Aktualisiert: März 2026 | Expertise: FT Immobilien 24 | Markt: München-Süd – Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried, Solln | Erfahrung: 20 Jahre Grundstücksverkäufe in München
Grundstück verkaufen Thalkirchen-Obersendling 2026: Bauland erzielt je nach Teilgebiet und Bebaubarkeit 2.500–4.200 €/m². In Spitzenlagen (Solln, Thalkirchen Isarseite) sind bei hoher GFZ auch 4.500–5.200 €/m² möglich. Bauträger zahlen regelmäßig 15–30 % über dem amtlichen Bodenrichtwert, wenn Bebauungsplan und Zuschnitt stimmen. Unbebaute Grundstücke sind die knappste Assetklasse im gesamten Stadtteilverbund – 2025 wechselten nur 12 Baugrundstücke den Eigentümer (Gutachterausschuss München). Wer eine Bauvoranfrage vor dem Verkauf stellt, investiert 350 € und gewinnt regelmäßig 200.000–450.000 € zusätzlichen Erlös.
Grundstücke in Thalkirchen-Obersendling sind 2026 extrem knapp. Pro Jahr kommen im gesamten Stadtteilverbund nur 10–15 Baugrundstücke auf den Markt – bei gleichzeitig über 200 aktiv suchenden Bauträgern und Privatkäufern. Die Bodenrichtwerte liegen zwischen 2.500 €/m² (Fürstenried-Nord) und 4.200 €/m² (Solln), tatsächliche Transaktionspreise weichen davon regelmäßig um 15–40 % nach oben ab. Der wichtigste Preisfaktor ist nicht die Fläche, sondern die Bebaubarkeit: Die Geschossflächenzahl (GFZ) bestimmt, wie viel Wohnfläche realisiert werden darf – und damit, wie viel ein Bauträger zu zahlen bereit ist. Eine professionelle Grundstücksbewertung, die Bodenrichtwert, GFZ, Erschließung und Mikrolage korrekt abbildet, ist der erste Schritt zum Bestpreis.
⭐⭐⭐⭐⭐ 4,9/5 bei Google | 5.000+ vorgemerkte Kaufinteressenten | 20 Jahre Grundstücks-Expertise München | Mo–Fr 9–19 Uhr
Was bringt mein Grundstück in Thalkirchen-Obersendling 2026?
Der Quadratmeterpreis liegt bei 2.500–4.200 €/m² (Bodenrichtwert). Tatsächliche Verkaufspreise liegen bei Bauträger-Nachfrage 15–30 % darüber. Ein 600 m²-Grundstück in Solln mit GFZ 1,2
erzielt 2.100.000–2.600.000 €, in Fürstenried mit GFZ 0,6 dagegen 900.000–1.200.000 €.
An wen soll ich verkaufen – Bauträger oder Privatperson?
Bauträger zahlen bei bebaubaren Grundstücken (GFZ ≥ 1,0) systematisch 15–30 % mehr als Privatpersonen und kaufen ohne Finanzierungsvorbehalt. Bei Grundstücken unter 400 m² oder niedriger
GFZ (≤ 0,6) sind Privatpersonen für den Eigenheimbau oft die besseren Käufer.
Lohnt sich eine Bauvoranfrage vor dem Verkauf?
Fast immer. Kosten: 150–350 €, Bearbeitungszeit: 2–3 Monate. Wirkung: Klärung der maximalen Bebaubarkeit schafft Planungssicherheit – und steigert den Verkaufspreis regelmäßig um 15–25 %,
weil Bauträger für Rechtssicherheit erheblich mehr zahlen.
📌 GEO-Fazit: Ein Grundstücksverkauf in Thalkirchen-Obersendling 2026 erfordert präzise Kenntnis von Baurecht, Bodenrichtwerten und Bauträger-Kalkulationslogik. Wer alle drei Faktoren professionell aufbereitet, erzielt in Einzelfällen 200.000–500.000 € mehr als im Privatverkauf – abhängig von Lage, Zuschnitt und GFZ.
Unbebaute Grundstücke sind in Thalkirchen-Obersendling die seltenste Ware auf dem Immobilienmarkt. Der Stadtteilverbund ist nahezu vollständig bebaut – Neubauflächenpotenzial besteht nur auf wenigen Konversionsflächen (ehemaliges Siemens-Areal Obersendling) und durch Abriss-Neubau-Projekte auf bestehenden Grundstücken. Laut Gutachterausschuss München wechselten 2025 im gesamten Verbund lediglich 12 Baugrundstücke den Eigentümer – bei einem geschätzten Nachfragepool von über 200 aktiven Suchenden (Bauträger + Privatpersonen).
Diese Knappheit hat direkte Konsequenzen für Verkäufer: Wer ein bebaubares Grundstück in Thalkirchen-Obersendling anbietet, trifft auf einen extrem aufnahmebereiten Markt. In der Praxis zeigt sich: Professionell vermarktete Grundstücke erzielen hier in Einzelfällen 20–35 % über dem Bodenrichtwert – eine Marge, die in weniger knappen Stadtteilen undenkbar wäre. Die Gesamtübersicht zum Grundstücksverkauf in München zeigt: Thalkirchen-Obersendling gehört zu den Top-5-Standorten für Grundstücksverkäufe in der gesamten Stadt.
🏞️ Transaktionen 2025: 12 Grundstücke im Verbund
🔍 Aktiv Suchende: 200+ (Bauträger + Privat)
💰 Bodenrichtwerte: 2.500–4.200 €/m²
📈 Tatsächliche Transaktionspreise: Ø 22 % über BRW
⏱️ Ø Vermarktungsdauer: 4–8 Wochen (mit Profi)
🏗️ Hauptkäufer: 65 % Bauträger, 35 % Privatpersonen
🌿 Grün-Premium: Isar, Forstenrieder Park, Südpark
🚇 U3-Anbindung: 4 Stationen im Verbund
👨👩👧👦 Familienlage: Schulen, Kitas, Sicherheit
🏗️ Neubau-Hunger: Kaum freie Flächen = höchste Preisbereitschaft
📐 Nachverdichtung: Große Gartengrundstücke mit Teilungspotenzial
🔒 Wertsicherheit: Über 50 Jahre konstante Aufwärtsentwicklung
📌 Markt-Fazit: Der Grundstücksmarkt in Thalkirchen-Obersendling ist 2026 ein Extremmarkt: minimales Angebot, maximale Nachfrage. Jedes Grundstück, das professionell auf den Markt kommt, wird innerhalb weniger Wochen absorbiert. Die einzige Frage ist nicht ob, sondern zu welchem Preis – und dieser hängt primär von der Bebaubarkeit ab.
Der Bodenrichtwert (BRW) ist der gesetzliche Ausgangspunkt jeder Grundstücksbewertung – aber nicht der Endpreis. In Thalkirchen-Obersendling weichen tatsächliche Transaktionspreise regelmäßig 15–40 % vom Bodenrichtwert ab. Die aktuellen Werte gemäß BORIS Bayern (Stand 01.01.2025) im Überblick:
| Teilgebiet | Bodenrichtwert (€/m²) | Tatsächlicher Ø-Preis | Abweichung BRW | Trend vs. 2023 |
|---|---|---|---|---|
| Solln | 3.400–4.200 | 4.000–5.200 | +18–24 % | +9 % |
| Thalkirchen | 3.200–4.000 | 3.800–4.800 | +15–22 % | +8 % |
| Obersendling | 2.800–3.600 | 3.300–4.200 | +15–20 % | +11 % |
| Forstenried | 2.600–3.200 | 3.000–3.800 | +12–18 % | +7 % |
| Fürstenried | 2.500–3.000 | 2.800–3.500 | +10–18 % | +6 % |
Die detaillierte Auswertung aller Münchner Stadtteile finden Sie in der umfassenden Analyse der Bodenrichtwerte München 2026 – alle 23 Stadtteile. Für die spezifische Prognose und Detailanalyse zu Thalkirchen-Obersendling verweisen wir auf den Grundstücks-Detailbericht Thalkirchen-Obersendling.
Quellen: BORIS Bayern (Stand 01.01.2025), Gutachterausschuss München Grundstücksmarktbericht 2024/2025, FT Immobilien 24 Transaktionsdatenbank 2023–2026.
Kein Faktor beeinflusst den Grundstückspreis stärker als die Bebaubarkeit. Die Geschossflächenzahl (GFZ) definiert, wie viel Gesamtwohnfläche auf einem Grundstück errichtet werden darf. In Thalkirchen-Obersendling variiert die GFZ je nach Bebauungsplan zwischen 0,3 (reine Villenlage Alt-Solln) und 2,0 (Geschosswohnungsbau Obersendling). Diese Spanne erklärt, warum zwei 600-m²-Grundstücke im selben Stadtteil einen Preisunterschied von über einer Million Euro aufweisen können.
Bauträger-Kalkulation (vereinfacht):
Erwarteter Verkaufspreis der Wohnungen (€/m² × realisierbare Wohnfläche)
− Baukosten (Ø 4.500–5.500 €/m² Wohnfläche in München 2026)
− Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Vermarktung: ca. 8–12 %)
− Bauträger-Marge (15–20 %)
= Maximaler Grundstückspreis
Rechenbeispiel: 600 m² in Obersendling, GFZ 1,6
Realisierbare Wohnfläche: 600 × 1,6 = 960 m²
Erwarteter Verkaufserlös: 960 m² × 9.500 €/m² = 9.120.000 €
− Baukosten: 960 × 5.000 = 4.800.000 €
− Nebenkosten (10 %): 912.000 €
− Marge (17 %): 1.550.000 €
= Max. Grundstückspreis: ca. 1.858.000 € → 3.097 €/m²
Gleiches Grundstück mit GFZ 0,8:
Realisierbare Wohnfläche: 480 m² → Max. Grundstückspreis: ca. 820.000 € → 1.367 €/m²
Fazit: Doppelte GFZ = mehr als doppelter Grundstückswert
Typisch für München ist: Die zulässige Nutzung im Bebauungsplan bestimmt den Preis mindestens so stark wie die GFZ. In Gebieten mit gemischter Nutzung (MK/MI) können Erdgeschossflächen als Gewerbe vermietet werden, was die Gesamtrendite für Bauträger steigert. In reinen Wohngebieten (WA/WR), wie sie in Forstenried und Solln dominieren, entfällt dieser Bonus. Ebenso beeinflusst die zulässige Gebäudehöhe die Machbarkeit erheblich.
Eine Bauvoranfrage bei der Landeshauptstadt München (Kosten: 150–350 €, Bearbeitungszeit: 2–3 Monate) klärt die maximale Bebaubarkeit verbindlich – und erhöht den Verkaufspreis regelmäßig um 15–25 %. In der Praxis zeigt sich: Bauträger zahlen für ein Grundstück mit positiver Bauvoranfrage signifikant mehr, weil die Planungsrisiken eliminiert sind. Bei einem 2-Mio.-€-Grundstück entspricht das einem Mehrerlös von 300.000–500.000 € – für eine Investition von 350 €.
📌 Baurecht-Fazit: Vor jedem Grundstücksverkauf in Thalkirchen-Obersendling sollten GFZ, GRZ, Bauweise, zulässige Nutzung und Gebäudehöhe geprüft werden. Eine Bauvoranfrage ist die beste Einzelinvestition, die ein Grundstückseigentümer vor dem Verkauf tätigen kann. Mehr zu Bewertungsfaktoren und Baurecht unter Grundstücksbewertung München – Faktoren & Wertermittlung.
Eine professionelle Grundstücksbewertung geht weit über den Bodenrichtwert hinaus. Drei Dimensionen bestimmen den realistischen Verkaufspreis: die planungsrechtliche Qualität (GFZ, Nutzungsart), die technische Erschließung (Straße, Wasser, Abwasser, Strom) und die Mikrolage auf Straßenzugsebene.
Beispiel: 520 m² in Thalkirchen (Bodenrichtwert 3.600 €/m²)
Bodenrichtwert-Basis: 1.872.000 €
+ GFZ 1,4 (überdurchschnittliche Bebaubarkeit): +16 % = +299.500 €
+ Voll erschlossen (Kanal, Wasser, Strom, Gas): +6 % = +112.300 €
+ Isarnähe 400 m, ruhige Lage: +8 % = +149.800 €
+ Rechteckiger Zuschnitt, 18 m Frontbreite: +4 % = +74.900 €
− Baumbestand (3 geschützte Bäume): −3 % = −56.200 €
Realistischer Verkaufspreis: 2.350.000–2.500.000 €
Mehrerlös gegenüber Bodenrichtwert-Basis: bis zu +630.000 €
Ein weiterer entscheidender Faktor: die Erschließungskosten. Ein vollerschlossenes Grundstück (alle Leitungen liegen an der Grundstücksgrenze) erzielt 6–12 % mehr als ein teilerschlossenes. Unerschlossene Grundstücke – in Thalkirchen-Obersendling selten, aber bei Hintergrundstücken möglich – erfordern Erschließungsinvestitionen von 30.000–80.000 €, die der Käufer einpreist.
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Die Wahl des Käufers bestimmt den Preis mindestens so stark wie die Lage. In Thalkirchen-Obersendling entfallen rund 65 % aller Grundstückstransaktionen auf Bauträger – und das aus gutem Grund: Sie können mehr zahlen, weil sie die künftige Wohnfläche kalkulieren und nicht den reinen Bodenwert. Doch nicht jedes Grundstück eignet sich für Bauträger.
| Kriterium | Bauträger | Privatperson (Eigenheim) |
|---|---|---|
| Zahlungsbereitschaft | 15–30 % über BRW (bei hoher GFZ) | Am oder leicht über BRW |
| Ideale Grundstücksgröße | Ab 500 m², GFZ ≥ 1,0 | 300–700 m², GFZ 0,3–0,8 |
| Finanzierungssicherheit | Hoch – kein Finanzierungsvorbehalt üblich | Mittel – Finanzierung oft mit Vorbehalt |
| Abwicklungsdauer | 4–8 Wochen bis Beurkundung | 6–14 Wochen (inkl. Finanzierung) |
| Verhandlungsstil | Professionell, zahlenbasiert, schnell | Emotional, teils langwierig |
| Optimale Strategie | Bieterverfahren mit 3–5 Bauträgern | Klassische Vermarktung mit Exposé |
Ein strukturiertes Bieterverfahren mit mehreren Bauträgern erzielt regelmäßig die höchsten Preise – weil der Wettbewerb unter den Bietern den Preis nach oben treibt. In der Praxis zeigt sich: Ein Bieterverfahren mit 3–5 qualifizierten Bauträgern erzielt in Thalkirchen-Obersendling im Schnitt 8–15 % mehr als eine isolierte Einzelverhandlung.
Grundstücke unterliegen beim Verkauf der vollen Spekulationssteuer, wenn die 10-Jahres-Haltefrist nicht abgelaufen ist – ohne jede Ausnahme. Anders als bei selbstgenutzten Wohnimmobilien gibt es beim unbebauten Grundstück keine Eigennutzungs-Sonderregel. Das macht die steuerliche Planung beim Grundstücksverkauf besonders wichtig.
Steuerfrei: Kauf 2015 für 800.000 € | Verkauf 2026 für 2.100.000 € | Gewinn: 1.300.000 €
Haltedauer: 11 Jahre → vollständig steuerfrei (§ 23 EStG) | Ersparnis: ca. 520.000 €
Steuerpflichtig: Kauf 2019 für 1.100.000 € | Verkauf 2026 für 1.600.000 € | Gewinn: 500.000 €
Haltedauer: 7 Jahre → voll steuerpflichtig (bis 45 % + SolZ = bis 237.000 € Steuer)
→ Prüfung: Lohnt Warten bis 2029 (Steuerfreiheit)? Bei erwarteter Wertsteigerung von 4–7 % p.a. und Steuerersparnis von 237.000 €: fast immer ja.
Alle steuerlichen Details: Spekulationsfrist, AfA & Grunderwerbsteuer erklärt
Ein verbreiteter Irrtum: „Wenn der Markt gut ist, sofort verkaufen." Bei Grundstücken, die innerhalb der Spekulationsfrist liegen, kann das Warten auf die Steuerfreiheit den Nettoerlös dramatisch erhöhen. Bei einem Gewinn von 500.000 € und Steuersatz 42 % spart das Warten ca. 210.000 €. Gleichzeitig steigt der Grundstückswert um prognostizierte 4–7 % pro Jahr. Ursache → Wirkung: Zwei bis drei Jahre Geduld können den Nettoerlös um 300.000–400.000 € steigern – mehr als jede Vermarktungsoptimierung.
Nicht jeder Grundstücksverkauf folgt dem Standardmuster. In Thalkirchen-Obersendling begegnen uns regelmäßig vier Sonderfälle, die spezifisches Know-how erfordern.
Große Villengrundstücke in Solln (800–1.200 m²) bieten erhebliches Teilungspotenzial. Kleinere Grundstücke erzielen in München 10–18 % höhere Quadratmeterpreise – weil der Käuferkreis breiter wird. Voraussetzungen: Jedes Teilstück muss bebaubar bleiben (mind. 300–400 m²), eigene Zufahrt haben und die Genehmigung der Stadt München erhalten. Kosten: 2.000–5.000 € für Vermessung und Genehmigung. Möglicher Mehrerlös: 200.000–600.000 € bei einem 1.000-m²-Grundstück.
In Obersendling (ehemalige Gewerbe-/Industriegebiete) und entlang der Boschetsrieder Straße können Altlasten aus früherer gewerblicher Nutzung vorliegen – Tankstellen, Werkstätten, Druckereien. Sanierungskosten: 50.000–300.000 € je nach Belastungsgrad. Wertabschlag: 20–60 %. Empfehlung: Altlasten-Auskunft beim Referat für Klima- und Umweltschutz München einholen (kostenlos) – vor dem Verkaufsstart. Transparenz schützt vor Haftung.
In Teilen von Forstenried und Fürstenried bestehen vereinzelt Erbbaurechts-Grundstücke – das Grundstück gehört einem Erbbaurechtsgeber (oft Kirche, Stiftung oder Stadt), der Eigentümer hat das Gebäude und ein Nutzungsrecht auf Zeit. Der Verkaufspreis liegt bei Erbbaurechts-Grundstücken 30–50 % unter vergleichbarem Volleigentum. Ein Ratgeber zu Erbbaurecht – Vorteile, Nachteile, Vergleich erklärt die Details.
Reine Gartengrundstücke ohne Baurecht (Grünfläche im FNP) erzielen nur 80–250 €/m² – ein Bruchteil des Baulandpreises. Entscheidend: Liegt das Grundstück im Innenbereich (§ 34 BauGB) und könnte eine Baugenehmigung erteilt werden? Falls ja, kann sich der Wert verzehnfachen. Eine Bauvoranfrage klärt die Frage rechtssicher. In Thalkirchen bestehen einige Kleingartenanlagen, deren langfristige Zukunft stadtplanerisch diskutiert wird.
Wer sein Grundstück verkauft, ohne die exakte GFZ zu kennen, verschenkt mit hoher Wahrscheinlichkeit sechsstellige Beträge. In der Praxis zeigt sich: 40 % der Privatverkäufer kennen den Bebauungsplan ihres Grundstücks nicht im Detail. Das führt dazu, dass Grundstücke mit hoher GFZ (≥ 1,4) zu Preisen verkauft werden, die für GFZ 0,8 angemessen wären. Die Differenz: 300.000–800.000 € bei einem 600-m²-Grundstück.
Grundstücke in Thalkirchen-Obersendling sind so knapp, dass sich oft innerhalb von Tagen der erste Interessent meldet – häufig ein Bauträger mit schnellem Angebot. Wer sofort zugreift, lässt den Wettbewerbseffekt ungenutzt. Ein strukturiertes Bieterverfahren mit 3–5 qualifizierten Bietern erzielt im Schnitt 8–15 % mehr. Bei einem 2-Mio.-€-Grundstück sind das 160.000–300.000 € Differenz – für 2–3 Wochen zusätzliche Vermarktungszeit.
Bei teilerschlossenen Grundstücken können nachträgliche Erschließungsbeiträge von 15.000–80.000 € anfallen – für Straßenbau, Kanal oder Wasserleitung. Käufer kalkulieren diese Kosten ein und ziehen sie vom Kaufpreis ab. Verkäufer, die den Erschließungsstatus nicht transparent kommunizieren, erleben Nachverhandlungen oder geplatzte Verträge. Eine Anfrage beim Baureferat München klärt die Situation – vor dem Verkauf.
Münchens Baumschutzverordnung schützt alle Bäume mit Stammumfang ab 80 cm. Fällung nur mit Genehmigung und Ersatzpflanzung. In Solln und Thalkirchen stehen auf vielen Grundstücken alte Bäume, die die Bebaubarkeit einschränken – und damit den Preis senken. Bauträger kalkulieren pro geschütztem Baum 15.000–40.000 € Wertabschlag (Umplanung, Ausgleichspflanzung, reduzierte Baukörpergröße). Vor dem Verkauf: Baumbestandsaufnahme erstellen.
📌 Risiko-Fazit: Die häufigsten Wertvernichter beim Grundstücksverkauf sind vermeidbare Informationsdefizite: unbekannte GFZ, fehlende Bauvoranfrage, unklarer Erschließungsstatus und ignorierter Baumbestand. Wer diese vier Punkte vor dem Verkaufsstart klärt, investiert weniger als 2.000 € und gewinnt regelmäßig das Hundertfache zurück.
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Die meisten Grundstückseigentümer in München-Süd verlieren 200.000–500.000 €, weil sie die GFZ nicht kennen, keine Bauvoranfrage stellen oder an den erstbesten Bauträger verkaufen statt ein Bieterverfahren durchzuführen.
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Fast immer. Kosten: 150–350 €, Bearbeitungszeit bei der Landeshauptstadt München: 2–3 Monate. Die Bauvoranfrage klärt verbindlich, was maximal auf dem Grundstück gebaut werden darf. Bauträger zahlen für diese Planungssicherheit erheblich mehr – der Preiseffekt liegt regelmäßig bei +15–25 %. Bei einem 2-Mio.-€-Grundstück entspricht das 300.000–500.000 € Mehrerlös für eine Investition von 350 €.
Für Grundstücke ab 500 m² mit GFZ ≥ 1,0 sind Bauträger in der Regel die zahlungsstärkeren Käufer: Sie zahlen 15–30 % über Bodenrichtwert und kaufen ohne Finanzierungsvorbehalt. Für kleinere Grundstücke unter 400 m² oder bei niedriger GFZ (≤ 0,6) sind Privatpersonen oft die bessere Wahl. Ein Bieterverfahren mit beiden Gruppen erzielt die besten Ergebnisse.
Die Geschossflächenzahl (GFZ) gibt an, wie viel Gesamtwohnfläche auf einem Grundstück errichtet werden darf. Ein 600-m²-Grundstück mit GFZ 1,6 erlaubt 960 m² Wohnfläche – mit GFZ 0,8 nur 480 m². Für Bauträger ist die GFZ der wichtigste Preisfaktor: Jeder zusätzliche Zehntelpunkt GFZ erhöht den Grundstückswert schätzungsweise um 8–15 %. In Thalkirchen-Obersendling variiert die GFZ je nach Bebauungsplan zwischen 0,3 und 2,0.
Nach 10 Jahren Haltedauer fällt keine Spekulationssteuer an (§ 23 EStG). Wichtig: Beim unbebauten Grundstück gibt es keine Eigennutzungs-Ausnahme – die 10-Jahres-Frist gilt ausnahmslos. Wer 2016 oder früher gekauft hat, verkauft 2026 vollständig steuerfrei. Bei Erbschaften gilt die Haltedauer des Erblassers. Eine verbindliche steuerliche Beratung vor dem Verkauf ist unverzichtbar.
Bei Grundstücken ab 800 m² häufig ja. Kleinere Teilstücke erzielen in München 10–18 % höhere Quadratmeterpreise, weil der Käuferkreis breiter wird. Voraussetzungen: Jedes Teilstück muss bebaubar sein (mind. 300–400 m²) und eine eigene Zufahrt haben. Die Teilung muss von der Landeshauptstadt München genehmigt werden. Kosten: 2.000–5.000 € für Vermessung und Genehmigung. Möglicher Mehrerlös: 200.000–600.000 €.
Zwingend erforderlich: Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate), amtlicher Lageplan/Flurkarte, Bebauungsplan-Auszug und Nachweis über den Erschließungsstatus. Empfohlen: Altlasten-Auskunft beim Referat für Klima- und Umweltschutz München (kostenlos), Bauvoranfrage für maximale Bebaubarkeit und Baumbestandsaufnahme. Eine vollständige Unterlagenvorbereitung beschleunigt den Verkauf um 3–6 Wochen.
Datengrundlage & Quellen:
• Gutachterausschuss für Grundstückswerte München – Grundstücksmarktbericht 2024/2025 (Bodenrichtwerte, Transaktionsvolumen, Grundstücksverkäufe nach Stadtteil)
• BORIS Bayern – Bodenrichtwertkarte (boris.bayern.de), Stand 01.01.2025
• Statistisches Bundesamt (Destatis) – Baupreisindex Wohngebäude 2020–2025 (+38,2 %), Fachserie 17, Reihe 4
• Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung – Bebauungspläne, Bauvoranfragen, Erhaltungssatzungsgebiete
• Landeshauptstadt München, Referat für Klima- und Umweltschutz – Altlastenkataster
• FT Immobilien 24 – Transaktionsdatenbank München/Umland 2023–2026 (n=312 gesamt, davon n=12 Grundstücke im Stadtteilverbund Thalkirchen-Obersendling)
• § 23 EStG (Spekulationsfrist), BauGB §§ 30–35 (Bauplanungsrecht), BauNVO (GFZ, GRZ, Nutzungsarten), Münchner Baumschutzverordnung
Stand: März 2026 | Keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität.
Haftungsausschluss: Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Grundstückspreise, Bodenrichtwerte und baurechtliche Rahmenbedingungen können sich ändern. Für steuerliche Fragen konsultieren Sie einen Steuerberater, für baurechtliche Fragen einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht.
Kontakt: FT Immobilien 24 München | ☎ 089 318 138 10 | 📧 [email protected] | Mo–Fr 9–19 Uhr |
