Aktualisiert: März 2026 | Lesezeit: 13 Min. | Basis: Gutachterausschuss München, IVD Süd, 20 Jahre Marktdaten, 200+ Gewerbe-Transaktionen
München ist Deutschlands Top-Standort für Gewerbeimmobilien mit der niedrigsten Leerstandsquote bundesweit (unter 3 % bei Büroflächen). Der Gewerbeimmobilienmarkt verbindet hohe Nachfrage, begrenzte Verfügbarkeit und stabile Wertsteigerung. Ob Sie als Investor eine Kapitalanlage in München suchen, als Gewerbetreibender eine Fläche mieten oder als Eigentümer Ihr Mehrfamilienhaus mit Gewerbefläche verkaufen möchten – dieser Leitfaden liefert alle Marktdaten und Praxis-Tipps für 2026.
Wie hoch ist der Quadratmeterpreis für Gewerbe in München?
Die Gewerbemietpreise in München variieren 2026 stark nach Nutzungsart und Lage: Büroflächen kosten 15–45 €/m² Kaltmiete, Einzelhandelsflächen in 1A-Lagen 200–350 €/m², Lagerhallen 6–12 €/m² und Praxisräume 15–28 €/m². Zusätzlich fallen Betriebskosten von durchschnittlich 2–6 €/m² je nach Objekttyp und Ausstattung an.
Wie berechne ich den Wert einer Gewerbeimmobilie?
Der Wert wird über das Ertragswertverfahren ermittelt: Jahres-Nettokaltmiete multipliziert mit dem standortabhängigen Vervielfältiger (Faktor 12–28). In München liegt der typische Faktor für Büros in Top-Lage bei 22–28, für Lagerhallen bei 14–18. Mieterbonität und Vertragslaufzeit beeinflussen den erzielbaren Faktor erheblich.
Was kostet eine Gewerbeimmobilie?
Kaufpreise für Gewerbeimmobilien in München beginnen bei Ladenlokalen ab ca. 500.000 € und reichen bis über 10 Mio. € für zentrale Bürogebäude. Ein Büroobjekt in Schwabing mit 1.200 m² kostet rund 8–9 Mio. €, eine moderne Logistikhalle im Umland 10–15 Mio. €.
Sind Gewerbeimmobilien teurer als Wohnimmobilien?
Im Kaufpreis pro m² sind Gewerbeimmobilien oft günstiger als Wohnimmobilien, bieten aber deutlich höhere Bruttorenditen von 4–7 % gegenüber 2,5–3,5 % bei Wohnungen. Die höheren Mieteinnahmen kompensieren das größere Leerstandsrisiko und die stärkere Konjunkturabhängigkeit.
Wie bewertet man Gewerbeimmobilien?
Die Bewertung stützt sich auf drei zentrale Kriterien: Standortqualität, Bonität und Vertragslaufzeit der Mieter sowie baulicher Zustand und Energieeffizienz. Zusätzlich fließen Leerstandsquote und Drittverwendungsfähigkeit ein. Ein zertifiziertes Gutachten kostet 2.000–8.000 €.
Sind 70.000 € ein gutes Gehalt in München?
Mit 70.000 € brutto liegen Sie über dem Münchner Durchschnitt. Für den Kauf einer Gewerbeimmobilie als Einzelinvestor reicht das meist nicht – Banken erwarten 30 % Eigenkapital. Offene Gewerbefonds oder Teileigentum bieten alternative Einstiegsmöglichkeiten.
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➤ Kostenlose Gewerbe-Bewertung starten| Immobilientyp | Leerstand | Ø Miete/m² | Trend 2026 |
|---|---|---|---|
| Büroflächen | 2,5–3,5 % | 18–45 € | ↗️ Steigend |
| Einzelhandel 1A | 1–2 % | 80–350 € | → Stabil |
| Logistik/Lager | 3–5 % | 6–12 € | ↗️ Stark steigend |
| Praxis/Gastronomie | 2–6 % | 15–60 € | → Stabil |
Die Nachfrage nach modernen, flexiblen Büroflächen mit guter ÖPNV-Anbindung bleibt trotz Homeoffice-Trend hoch. Logistikflächen erleben durch E-Commerce einen Boom. Der Münchner Immobilienmarkt 2026 zeigt eine klare Differenzierung: 1A-Lagen stabil, periphere Standorte unter Druck.
| Standort | Kaltmiete/m² | Profil |
|---|---|---|
| Innenstadt/Lehel | 35–45 € | Repräsentativ, Anwälte, Berater |
| Schwabing/Maxvorstadt | 22–32 € | Kreativ, Start-ups, Uni-Nähe |
| Arabellapark/Werksviertel | 18–28 € | Moderne Büroparks, Parkplätze |
| Gewerbegebiete (Moosach, Freimann) | 15–22 € | Funktional, Autobahn, günstig |
Wer eine Immobilie in der Altstadt/Lehel besitzt, profitiert von den höchsten Gewerbemieten Münchens. Die Münchner Mietpreisentwicklung zeigt auch im Gewerbesektor steigende Tendenz – Betriebskosten von 2–6 €/m² kommen zur Kaltmiete hinzu.
Kaufpreise werden über Rendite-Multiplikatoren berechnet: Jahresmiete × Faktor. Die Faktoren variieren nach Lage, Mieterbonität und Restlaufzeit der Verträge. Bei der Baufinanzierung von Gewerbeimmobilien erwarten Banken mindestens 30 % Eigenkapital.
| Immobilientyp | Faktor | Brutto-Rendite | Rechenbeispiel |
|---|---|---|---|
| Büro Top-Lage (Core) | 22–28 | 3,6–4,5 % | 100k × 25 = 2,5 Mio € |
| Büro Stadtrand | 16–20 | 5,0–6,3 % | 80k × 18 = 1,44 Mio € |
| Einzelhandel 1A | 18–25 | 4,0–5,6 % | 150k × 20 = 3,0 Mio € |
| Logistikhallen | 14–18 | 5,6–7,1 % | 120k × 16 = 1,92 Mio € |
| Produktion/Werkstatt | 12–16 | 6,3–8,3 % | 60k × 14 = 840k € |
Die Kaufnebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer 3,5 %, ggf. Maklerkosten) betragen zusätzlich 7–9 % des Kaufpreises und müssen in die Renditeberechnung einbezogen werden.
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Höhere Renditen (4–7 % vs. 2,5–3,5 %), langfristige Mietverträge (5–10 Jahre), professionelle Mieter, indexierte Mieten (Inflationsschutz), vollständige AfA-Abschreibung
Höheres Leerstandsrisiko, Konjunkturabhängigkeit, Mieterinsolvenz, längere Vermarktungszeiten, höherer Kapitalbedarf, Trend-Abhängigkeit (Homeoffice)
Die aktuelle Zinsentwicklung beeinflusst die Finanzierungskosten erheblich. Wer gezielt Luxusimmobilien oder repräsentative Gewerbeobjekte sucht, profitiert in München von besonders stabiler Wertentwicklung.
Gewerbemietverträge unterliegen weitgehender Vertragsfreiheit – kein Kündigungsschutz, keine Mietpreisbremse. Für maximale Rechtssicherheit sollte ein Fachanwalt den Vertrag prüfen. Die wichtigsten Klauseln im Überblick:
Laufzeit: 5–10 Jahre bei Büros, 3–5 Jahre Einzelhandel, Verlängerungsoptionen verhandeln. Mietanpassung: Indexmiete (VPI-gekoppelt = Inflationsschutz) oder Staffelmiete (+3 % alle 2 Jahre). Bei Einzelhandel: Umsatzmiete (Grundmiete + 5–15 % Umsatz). Nebenkosten: Mieter trägt alle umlagefähigen Kosten (Heizung, Strom, Grundsteuer, Versicherung) – Gesamtkosten 30–40 % über Kaltmiete. Kaution: 3–6 Monatskaltmieten (keine Obergrenze wie bei Wohnraum). Als Bankbürgschaft empfohlen. Nutzungsart: Exakt definieren – Konkurrenzschutz bei Einzelhandel verhandeln.
Gewerbeimmobilien bieten über die lineare Abschreibung (AfA) erhebliche Steuervorteile: Gebäude ab 1925 mit 2 % p.a. (50 Jahre), Altbauten vor 1925 mit 2,5 % p.a., denkmalgeschützte Objekte sogar bis 9 % p.a. auf Sanierungskosten. Betriebsvorrichtungen (Aufzüge, Klimaanlagen) separat abschreiben – das senkt die Steuerlast erheblich.
Verkauf nach 10+ Jahren Haltedauer = 0 € Steuer auf Gewinn. Verkauf vor 10 Jahren: bis 45 % Einkommensteuer auf den Gewinn. Timing ist entscheidend!
Der Verkauf einer Gewerbeimmobilie erfordert professionelle Vorbereitung. Wertsteigernde Maßnahmen: langfristige Mietverträge (5+ Jahre = 10–20 % Aufschlag), bonitätsstarke Mieter, energetische Sanierung, Vollvermietung und ein aktueller Energieausweis. Eine professionelle Immobilienbewertung sichert den optimalen Verkaufspreis ab.
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Brutto-Renditen: 4–7 %. Büros Top-Lage: 3,6–4,5 %. Büros Stadtrand: 5,0–6,3 %. Logistikhallen: 5,6–7,1 %. Netto nach Bewirtschaftungskosten: 2,5–4,5 %. Mit 70 % Fremdfinanzierung sind Eigenkapitalrenditen von 7–12 % realistisch.
Weitgehende Vertragsfreiheit: Kein Kündigungsschutz, keine Mietpreisbremse, höhere Kautionen (6+ Monate), längere Laufzeiten (5–10 Jahre), Betriebskosten komplett umlegbar, Indexierung üblich. Deutlich weniger Mieterschutz als bei Wohnraum.
Günstige Lagerflächen (6–9 €/m²) in Gewerbegebieten Moosach, Freimann, Riem und Flughafen-Umland (Hallbergmoos, Eching). Stadtnahe Lagerflächen teurer (7–10 €/m²) aber knapp. Moderne Logistikhallen: 9–12 €/m².
1A-Lagen (Kaufingerstraße): 200–350 €/m². 1B-Lagen (Sendlinger Straße): 120–200 €/m². Stadtteilzentren: 35–65 €/m². Kaufpreis-Faktoren: 18–25× Jahresmiete. 100 m² Laden × 250 € × 12 = 300.000 € Jahresmiete → Kaufpreis ca. 6–7,5 Mio €.
Büros gute Lage: 2–6 Monate. Ladenflächen 1A: 3–9 Monate. Logistikhallen: 3–12 Monate. Spezialflächen: 6–18 Monate. Ein professioneller Makler verkürzt die Vermarktungszeit um 30–50 %.
Mietvertrag läuft zunächst weiter, Insolvenzverwalter kann mit 3 Monaten kündigen. Kaution (3–6 Monate) als Sicherheit. Mietrückstände = Insolvenzforderung mit geringer Quote. Schutz: Bonität vorab prüfen, Bankbürgschaft, Mieter-Diversifikation.
Beste Wertsteigerung: moderne Büros zentral (3–5 % p.a.), Logistik durch E-Commerce (4–6 % p.a.), 1A-Einzelhandel (2–4 % p.a.). Risiken: periphere Büros (Homeoffice), veraltete Hallen, innerstädtische Parkgaragen.
Nein, nicht ohne Baugenehmigung. Gewerbeflächen dürfen nicht zu Wohnzwecken genutzt werden (Baurecht). Umnutzung erfordert Genehmigung und ist in München sehr schwierig. Umgekehrt (Wohnung zu Gewerbe) ebenfalls genehmigungspflichtig.
Sehr empfehlenswert. Makler kennen den Markt, prüfen Mieterbonität und verhandeln professionell. Provision 2–3 % zzgl. MwSt. Die Ersparnis durch besseren Preis und kürzere Vermarktungszeit übersteigt oft die Provision.
Grundsteuer B (0,3–0,5 % Einheitswert/Jahr), Einkommensteuer auf Mietüberschuss, Grunderwerbsteuer beim Kauf (3,5 % Bayern), AfA 2–2,5 % absetzbar. Verkauf nach 10+ Jahren steuerfrei, davor bis 45 % Einkommensteuer auf Gewinn.
20 Jahre Erfahrung | 200+ Gewerbe-Transaktionen | Büros, Hallen, Einzelhandel, Spezialimmobilien
Rechtlicher Hinweis: Allgemeine Information über Gewerbeimmobilien München, keine Rechts- oder Steuerberatung. Preis- und Marktangaben sorgfältig recherchiert, Änderungen möglich. Für Gewerbemietverträge Fachanwalt, für Steuerfragen Steuerberater konsultieren. Stand: März 2026.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
„Die persönliche Betreuung war außergewöhnlich. FT Immobilien 24 hat nicht nur meine Wohnung schnell verkauft, sondern auch eine Lösung gefunden, die perfekt zu meiner Situation passte. Kompetent, engagiert und absolut kundennah.“
– Karin M., Verkäuferin aus Unterföhring
12. März 2025
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28. Juni 2025
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– Lena W., Käuferin aus Garching
3. August 2025
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– Andreas F., Käufer aus Ismaning
22. September 2025
