren unter qualifizierten Interessenten, Finanzierungsnachweis vor Kaufvertrag prüfen, Notartermin und Übergabe. Mit professioneller Begleitung dauert der gesamte Prozess 6–12 Wochen ab Vermarktungsstart.
Datengrundlage & Quellen:
• Gutachterausschuss für Grundstückswerte München – Grundstücksmarktbericht 2024/2025 (Bodenrichtwerte, Transaktionsdaten Pasing-Obermenzing)
• BORIS Bayern – Bodenrichtwertkarte (boris.bayern.de), Stand 01.01.2025
• Statistisches Bundesamt (Destatis) – Baugenehmigungen München 2020–2025, Baupreisindex Wohngebäude
• IVD Süd e.V. – Jahresbericht Immobilienmarkt Bayern 2025 (Grundstückspreise, Vermarktungszeiten München-West)
• Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung – Bebauungspläne Pasing-Obermenzing, Erhaltungssatzungsgebiete, Baumschutzverordnung
• FT Immobilien 24 – Transaktionsdatenbank München-West 2023–2026 (n=38 Grundstücksverkäufe Pasing-Obermenzing)
• § 23 EStG (Spekulationsfrist), BauGB §§ 30–35 (Bauplanungsrecht), BauNVO (GFZ, GRZ, Nutzungsarten)
Stand: März 2026 | Keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität. Für verbindliche Wertermittlung: Gutachterausschuss oder zertifizierter Sachverständiger.
Haftungsausschluss: Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Preise und Marktdaten können sich ändern. Für steuerliche Fragen konsultieren Sie einen Steuerberater, für rechtliche Fragen einen Fachanwalt für Immobilienrecht.
Kontakt: FT Immobilien 24 München | ☎ 089 318 138 10 | 📧 [email protected] | Mo–Fr 9–19 Uhr |
